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Freitag, 30. März 07

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Gel, Wachs oder Paste: Neue Stylingprodukte fürs Männerhaar

Gel oder Wachs? Diese leichte Entscheidung war gestern. Heute ist das Begriffs-Wirrwarr groß: „Styling-Cream”, „Mattpaste” oder „Jelly Gel” buhlen um die Gunst des Kunden, der seine Haare in Form bringen will.

Gel, Wachs oder Paste: Neue Stylingprodukte formen das Männerhaar

Bei neuen Styling-Produkten herrscht Begriffschaos. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

Im Trend liegen neue Produkte, die die Vorteile von Gel und Wachs vereinen sollen: Sie geben dem Haar Stand, bleiben aber flexibel. Gerade für Männer mit eher kurzen Haaren ist das Styling damit einfacher geworden.

„Früher gab es immer zwei Tuben oder Töpfe: Gel oder Wachs”, sagt Kai-Uwe Dalichow von der Berliner Friseur-Innung. „Heute gibt es beide Produkte zusammengemischt - das gibt Glanz, Stand und bleibt geschmeidig.” Vor allem für Träger aktueller Stehfrisuren sind die neuen Pasten deshalb empfehlenswert.

Der „Struwwel-Look” sei schon seit einiger Zeit en vogue - das habe die Verbreitung der Stylingpasten forciert, sagt Birgit Huber vom Industrieverband Friseurbedarf in Frankfurt. Vor allem jüngere Männer nutzen die Produkte, heißt es etwa bei Wella in Darmstadt. „Das war bei der Handball-WM ja prima zu sehen”, sagt Sprecherin Carola Wacker-Meister.

Im Prinzip sind die neuen Produkte aber für alle kurzen, fransigen Haarschnitte geeignet - auch für Frauen, sagt Marga Abromeit, Friseur-Weltmeisterin aus Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen). Und sogar längere Haare ließen sich damit formen: Die Paste eigne sich gut zum Hervorheben von Stufen in Pagenköpfen. „Selbst wenn das Produkt schon länger im Haar ist, kann man unkompliziert umstruwweln”, so Dalichow.

Bei den neuen Produkten überwiegt meist entweder der Gel- oder der Wachs-Anteil und gibt ihnen den jeweiligen Charakter. „Oft ist der Name aber verwirrend. Verbraucher müssen genau gucken”, sagt Kai-Uwe Dalichow. Mit „Struktur, die formbar bleibt” bewirbt etwa Wella seine „Messy Matte Paste Évokatif disobedient” aus der Linie Sebastian.

Aber auch die anderen großen Unternehmen bieten Produkte an, mit denen die Haare formbar bleiben sollen. „Flexiblen Halt” versprechen die Produkte der Serie „got2b” von Schwarzkopf in Düsseldorf. So soll das Styling-Gelee „Gummikleber” festen Halt „wie Zement”, aber auch die Flexibilität von Gummi geben.

L'Oréal in Düsseldorf hat mit dem „Studio Line Indestructible Gel” ein Produkt aufgelegt, das „extreme Fixierung” bei „elastischem Widerstand” verspricht. Ob man sich im Laufe des Tages einen Pullover überstreift oder auf dem Weg zur Arbeit eine Mütze trägt: Das Haar „springt in die gestylte Form zurück”, heißt es auf der Tube.

Insgesamt sei das Styling aber nicht unbedingt leichter geworden, sagt Dalichow: „Die meisten nehmen viel zu viel.” Am besten probiert man aus, wie viel zur eigenen Frisur passt, rät Abromeit. Die Paste wird dabei zwischen den Handflächen verrieben und dann von innen nach außen in die Haare gegeben: „Stand und Fülle kommt von den Ansätzen”, erklärt Dalichow.

Vor allem Männer mit feinem Haar haben mit solchen Produkten neue Möglichkeiten, der Frisur Glanz und Festigkeit zu verleihen. Denn für sie ist meist weder Gel noch Wachs das Richtige. Wachs sei vor allem für starkes Haar geeignet, denn es brauche wenig Festigung, aber Glanz, sagt Dalichow. Auch Gel helfe Männern mit sehr feinen Haaren meist wenig. „Das fällt dann einfach zusammen, und Sie haben nur diesen Nass-Look. Dabei wollen Sie ja akzentuieren!” Von Thorsten Wiese, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/03/30/magazin/szene/t/rzo319316.html
Mittwoch, 07. März 2007, 11:08 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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