IVWPixel Zählpixel
NachrichtenSportMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Kino Kino-News Musik Szene Reise Charts Event-Kalender Ticket-Shop
Freitag, 14. Juni 13
[an error occurred while processing this directive]

Klassik auf dem Teller: Neues Geschirr ist zeitlos

Frankfurt/Main - Glücklich ist, wer noch Omas Geschirr im Schrank hat: Denn klassische Stücke sind wieder hoch im Kurs.

Geschirr

Klassische Muster liegen wieder voll im Trend. (Bild: Sandra Cantzler/dpa/gms)

„Qualität und Zeitlosigkeit werden immer wichtiger”, heißt es im Trendbericht der Messe Frankfurt zur Konsumgütermesse „Ambiente”.

Entsprechend sind viele der neuen Teller, Tassen und Gläser gestaltet, angelehnt an Designs aus den zwanziger, fünfziger oder auch sechziger Jahren. Doch im Gegensatz zu früher werden heute kaum noch komplette Services angeboten. Stattdessen geht der Trend zu Einzelstücken oder kleinen Sets.

„Porzellan wird heute analog zu den modernen Ernährungsgewohnheiten gekauft”, sagt Eva Barth-Gillhaus vom Bundesverband für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur (GPK) in Köln. Allen voran hätten die Snack-Kultur und der Asia-Trend ihre Spuren auf deutschen Tischen hinterlassen. „Wenn Gäste kommen, kocht doch heute kaum noch jemand ein Gulasch”, so die Expertin.

Unter der eigens geschaffenen Marke „Vivo” will zum Beispiel das Unternehmen Villeroy und Boch aus dem saarländischen Mettlach genau diese Zielgruppe ansprechen. Die Serie umfasst ein kompaktes Sortiment an Besteck, Accessoires und Geschirr. „Viele Teile sind multifunktionell - dadurch kommt die Serie insgesamt mit relativ wenigen Einzelteilen aus”, erklärt Firmensprecherin Rita Schwaab.

Lieber ausgewählte Einzelteile als einen geschirrtechnischen Rundumschlag bietet auch die Kollektion „Form 2006” von Arzberg-Porzellan aus Schirnding in Bayern. Die Auswahl reicht vom Dipschälchen über Espressotassen bis hin zum großen Gourmetteller.

Mit noch weniger Teilen kommt „Opus” von Kahla Porzellan Thüringen aus: Ganze fünf Stücke umfasst die futuristisch anmutende Kollektion: Drei Platten, eine große und eine kleine Schale. Besonders auffällig: Die Stücke sind zum Teil an Architekturformen angelehnt. „Es gibt den Trend, Teller nicht mehr nur rund zu machen”, sagt Barth-Gillhaus. Gleiches gilt für Schüsseln und Teekannen, wie bei der „Form 2006” gut zu sehen ist.

Bei vielen Designern und Unternehmern ist auch der Trend zu beobachten, dass bestehende Kollektionen durch neue Farben und Dekore ergänzt oder neue Serien genau auf bestehende Programme abgestimmt werden. „Alles soll miteinander kombinierbar sein”, beschreibt Tuija Aalto-Setälä von Iittala das Konzept der Firma aus Helsinki.

Das gilt auch für das neue Dekor „Taika”, das von japanischen und osteuropäischen Zeichentrickfilmen inspiriert ist. Die bunten Becher und Tassen sollen neuen Schwung in das schon vorhandene Geschirr bringen. „Es geht ja nicht darum, immer nur neue Sachen zu kaufen, sondern die alten zu behalten”, erklärt Aalto-Setälä.

„Mix and match” nennen die Fachleute diesen Trend zum Mischen von Alt und Neu, von schlichtem weißen Porzellan mit farbigen Verwandten. Mehr als 230 Jahre alt ist zum Beispiel die blumengemusterte „Musselmalet”-Serie von Royal Copenhagen aus Dänemark - sie hat jetzt ein hochmodisches neues Outfit in Schwarzweiß bekommen. Ebenfalls mit einem modernen Schwarzweiß-Muster wurde der Bauhaus-Klassiker „TAC” von Rosenthal Porzellan aus dem bayrischen Selb versehen.

Noch weiter gingen die Designer bei Fürstenberg Porzellan, die die gut 50 Jahre alte Geschirrserie „Fürstin” als „Victoria Luise” neu interpretieren ließ. Die am Bauhaus orientierten Formen des Porzellans kombinierte die Designerin Clarissa Dreier mit einem Dekor, das von Kupferstichen aus dem 16. Jahrhundert inspiriert ist. „Hohe Schule” taufte sie das Ergebnis, das ein wenig höfische Atmosphäre auf moderne Tische bringt. Von Sandra Cantzler, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/03/28/magazin/t/rzo323893.html
Montag, 26. März 2007, 10:18 © RZ-Online (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum    

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet

Sudoku

Kino
Event-Kalender
Kino-Memo-Quiz
Kino-Memo-Quiz
Doppelkarten für Koblenz
oder Mainz zu gewinnen!
Druckversion