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Freitag, 23. Feb. 07
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Schlagabtausch der Formel-1-Teams in Bahrain Sakhir - Drei Wochen vor dem Saisonstart der Formel 1 in Melbourne liegen die Titelfavoriten eng zusammen.
Beim letzten Schlagabtausch vor dem Großen Preis von Australien am 18. März liefern sich Ferrari, McLaren-Mercedes und Renault bei den Testfahrten in Bahrain einen harten Kampf. Das Kräfteverhältnis im ersten Jahr nach Rekord-Weltmeister Michael Schumacher ist weiter offen. Zunächst hatten Spaniens Tageszeitungen frohlockt: Titelverteidiger Fernando Alonso hatte beim ersten Aufeinandertreffen der neuen Formel-1-Generation Ende Januar in Valencia Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, seinen vermeintlich großen Gegner im WM-Rennen, geschlagen. „1:0 für Alonso”, titelte „El Pais”. Vier Testwochen später hat sich das Bild relativiert. Der zweimalige Champion und sein McLaren-Mercedes-Team zählen weiter zum engsten Favoritenkreis, doch Ferrari hat aufgeholt. Mehr noch: Zum Auftakt der Testwoche von Bahrain lagen zwei Ferrari vorn. Dabei werden die letzten Aerodynamikteile erst nächste Woche an die roten Renner geschraubt. Neun Teams haben 18 Autos und 270 Tonnen Material an den arabischen Golf geflogen, um sechs Tage lang ihren Konstruktionen den letzten Schliff zu geben. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Die Rennwagen nähern sich immer mehr dem Stand an, mit dem sie auch in Melbourne an den Start gehen werden. Der erste Tag bei 26 Grad war deshalb schon ein Fingerzeig, wie der Grand Prix von Australien verlaufen könnte. Ferrari wird das Team sein, dass es zu schlagen gilt. Nach Anlaufschwierigkeiten strahlte Felipe Massa: „Das neue Auto ist ein Volltreffer.” Positiv im Interesse einer spannenden WM ist, dass kein Rennstall einen uneinholbaren Vorsprung hat. Die Spitzenteams drängeln sich innerhalb einer halben Sekunde. Vorne streiten sich Ferrari und McLaren-Mercedes um den Tagessieg. Weltmeister Renault hadert noch mit zu hohen Reifentemperaturen. „Wir kriegen das in den Griff. Das Auto funktioniert”, versicherte Alonso-Ersatz Heikki Kovalainen. Die Überraschung ist BMW-Sauber. Die Truppe aus München und Hinwil hat die Top-Teams eingeholt. „Das neue Auto ist ein echter Fortschritt”, sagte Nick Heidfeld. Die Weiß-Blauen werden wohl das Saisonziel nach oben korrigieren müssen. Wenn das neue Getriebe hält, scheinen Siege aus eigener Kraft möglich. „Wir bleiben zu oft stehen”, sorgen sich derzeit Heidfeld und sein Kollege Robert Kubica. Im Verfolgerfeld ringen die Japaner um den Anschluss. Honda mutierte vom Geheimtipp zur Enttäuschung der Wintersaison. „Das Auto ist einfach zu fahren, aber wenn wir auf die Stoppuhr schauen, sind wir zu langsam”, rätselt Jenson Button. Neue Flügel vorne und hinten brachten leichte Besserung. Der Rückstand zur Spitze hat sich halbiert, beträgt aber immer noch sieben Zehntel. Ralf Schumacher beurteilt seinen Toyota skeptisch: „Der erste Eindruck war gut. Der zweite nicht so.” Die rot-weißen Autos rutschen in den Kurven zu viel. Es fehlt noch an Abtrieb und deutlich mehr als eine Sekunde auf die Bestzeit. Williams blieb Bahrain fern. Da das Auto erst Anfang Februar fertig geworden war, wollten die Briten lieber in Europa testen, um bei Ersatzteilmangel näher an der Basis zu sein. Die blau-weißen Autos könnten nach einer Saison voller Pleiten neben BMW der Aufsteiger der Saison werden. Nico Rosberg und Alexander Wurz mischten bei den Tests in Jerez und Barcelona ständig im vorderen Mittelfeld mit. „Wir verlieren nur eine halbe Sekunde auf McLaren”, sagte Technikchef Sam Michael. Von Jeff Morgan, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/07/02/26/sport/formel1/t/rzo316780.html |
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