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Archiviert am
Freitag, 30. März 07 |
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Marzipan-Küken, Schokohäschen und Hefezöpfe Zella-Mehlis/Weinheim (dpa/gms) - Hefezöpfe, Osterlamm oder Marzipan-Küken: Zu Ostern können sich Hausfrauen und Konditoren mal wieder richtig austoben.
Den Variationen sind keine Grenzen gesetzt. Alles, was gefällt und möglichst bunt ist, wird gebacken. Deftig darf es sein - Kalorien zählen ist zu Ostern tabu. Denn nach dem Ende der Fastenzeit gilt: Alles, was schmeckt, darf die Kaffeetafel zieren. „Regional gibt es überall Spezialitäten”, sagt Konditormeister Lothar Otto aus Zella-Mehlis (Thüringen). Während das mit Eigelb bestrichene Osterbrot nahezu in der ganzen Republik bekannt sei und gebacken werde, seien die Thüringer Fans eines besonderen Kuchens. „Das ist ein Blechkuchen mit einer speziellen Rahmdecke, vorwiegend aus Schmand und Zucker”, erläutert Otto. Besonders beliebt für die Nachmittagsstunden des Kirchenfestes sei auch der Baumkuchen, der mit bunten Eiern verziert mal ganz anders daherkommt. Spezialität des Fachmanns seien allerdings seine extravaganten Osterpralinen. „Diese Halbschalen, die aus besonderer Schokolade sind, werden mit Alkohol und Marzipan gefüllt”, sagt Otto. Der Klassiker unter den Ostergebäcken ist aber der Osterzopf aus Hefeteig, meint Karla Ahrens vom Landesverband der Hauswirtschaftsmeisterinnen und Fachkräfte in Hamburg. „Hefegebäck ist frisch, duftig und leicht herzustellen.” Osterzöpfe lassen sich als Kranz formen, und „dann kann man gefärbte Eier reinlegen”, sagt Ahrens. Wem das Backen mit Hefe zu schwierig erscheint, sollte es mit einem normalen Rührteig probieren. „Es gibt Backformen in Lammform oder als Osterhase. Da kommt der Rührteig rein und wird ausgebacken.” Auch Hobbybäcker sollten sich Konditor Otto zufolge dennoch mal an einem Hefeteig probieren. Für gutes Gelingen sei die Temperatur der Milch entscheidend, die der Hefe beigemengt wird. „Die günstigste Vermehrung der Hefe ist bei 37 Grad. Wenn die Milch zu heiß ist, wird die Hefe absterben.” Nach Wunsch könnten Rosinen, Zitronat oder Orangeat hinzugegeben werden. Aus dem Teig werden neben Kränzen auch Häschen und Küken geformt oder Plätzchen ausgestochen. Fast so aufwendig wie Hefeteige sind Biskuit- oder Wienergebäcke, meint Albrecht Keppler von der Bundesfachschule des Bäckerhandwerks in Weinheim (Baden-Württemberg). Ohne eine schnelle Küchenmaschine sei die Hausfrau aber aufgeschmissen, denn das richtige Aufschlagen der Teigmasse sei wichtig für die Qualität des Gebäcks. „Eier und Zucker schaumig rühren, dann mit Mehl und Weizenstärke mischen und mit flüssiger Butter anreichern, in die Lammform und backen.” Dann mit Zucker abpudern - und fertig sei das traditionelle Lamm. Auf eine Ostertafel gehört für Keppler neben Zöpfen und Kränzen auch das Osterbrot. Aber auch selbst gegossene Schokohasen und bunte Eier dürften nicht fehlen. In manchen Regionen seien Plundergebäcke der Renner. Eine besondere Spezialität in Süddeutschland seien Zuckerhasen. Die Naschvorlieben der Deutschen zu Ostern unterscheiden sich nach Angaben von Kulturwissenschaftler Rainer Wehse aus München vor allem nach evangelischen und katholischen Regionen. „Ostergebäcke sind zumeist mit katholischen Gebieten verbunden.” Ob Oster-Muffins, Häschen im Tontopf oder Eierschnecken - „wenn man die Rezepte einhält und richtig rührt, kann fast nichts schief gehen”, sagt Konditor Otto. Von Angelika Röpcke, dpa dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/07/03/30/magazin/szene/t/rzo324922.html |
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