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Freitag, 14. Juni 13
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Wenn Bad und Schlafzimmer verschmelzen

Hornberg/Vlotho - Einfache Bäder haben ausgedient - jedenfalls in den neuen Angeboten vieler Hersteller: In Zukunft wird aus der fensterlosen kleinen Kammer zum Waschen und Zähneputzen ein komfortabler Wohnraum, der dem Rückzug und der Entspannung dient.

Doppelbadewanne

Die Doppelbadewanne macht das Bad zum Genuss. (Bild: Kaldewei/dpa/gms)

In vielen Bädern von morgen wird es nach dem Willen der Designer auch keine klare Trennung von Bad und Schlafzimmer mehr geben. Wird das Bad offener gestaltet, müssen die Sanitäreinrichtungen Funktionalität mit wohnlichem Design verbinden. „In großzügigen Bädern werden Badewannen und Pools meist frei im Raum aufgestellt”, sagt Andrea Albrecht vom Hersteller Duravit im saarländischen Hornberg. Zum gemütlichen Wohnraum wird das Bad, wenn Sanitärkeramik mit Holz kombiniert wird. Badewannen lassen sich beispielsweise mit edlen Hölzern verkleiden. Auf massiven Holzplatten - sie werden in der Wand verankert - können Aufsatzwaschtische Platz finden. Auch Sanitärmöbel sorgen für Atmosphäre. „Holz macht das Bad einfach wohnlicher als lediglich Keramik”, resümiert die Expertin.

Mit Holz verkleidet ist der Pool „Blue Moon”, den der Designer Jochen Schmiddem für Duravit entworfen hat. Der Pool hat einen quadratischen Grundkörper von 140 mal 140 Zentimetern, der ein kreisrundes Wasserbecken enthält. „Durch eine Eintauchtiefe von 53 Zentimetern und einer Füllmenge von knapp 520 Litern schwebt der Benutzer nahezu schwerelos im Wasser und kann immer wieder eine neue Position einnehmen”, sagt Albrecht. Ausgestattet werden könne der Pool zusätzlich mit einem Whirlsystem. Durch ein Farblichtmodul lasse sich das Wasser in verschiedene wählbare Farben tauchen.

Eine durchsichtige, gläsern wirkende Badewanne in Rot, Blau und Weiß präsentiert der Hersteller Koralle aus dem nordrhein-westfälischen Vlotho. „Die in einem Edelstahlgestell ruhende Badewanne „Rossovivo„ ist vor allem für das freie Aufstellen in Lofts oder großzügigen Wohnungen gedacht”, sagt Sprecher Wolfgang Riedel. In die Badewanne könne auch ein Airpool-System eingebaut werden.

Eine völlige Verschmelzung von Bad und Schlafzimmer wird sich nach Ansicht von Marcus Möllers vom Hersteller Kaldewei im nordrhein-westfälischen Ahlen nicht durchsetzen. „Beim Einfamilienhausbau gibt es aber die Tendenz, Elternschlafzimmer und Bad miteinander zu verbinden.” Als Abtrennung diene manchmal eine große Schiebetür.

Um auch zu zweit entspannt ein Bad genießen zu können, hat Kaldewei die Doppelbadewanne Plaza Duo entwickelt. Das Modell, das auf der Sanitärmesse ISH vorgestellt wurde, bietet die Möglichkeit, Seite an Seite zu baden. „Viele Paare beschreiben dies als die ideale Form des gemeinsamen Badegenusses”, sagt Möllers.

In Bädern, die als Wohnraum und Wohlfühlraum konzipiert sind, wirken Toiletten störend. Deswegen hat der Hersteller Villeroy & Boch aus dem saarländischen Mettlach die WC-Bank „SmartBench” entwickelt. „Auf den ersten Blick wirkt die Toilette wie ein Holzbank”, sagt Kristina Schulz von dem saarländischem Hersteller. Erst beim Aufklappen des Sitzmöbels komme das WC zum Vorschein, mit einem auf das Holz der Bank abgestimmten Toilettensitz. Toilettenpapierrollen und Bürste seien in eine mattierte Glasplatte im Möbel integriert.

„Für den italienischen Architekten und Designer Antonio Citterio, der das Bad- und Raumkonzept Axor Citterio entworfen hat, gehören Toilette und Bidet grundsätzlich nicht in einen Wohlfühlraum”, sagt Carsten Tessmer vom Hersteller hansgrohe im baden-württembergischen Schiltach. Der mit Badewannen, Whirlpools und Duschen als Wohnraum gestaltete Badbereich müsse strikt von Toilette und Bidet abgetrennt werden. Der Mailänder Architekt plädiert zudem für Fenster im Wohlfühl-Bad: „Der Blick nach draußen ist Luxus und wertet es auf.” Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/03/28/magazin/t/rzo323895.html
Montag, 26. März 2007, 9:17 © RZ-Online (NewsDesk)
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