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Freitag, 14. Juni 13

Aalen - Der FC Ingol­stadt hat die Erfolgs­serie des VfR Aalen in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd gestoppt. Die Mann­schaft von Trainer Jürgen Press setzte sich bei den Aale­nern am Frei­tag­abend mit 1:0 (1:0) durch. Vor 2015...

El­vers­berg - Die SV Elvers­berg hat ihren Auf­wärt­strend in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd durch einen 2:0 (1:0)-Sieg gegen den SV Darm­stadt fort­gesetzt. Am Frei­tag­abend ging die seit fünf Partien unge­schla­gene Hei­mel­f...

Mainz/Gins­heim - Ein seit sieben Tagen ver­mis­ster Mann aus Mainz ist im hes­sischen Gins­heim-Gustavs­burg tot auf­gefun­den worden. Seine Familie hatte den 66-Jäh­rigen, der ärzt­licher Hilfe bedurf­te...

Kai­sers­lau­tern - Der 1. FC Kai­sers­lau­tern hat auch das zweite Spiel unter Inte­rims­trai­ner Funkel gewon­nen und seine Mini­mal- Chance auf die Rück­kehr in die Bun­des­liga gewahrt. Am 30. Zweit­liga- Spiel­tag kamen die...

Bad Ems (dpa/lr­s)  Mit der Aus­stel­lung „Return to sender” hat das Künst­ler­haus Schloss Bal­moral in Bad Ems am Freitag die dies­jäh­rige Saison eröff­net.

Neu­stadt­/Wein­straße (dpa/lrs) - Auf der Abschluss­gala des 21. Kri­mifes­tivals Cri­minale werden morgen (Sams­tag/18.00) im pfäl­zischen Neu­stadt die Fried­rich-Glau­ser-Preise 2007 ver­lie­hen.



Die Regen­ten: Mit Kurt Beck ins dritte Jahr­tau­sen­d

Sieben Lan­des­väter in 60 Jah­ren

Rhein­land-Pfalz - Sieben Minis­ter­prä­siden­ten regier­ten Rhein­land-Pfalz in den ver­gan­genen 60 Jahren. Die einen ver­schaff­ten dem Land durch viel­fäl­tige Refor­men neuen Glanz, die anderen blieben nicht mehr als eine Polit-Epi­sode.

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Diese CDU-Mi­nis­ter­prä­siden­ten lei­teten von 1947 bis 1991 die Geschi­cke unseres Bun­des­lan­des: oberes Foto von links: Peter Alt­meier, Bern­hard Vogel und Helmut Kohl; unten links: Wilhelm Boden; unten rechts: Carl-Lud­wig Wagner.

Nach­fol­gend stellen wir die sieben Minis­ter­prä­siden­ten unseres Landes vor. Wie sahen die für ihre Regie­rungs­zeit typi­schen Verän­derun­gen aus, wie die Bedeu­tung, die sie in der bun­des­poli­tischen Szene erlangt haben?

Wil­helm Boden (* 5. März 1890 in Grum­bach, Kreis Kusel, † 18. Oktober 1961 in Birn­bach, Kreis Alten­kir­chen): Bereits im Dezem­ber 1946 wird Wilhelm Boden von den franzö­sischen Besat­zungs­behör­den zum pro­viso­rischen Minis­ter­prä­siden­ten des neuen Bun­des­lan­des ernannt. Bei der ersten Land­tags­wahl am 18. Mai 1947 erreicht die CDU zwar nicht die abso­lute Mehr­heit, wird aber zur stärks­ten Frak­tion. Eine Koali­tion lehnen die Sozi­alde­mokra­ten, die in der Pfalz mehr als 41 Prozent holen, ab. Grund: Während des Wahl­kamp­fes wird ein Schrei­ben publik, in dem Boden - aller­dings schon 1945 - auf poli­tische Gefah­ren durch Ver­trie­bene hin­weist und sich gegen die Auf­nahme evan­geli­scher Flücht­linge in katho­lischen Bezir­ken aus­spricht. Boden wird zwar zum Minis­ter­prä­siden­ten gewählt, bewegt sich aber auf dünnem Eis. Nach 27 Tagen tritt er zurück.

Peter Alt­meier (* 12. August 1899 in Saar­brü­cken, † 28. August 1977 in Koblenz): Am 9. Juli 1947 wird Peter Alt­meier ein­stim­mig zum Nach­fol­ger von Boden gewählt. Das Kabi­nett besteht aus allen im Landtag ver­tre­tenen Par­teien. Am 14. Dezem­ber 1949 ersetzt eine Große Koali­tion aus CDU und SPD das alte Regie­rungs­bünd­nis. Von 1951 bis 1971 regiert eine CDU/FDP-Koali­tion - trotz abso­luter CDU-Mehr­heit. Alt­meier leitet das Land in einer Zeit des Kamp­fes, in dem die Sorgen der Bürger um die Bewäl­tigung des Alltags im Vor­der­grund stehen. Er schafft den Spagat zwi­schen einer starken Inter­essens­ver­tre­tung des Landes und der Aus­ein­ander­set­zung mit der franzö­sischen Besat­zungs­macht. Das Militär spielt in seiner Regie­rungs­zeit eine wich­tige Rolle: Zuerst beein­flus­sen die Stel­lun­gen der aus­län­dischen Streit­kräfte die Ent­wick­lung des Landes, später auch die Bun­des­wehr. 1956 bezie­hen die ersten Sol­daten die Kaserne in Ander­nach. Zu den wich­tigs­ten Maß­nah­men in seiner Amts­zeit zählen die Kana­lisa­tion der Mosel und die Ansied­lung des ZDF in Mainz. Am 18. Mai 1969 tritt Alt­meier nach knapp 22 Jahren zurück.

Hel­mut Kohl (* 3. April 1930 in Lud­wigs­hafen): Seit 1966 ist Kohl Lan­des­vor­sit­zen­der der CDU und damit poten­ziel­ler Nach­fol­ger von Peter Alt­meier. Er stößt das Tor zu einer moder­nen Ent­wick­lung des Landes auf. Die Gebiets­reform 1969/70 sorgt für größere Ver­wal­tungs­ein­hei­ten (nur noch drei Regie­rungs­bezirke: Koblenz, Rhein­hes­sen-Pfalz, Trier), behält aber die Eigenstän­dig­keit der Ort­schaf­ten weit­gehend bei. Kohl refor­miert die Bil­dung, baut zentral gele­gene Mit­tel­punkt­schu­len aus und sorgt für die Grün­dung der Uni­ver­sität Trier-Kai­sers­lau­tern. Sein Kul­tus­minis­ter heißt Bern­hard Vogel. Bei der Bun­des­tags­wahl 1976 tritt Kohl erst­mals als Kanz­ler­kan­didat an und wird Oppo­siti­ons­füh­rer in Bonn. Am 1. Oktober 1982 gewinnt Helmut Kohl das kon­struk­tive Miss­trau­ens­votum gegen den amtie­ren­den Bun­des­kanz­ler Helmut Schmidt. Bis Ende Oktober 1998 hat er den Posten inne und geht als "Kanz­ler der Ein­heit" in die deut­sche Geschichte ein.

Bern­hard Vogel (* 19. Dezem­ber 1932 in Göt­tin­gen): Am 2. Dezem­ber 1976 wird Vogel neuer Minis­ter­prä­sident. In den fol­gen­den zwölf Jahren bringt er das erste Kabel­pilot­pro­jekt in Lud­wigs­hafen auf den Weg, das die Medien­land­schaft ver­ändert. Er for­ciert die Part­ner­schaf­ten mit Städten und Ländern in aller Welt und "er­fin­det" 1984 den Rhein­land-Pfalz-Tag. Bei der Land­tags­wahl 1987 ziehen die Grünen erst­mals in das Par­lament ein, die CDU ver­liert ihre abso­lute Mehr­heit - zum ersten Mal nach 16 Jahren. Als es auf dem Lan­des­par­tei­tag am 11. Novem­ber 1988 zum Macht­kampf zwi­schen Bern­hard Vogel und Hans-Otto Wilhelm kommt und Letz­terer zum Vor­sit­zen­den der CDU gewählt wird, wirft Vogel das Hand­tuch. Mit den legen­dären Worten "Gott schütze Rhein­land-Pfalz" beendet er seine Rede und kündigt für den 2. Dezem­ber seinen Rück­tritt an. Nach dem Fall der Mauer steigt Vogel im Frei­staat Thürin­gen in den Ring und führt das Bun­des­land bis 2003.

Carl-Lud­wig Wagner (* 9. Januar 1930 in Düs­sel­dor­f): In der Zeit vom 8. Dezem­ber 1988 bis zum 21. April 1991 führt Wagner die Reform von beste­hen­den Orga­nisa­tio­nen fort und sorgt für die wirt­schaft­liche Wei­ter­ent­wick­lung des Landes. Viel Zeit bleibt ihm dazu nicht. Bereits bei den Kom­munal­wah­len 1989 ist die SPD die stärkste Partei, bei der Land­tags­wahl am 21. Mai 1991 setzt sich ihr Auf­wärt­strend fort: Die SPD gewinnt 6 Prozent hinzu, die CDU ver­liert 6,4 Prozent - und damit die Macht im Land. Eine SPD/FDP-Koali­tion regiert in der Folge das Lan­d.

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Mi­nis­ter­prä­sident Kurt Beck (links) und sein Vor­gän­ger Rudolf Schar­ping beim poli­tischen Ascher­mitt­woch der SPD 1996.

Ru­dolf Schar­ping (* 2. Dezem­ber 1947 in Nie­derel­bert, Wes­ter­wald­kreis): Erst­mals seit 44 Jahren stellt die SPD einen Minis­ter­prä­siden­ten. Zu Schar­pings Haupt­auf­gabe zählt, die Pro­bleme durch den Abzug der alli­ier­ten Truppen zu lösen und neue Betriebe für die betrof­fenen Regio­nen zu gewin­nen. Bereits nach knapp drei­ein­halb Jahren im Mainzer Landtag zieht es Schar­ping in die große Poli­tik. 1993 wird er Bun­des­vor­sit­zen­der der SPD, benennt Kurt Beck zu seinem Nach­fol­ger als Minis­ter­prä­siden­ten und ver­liert am 16. Oktober 1994 gegen Helmut Kohl bei der Wahl zum Bun­des­kanz­ler. Von Oktober 1998 bis Juli 2002 ist Schar­ping Ver­tei­digungs­minis­ter. Unter seiner Führung ist die Bun­des­wehr erst­mals an einem Kriegs­ein­satz betei­ligt - im Kosovo. Wegen diver­ser Affären wird er kurz vor der Bun­des­tags­wahl 2002 ent­las­sen und widmet sich seit März 2005 als Prä­sident des Bundes Deut­scher Rad­fah­rer unter anderem dem Kampf gegen Doping.

Kurt Beck (* 5. Februar 1949 in Bad Ber­gzabern, Kreis Süd­liche Wein­straße): Seit dem 20. Oktober 1994 leitet Kurt Beck die Geschi­cke des Landes. 1996 und 2001 wird er wie­der­gewählt und koaliert mit der FDP. 2006 erreicht die SPD ihr bestes Ergeb­nis seit der Grün­dung des Landes. Die abso­lute Mehr­heit von 45,6 Prozent reicht zum allei­nigen Regie­ren. Beck führt das Land vom zweiten ins dritte Jahr­tau­send, setzt die Kon­ver­sions-Pläne fort, hat aber vor allem eine Aufgabe zu bewäl­tigen: die stei­gen­den Arbeits­losen­zah­len zu bekämp­fen. Nach dem über­raschen­den Rück­tritt von Matt­hias Platzeck steigt Kurt Beck am 14. Mai 2006 zum Par­tei­vor­sit­zen­den der SPD auf. Er wird als heißer Kanz­ler­kan­didat für die Bun­des­tags­wahl 2009 gehan­del­t.

Birgit Rom­mel


http://rhein-zeitung.de/on/07/04/20/rlp/r/regio.html
Freitag, 20. April 2007, 09:02 © RZ-Online GmbH (aj)
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