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Archiviert am
Freitag, 30. März 07 |
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Kosmetik: Trend zur Natürlichkeit Düsseldorf - Schminke ja - aber bitte dezent: Der Trend bei der Kosmetik geht zur Natürlichkeit.
Das wird bei der Fachmesse „Beauty International” in Düsseldorf deutlich, wo mehr als 1000 Aussteller Neuheiten aus den Bereichen Kosmetik und Wellness zeigen. „Immer mehr Kundinnen wollen frisch und gut aussehen, und nicht so, als wären sie in einen Farbtopf gefallen”, sagt Angelika Baur-Schermbach, Fachbereichsleiterin Beauty und Körperpflege beim Deutschen Wellness Verband. „Ein leichtes Make-up, ein bisschen Puder und ein helles Lipgloss, das reicht vielen Frauen schon aus.” „Die Kundinnen möchten nach dem Besuch bei der Kosmetikerin oft gleich zum Einkaufen oder ins Büro gehen”, sagt Baur-Schermbach. Dementsprechend zurückhaltend präsentieren sich die Farben in diesem Frühjahr und Sommer: Grün in allen Schattierungen, Violett und Rosé sind beim Make-up angesagt - solange diese Töne zum Farbtyp der Kundin passen. Die Lippen werden durch glänzendes Apricot oder Rosé betont. „Kräftigere Farben legt man allenfalls am Abend auf. Dann darf es bei Lippen und Nägeln gerne ein tiefes Dunkelrot sein”, erläutert Baur-Schermbach. Rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland gehen regelmäßig zur Kosmetikbehandlung. 90 Prozent davon seien Frauen, sagt der Projektleiter der „Beauty International”, Helmut Winkler. Der Markt mit der Schönheit wächst rasant: Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der Schönheitsinstitute - Kosmetikeinrichtungen, Nagelstudios, Spas und Fußpflegepraxen - um fünf Prozent auf rund 60 000. Sie erwirtschafteten einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Euro. Fachleute sehen das Wachstum der Branche nicht nur positiv. Sie fordern vor allem eine einheitlich geregelte Ausbildung zur Kosmetikerin. „Der Beruf ist nicht geschützt, jeder kann sich als Kosmetikerin niederlassen - und das, obwohl sie an einem so sensiblen Bereich wie der menschlichen Haut arbeitet”, bemängelt etwa der Biochemiker Prof. Michael Schmidt von der Universität Hannover. Die zunehmenden Angebote aus dem Bereich der so genannten medizinischen Kosmetik sind nach Ansicht von Schmidt vielfach ein bloßes „Marketing-Instrument”. Spezielle Behandlungsverfahren oder Produkte, die angeblich oder tatsächlich in enger Zusammenarbeit mit Medizinern entwickelt worden sind, böten Herstellern, Kosmetikerinnen und Ärzten große Marktchancen. Aktuelles Beispiel sei eine noch nicht zugelassene Creme, die Azelainsäure enthält - einen in Arzneimittel-Wirkstoff, der zur Behandlung von Akne eingesetzt wird. Der Hersteller habe den Wirkstoff nun so weit verdünnt, dass das Produkt jetzt eine Chance auf Zulassung als Körperpflegeprodukt habe. Den Verbrauchern aber werde der Eindruck vermittelt, dass die Creme gegen Akne hilft. Von Petra Albers, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/07/03/30/magazin/szene/t/rzo323362.html |
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