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Donnerstag, 30. Feb. 06

TestrundenBar­celo­na - Mika Häk­kinen ist bei seinem For­mel-1 Come­back nicht richtig auf Touren gekom­men, doch genos­sen hat er die Rück­kehr ans Steuer eines Sil­ber­pfeils in vollen Zügen.

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Häkkinen genießt „Formel-1-Comeback”

Barcelona - Mika Häkkinen ist bei seinem Formel-1 Comeback nicht richtig auf Touren gekommen, doch genossen hat er die Rückkehr ans Steuer eines Silberpfeils in vollen Zügen.

Testrunden

Mika Häkkinen absolviert in Montmelo bei Barcelona Tests für McLaren-Mercedes.

„Dass es nach über fünf Jahren mit dem Team war, mit dem ich zwei Mal Weltmeister geworden bin, hat es zu etwas ganz Besonderem gemacht”, sagte der 38-jährige Finne nach seinen Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona. Spekulationen über eine mögliche Rückkehr des zweimaligen Weltmeisters als Stammfahrer in der Formel 1 wies Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug indes zurück. „Es ist weder ein verdecktes Comeback noch eine PR-Nummer”, sagte Haug der dpa. Häkkinens Stoßrichtung sei die DTM.

Auf dem Grand-Prix-Kurs in Barcelona drehte Häkkinen mit dem MP4-21 insgesamt über 79 Runden. Nach einigen Eingewöhnungs- und Installationsfahrten am Vormittag legte er im Tagesverlauf ein paar Gänge zu. „Ich hatte nicht erwartet, von Beginn an schnell unterwegs zu sein”, gestand Häkkinen, der anfangs über sieben Sekunden hinter den Schnellsten lag. Es habe ein paar Runden bedurft, um in Fahrt zu kommen.

„Er hat sicherlich nichts verlernt”, meinte Haug. Letztlich trennten Häkkinen in 1:19,340 Minuten knapp über drei Sekunden von Ferrari-Testpilot Luca Badoer (1:16,317), der Tagesschnellster vor Heikki Kovaleinen (Finnland/Renault) und BMW-Sauber-Fahrer Robert Kubica (Polen) war. „Über allem stand die Arbeit für das Team, um Feedback für die kommende Saison über das Auto zu erhalten”, erklärte Häkkinen, der nach den WM-Titeln 1998 und 1999 im McLaren-Mercedes im Duell mit Rekordchampion Michael Schumacher am 14. Oktober 2001 mit dem Großen Preis von Japan sein letztes Formel-1-Rennen gefahren hatte. Insgesamt bestritt er 161 Rennen, 20 Mal siegte er

Seine frischen Eindrücke auch von den neuen Bridgestone-Reifen - mit der Marke wurde Häkkinen zwei Mal Weltmeister - sind umso wertvoller, da Neuzugang und Weltmeister Fernando Alonso weiter zum Zuschauen verurteilt ist. Der zweimalige Titelträger hat von Renault nicht die Freigabe bekommen. „Wir gehen davon aus, dass er ab dem 1. Januar zur Verfügung steht”, sagte Haug, nachdem in spanischen Medien berichtet worden war, dass Alonso eine Freigabe bereits für Mitte Dezember erreichen will. Hinzu kommt, dass mit dem 21 Jahre alten GP2-Gewinner Lewis Hamilton ein Formel-1-Neuling am Steuer des zweiten Silberpfeils am Donnerstag saß, dem noch so gut wie jede Erfahrung fehlt. „Er hat seine Sache aber bislang sehr, sehr gut gemacht”, lobte Haug den Briten, der im vorderen Viertel der Testfahrer zu finden war.

Um Platzierungen ging es für Häkkinen gar nicht. „Es war sein Wille, in dem Auto zu fahren”, erklärte Haug. Entstanden sei die Idee beim Abschiedsrennen von Michael Schumacher vor rund einem Monat in Sao Paolo. McLaren-Mercedes machte ihm den Weg frei. „Da werden sicherlich auch schöne Erinnerungen wach”, sagte Haug. „Aus diesem Test den Schluss zu ziehen, Mika würde in die Formel 1 zurückkehren, ist aber falsch.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/12/01/sport/formel1/t/rzo297767.html
Donnerstag, 30. November 2006, 17:30 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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