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Mittwoch, 25. April 07

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Trendvlies und kräftige Farben - Die Tapete kehrt zurück

Frankfurt/Main - An Tapeten scheiden sich die Geister.

Tapete

Vliestapeten sollen lebendige Akzente setzen. (Bild: Erfurt Trendvlies/dpa/gms)

Denn obwohl nur wenige ganz ohne Tapete leben, ist und war das Verhältnis von Architekten, Intellektuellen und Normalbürgern zu dieser Art von Wandgestaltung nicht immer unbelastet.

Von Oscar Wilde (1854-1900) etwa wird berichtet, dass er die gemusterten Wände seines Pariser Hotels nicht mochte. Kurz vor seinen Tod soll der Dichter gesagt haben: „Entweder geht diese scheußliche Tapete - oder ich.” Auch in den vergangenen Jahren dominierten in modernen Wohnungen eher die tapetenlosen Wände - inzwischen aber scheint sich das zu ändern.

Der Trend gehe klar zu kräftigen Farben und dekorativen Mustern, sagt Klaus Kunkel, Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts in Frankfurt. Gerade junge Leute, deren Eltern in Wohnungen mit weißen Wänden „wie in Galerien leben”, setzten wieder auf die bunte Wandgestaltung.

Tapeten haftet der Ruf bürgerlicher Behaglichkeit und Spießigkeit an. Dennoch haben sich auch Architekten und Designer immer wieder mit Tapetendesign auseinandergesetzt. Am Bauhaus beispielsweise wurden schon 1929 zurückhaltend gemusterte Entwürfe mit der Tapetenfabrik Rasch aus Bramsche (Niedersachsen) als „Siedlungstapeten” auf den Markt gebracht. Diese Tradition führt das Unternehmen seit Jahren mit neuen Bauhaus-Kollektionen fort - ganz neu ist die Kollektion 2009. „Selten zuvor war eine Bauhaus-Tapetenkollektion so nah an den Ursprüngen des Bauhaus-Gedankens orientiert und zugleich so modern wie diese”, sagt Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archivs und Museums für Gestaltung in Berlin.

Das Comeback der Tapeten machen auch angesagte Designer möglich. „Mehrere exklusive Tapeten-Kollektionen hat der Modedesigner Ulf Moritz entworfen”, sagt Dieter Buhmann, Geschäftsführer der Marburger Tapetenfabrik aus Kirchhain (Hessen). Zur diesjährigen Heimtextil-Messe in Frankfurt sei die neue Pearl Collection vorgestellt worden mit großformatigen Blüten und abstrakten Mustern, angeregt von der Formensprache der Gotik, des Barocks und des Jugendstils. Ein Blickfang der Kollektion ist eine mit roten Perlchen besetzte Tapete auf schwarzem Fond.

„Neben solchen sehr exklusiven Kollektionen sind in diesem Jahr bei vielen Tapeten kräftiges Himmelblau und helles Grün die Modefarben”, sagt Kunkel. Daneben seien auch Brauntöne, wie sie einst niederländische alte Meister bevozugten, angesagt.

„Wände mit gemusterten Tapeten in Aqua- und Brauntönen, aber auch in Schwarz-Weiß sind 'in'”, sagt Elke Pfeiffer vom Hersteller Rasch. Damit jedoch ein Raum nicht durch die Tapeten überladen wirkt, gebe es zu Mustertapeten abgestimmte Unitapeten. En vogue sei es, mit Mustertapeten nur eine so genannte Featurewand zu gestalten. Die anderen Wände seien entsprechend neutral gehalten. Solche Dekorationen hätten seit einiger Zeit wieder großen Erfolg.

Woher der neue Tapeten-Boom kommt, lässt sich nur schwer verfolgen. Andrea Kersten vom Tapeten-Hersteller A.S. Création aus Gummersbach vermutet, dass Filmausstattungen mit trendige Tapeten, die in Telenovelas und TV-Soaps auftauchen, zum Comeback beigetragen haben. Gern verwendet würden die trendigen Tapeten auch in Bars und Kneipen, die junges Publikum mit einer Wohnzimmer-Atmosphäre locken. Von der In-Kneipe bis zur entsprechenden Gestaltung der eigenen Wohnung sei es dann nur noch ein kleiner Schritt.

Bei den Materialien der neuen Kollektionen dominiert Vlies. „Das neue Material hat mittlerweile einen Marktanteil von über 50 Prozent”, erklärt Kunkel. Es habe den Vorteil, dass es leicht zu verarbeiten ist. Man könne, ohne Weichzeiten einzuhalten, gleich die Wände einkleistern und die Tapeten kleben. Denn Vlies sei so formstabil, dass es sich nicht - wie herkömmliche Tapeten - an der Wand verzieht. Vorteile haben Vliestapeten auch beim späteren Renovieren. Sie lassen sich leicht in großen Stücken abziehen, wie die Hersteller versichern.

Tapetenwechsel mit Vlies gibt es auch für Liebhaber von nicht vorgefertigten Tapeten. Für Heimwerker, die ihre Wände durch Wischen, Tupfen und Lasieren selbst gestalten wollen, bietet der Tapetenhersteller Erfurt jetzt auch strukturierte Kreativtapeten. „Das Trendvlies Crash liefert beispielsweise in Kombination mit Wischtechniken lebendige Effekte an die Wände”, erklärt Marc Lichtenthäler für den Hersteller aus Wuppertal. Mit dem Trendvlies Sisal lassen sich in Verbindung mit schimmernden Lasuren in Gold oder Silber leicht edel wirkende Ergebnisse erzielen. Vlies hat bei solchen Techniken den Vorteil, dass die Wände nicht durch Farbe dauerhaft versiegelt werden. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/04/25/magazin/t/rzo325474.html
Montag, 02. April 2007, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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