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Freitag, 14. Juni 13
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Britisches Wrack dicht vor dem Ufer des Laacher Sees:

Lage des Bombers lange bekannt

Maria Laach - Im Laacher See liegen Bomben aus dem Zweiten Welt­krieg - und sie können auch heute noch explo­die­ren. Aus­gerech­net im Laacher See, den viele Men­schen so gerne zum Tret­boot­fah­ren und Baden nutzen.

laachersee.jpg

Ganz nah am Ufer des Laacher Sees soll das Wrack des bri­tischen Bombers liegen. Nach dem Krieg ragten noch Teile der Maschine aus dem Wasser - Kinder aus dem Örtchen Bell (Kreis Mayen-Koblenz) nutzten sie gern als Turn­gerät.

Die Luftschlacht zwischen dem Halifax-Bomber und dem deut­schen Abfang­jäger tobte am 29. August 1942 um Mit­ter­nacht. Was geschah damals genau? Die Rhein-Zei­tung hat weitere Details her­aus­gefun­den: Die bri­tische Maschine war im Anflug auf Nürn­berg, um dort ihre Bom­ben­last abzu­wer­fen. Um 0.10 Uhr wurde sie von dem deut­schen Jäger in 3000 Meter Höhe abge­schos­sen. Die Halifax ging in Flammen auf, als sie sich gerade über der "Hohen Acht" befand. Die Maschine stürzte in den Laacher See, nahe der eins­tigen Fuchs­farm.

Jungs tollten auf dem Wrack herum

Ist der Absturzort bekannt? "Natürlich! Nach dem Absturz haben ja noch das Höhen- und Sei­ten­leit­werk des Bombers aus dem See gerag­t", berich­tet Karl Schnei­der aus Bell am Laacher See. "Wir Jungs haben nach dem Krieg oft auf dem Wrack her­umge­tollt. Naiv und neu­gie­rig wie wir waren, haben wir den Flieger wie ein Klet­ter­gerüst genutzt. Im Winter, wenn der See zuge­fro­ren war, konnten wir unter dem Eis sogar die Pilo­ten­kan­zel erkennen."

Der 75-jährige Hobbyhistoriker erinnert sich genau an die Stelle, wo das Wrack des Bombers im Laufe der Jahre im See ver­sun­ken ist: "Die Flug­zeug­teile liegen etwa 400 Meter ent­fernt vom Kloster Maria Laach und etwa 15 Meter ent­fernt vom Ufer - genau zwi­schen den beiden Boots­ste­gen. An dem einen machen die Angler ihre Kähne fest, der andere wird vom Kloster für den Boots­ver­leih genutzt."

Bundesgrenzschutz-Taucher fanden keine Bomben

Im Februar 1981 haben Taucher des Bundesgrenzschutzes den Boden des Sees abge­sucht. Einer von ihnen erin­nert sich: "Wir sind einen Meter über dem Grund getaucht und haben unzäh­lige Wrackstü­cke ent­decken können. Aber wir konnten nicht fest­stel­len, ob da unten noch Bomben lie­gen." Das Problem war die dicke Schlamm­schicht, die sich in den Jahren über die Stahl­teile gelegt hatte: "Man konnte die Teile nur sche­men­haft erkennen."

Die Untersuchung wurde damals bald beendet. Wegen der vielen gefundenen Wrack­teile ging die Bezirks­regie­rung Koblenz davon aus, dass der Flieger und die Bomben beim Auf­prall auf das Wasser explo­diert waren. Dies bezwei­feln heute jedoch Exper­ten. "Man muss unbe­dingt noch­mals prüfen, ob die Bomben auf dem Grund des Sees lie­gen", fordert Horst Lenz, Leiter des Kampf­mit­tel­räum­diens­tes des Landes.

Klarheit gefordert

Die Menschen wollen jetzt schnell Klarheit: Liegen noch Bomben im Laacher See - ja oder nein? Bleibt zu hoffen, dass die Nach­for­schun­gen mit dem "Side-Scan-Sonar", die von der Struk­tur- und Geneh­migungs­direk­tion Nord in Koblenz angekün­digt wurden, neue Erkennt­nisse bringen.

Hartmut Wagner (RZ); Fotomontage: RZO

Mehr zum Laacher See im Lexikon

Rhein-Zeitung vom 31.03.2007, Seite 44.


http://rhein-zeitung.de/on/07/03/31/rlp/r/regio-1.html
Samstag, 31. März 2007, 11:15 © RZ-Online (jo)
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