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Dienstag, 11. Aug. 20

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Bakterienkiller - Antibiotika nicht zu oft anwenden

Berlin/Köln - Ob als Saft, Creme oder in Tablettenform - fast jeder ist schon einmal mit Antibiotika behandelt worden.

Bakterienkiller

Antibiotika werden seit gut 70 Jahren eingesetzt. (Bild: ABDA/dpa/gms)

Seit mehr als 70 Jahren werden diese Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen eingesetzt.

Schwere Krankheiten wie Tuberkulose oder Cholera, an denen Menschen noch vor 100 Jahren gestorben sind, stellen dadurch hierzulande heute keine Bedrohung mehr da. Aber noch immer gehen viele Patienten nicht richtig mit antibiotischen Mitteln um - meist aus Unkenntnis.

„Klassische Krankheiten, gegen die Antibiotika heute eingesetzt werden, sind etwa Blasen- oder Mandelentzündungen”, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin. Bei einer derartigen Infektion wird das Mittel recht schnell verschrieben, um zu verhindern, dass etwa eine Blasenentzündung zu einer Niereninfektion wird.

Nebenwirkungen kommen nur selten vor. „Antibiotische Mittel werden recht gut vertragen”, sagt Ursula Sellerberg. Da aber während der Einnahme auch Darmbakterien bekämpft werden, kann es hin und wieder zu Durchfall kommen. Wird über einen längeren Zeitraum eine antibiotische Creme angewendet, sind außerdem Hautreaktionen möglich. Zudem ist beim Umgang mit Alkohol Vorsicht geboten. „Es kann zu Wechselwirkungen in der Leber kommen, die die Wirkung des Alkohols verstärken”, sagt Constanze Wendt vom Hygieneinstitut der Universität Heidelberg. Auch die Wirkung der Antibaby-Pille wird möglicherweise beeinträchtigt.

Antibiotika sind Substanzen, die eine Vermehrung von Bakterien verhindern. Gewonnen werden sie auf unterschiedlichste Weise: „Es gibt Naturprodukte wie Penicillin, aber auch rein chemisch hergestellte Mittel”, sagt Ursula Sellerberg. Es wird unterschieden zwischen so genannten Breitband- und Schmalspur-Antibiotika. Erstere wirken gegen viele verschiedene Bakterien gleichzeitig, wohingegen letztere gezielt gegen einzelne Keime eingesetzt werden.

Da über lange Zeit sehr schnell Antibiotika verschrieben wurden, haben manche Bakterien Resistenzen entwickelt, die sie gegen bestimmte Stoffe - vor allem Breitband-Mittel - unempfindlich machen. Um eine weitere Ausbreitung von Resistenzen zu vermeiden, sind antibiotische Arzneimittel in Deutschland nur gegen ärztliches Rezept zu bekommen. „In Spanien etwa sind sie frei erhältlich - die Resistenzrate ist dort viel höher”, weiß Ursula Sellerberg. Außerdem hält die Industrie neu entwickelte Antibiotika so lange wie möglich zurück, damit in Notfällen darauf zurück gegriffen werden kann.

Auch die meisten Ärzte sind inzwischen darauf bedacht, nicht zu früh ein antibiotisches Mittel zu verschreiben. „Besonders bei Kindern behandeln wir eine oberflächliche Entzündung der Nasen-Neben-Höhlen erst einmal mit abschwellenden Nasentropfen”, sagt Michael Deeg, Hals-Nasen-Ohrenarzt aus Freiburg. Ein Antibiotikum kommt in der Regel etwa erst bei einem eitrigen Erguss zum Einsatz. Und auch hier wird gezielt ein geeignetes Mittel gesucht: „Der Abstrich wird im Labor untersucht, um genau auf den Keim hin behandeln zu können.”

Erst einmal geschluckt, wirkt das Antibiotikum in der Regel sehr schnell. „Oft ist man schon Stunden nach der der Einnahme beschwerdefrei”, sagt Ursula Sellerberg. Doch genau hier liegt eine Gefahr, die vielen Patienten nicht bewusst ist: Wird das Mittel zu früh abgesetzt, weil es einem besser geht, kann es sein, dass noch nicht alle Bakterien abgetötet sind. Daher rät die Expertin, das Medikament unbedingt so lange einzunehmen wie vom Arzt verordnet.

Damit einher geht das Risiko, dass Keime durch einen frühzeitigen Therapieabbruch überlebt haben, die bereits gegen ein bestimmtes Antibiotikum resistent sind. Werden diese etwa durch eine Tröpfcheninfektion weitergetragen, kann auch der Angesteckte mit diesem Mittel nicht mehr behandelt werden.

Ein skeptischer Umgang mit antibiotischen Arzneimitteln wird daher auch Patienten geraten. „Antibiotika sollten nicht vorsorglich eingenommen werden, sondern erst dann, wenn wirklich eine Infektion besteht”, sagt Constanze Wendt. Ein Griff zu übrig gebliebenen Tabletten in der Hausapotheke ist bei einem Schnupfen daher unangebracht. Generell gilt, was vielen Patienten immer noch nicht klar ist: Antibiotika helfen nicht gegen Viren - und somit auch nicht gegen die meisten Erkältungen.

Gegen schwere bakterielle Infektionen ist ein Antibiotikum nach Ansicht von Constanze Wendt jedoch die einzig wirkungsvolle Methode. Immer noch können Krankheiten wie Hirnhautentzündung oder Lungenentzündung bei nicht rechtzeitiger Behandlung tödlich sein, sagt Wendt. Von Anna Wahdat, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/04/25/service/gesundheit/t/rzo327238.html
Mittwoch, 11. April 2007, 9:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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