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Mittwoch, 02. Mai 07

Frank­fur­t/Main - Freien Ein­tritt zu staat­lichen Museen, Monu­men­ten, archäo­logi­schen Stätten und anderen Kul­tur­insti­tutio­nen haben Ita­lien-Urlau­ber während der „Set­timana della Cul­tura”, der Kul­tur­woche.

Schwe­rin - Bei den all­jähr­lichen Fest­spie­len Meck­len­burg-Vor­pom­mern werden im Sommer 17 neue Spielstät­ten ein­geweiht. Das dritt­größte Klas­sik­fes­tival in Deutsch­land findet vom 9. Juni bis 9. Sep­tem­ber statt.

Ham­burg - Sport­fischer können im Sommer bei einem Angel­wett­kampf in Nor­wegen ihr Geschick zeigen. Vom 29. bis 30. Juni werden am nord­nor­wegi­schen Salan­genf­jord in Troms rund 2500 Angler erwar­tet...

Frank­fur­t/Main - Die Skyline von Frank­furt soll beim „Wol­ken­krat­zer-Fes­tival” aus Sand nach­gebaut werden. Am 12. und 13. Mai werden sechs Künst­ler die Hoch­haus-Sil­hou­ette auf dem Goethe­platz mitten in der Stadt aus...

Mün­chen - Auf der künst­lichen Insel The Palm Jumei­rah in Dubai ent­steht ein neues Luxus­hotel. Es soll 213 Zimmer, 45 Apart­ments und 45 Resi­den­zen bekom­men und 2009 fertig sein.

Köln - In der Picar­die im Norden Frank­reichs eröff­net ein neuer Center Parc. Er bietet 861 Feri­enhäu­ser, dar­unter 470 der „Pre­mium” und 136 der „VIP”-Klas­se, alle im „ka­nadi­schen Stil”.

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Georgien - Mediterranes Flair am Kaukasus

Tiflis - Vielleicht lässt sich die kulturelle Vielfalt Georgiens am besten anhand der landestypischen üppigen Tafel veranschaulichen.

Georgien

Die Narakala-Festung bei Tiflis. (Bild: Department of Tourism Georgia/dpa/gms)

Die biegt sich förmlich unter den Tellerbergen, die die Georgier aufschichten.

„Nirgendwo sonst wird das Gastmahl so zelebriert wie bei uns”, sagt Eliza Khizanishvili, Universitätsdozentin in Tiflis. „Der Gast wird von Gott geschickt”, sagt ein georgisches Sprichwort.

Die westeuropäische Zunge mag mit der georgischen Sprache - sie hat ein eigenes Alphabet und so viele Buchstaben wie Laute - ihre Schwierigkeiten haben. Dafür kommt der Gaumen mit der georgischen Küche, die als „Haute Cuisine” des Sowjetreichs galt, auf jeden Fall zurecht. Dazu sind schon allein die Vorspeisen, etwa die Mkhali, kleine Bällchen aus Gemüsen und Kräutern, oder auch die Badridschani, mit Walnusspaste gefüllte Auberginenscheiben, zu raffiniert.

Am wichtigsten ist freilich der Wein. Sogar das traditionelle Kreuz der georgischen orthodoxen Kirche besteht aus Weinreben. Es ist das Kreuz der Heiligen Nino, die im vierten Jahrhundert das Christentum nach Georgien brachte, als sie sich in Mzcheta, der damaligen Hauptstadt, niederließ. Heute zählt die Stadt mit der prachtvollen Svetitskhoveli-Kathedrale zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Georgien blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bereits in der Altsteinzeit begann. Im sechsten Jahrhundert vor Christus zerfiel Georgien in zwei Königreiche. Im westlichen Kolchis wurde das „Goldene Vlies” aus der Argonautensage vermutet. „Den historischen Kern dieser Sage entdeckten Archäologen bei Vani im Westen Georgiens, wo sie exquisiten Goldschmuck fanden”, erklärt David Lordkipanidze, Direktor des Nationalmuseums in Tiflis.

Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert , der Blütezeit des mittelalterlichen Georgiens, wurde das Land sogar die stärkste Macht in der Region. Später fielen Mongolen, Araber und Perser ein. Das wohl imposanteste Bauwerk aus der Epoche der Invasionen ist die Ananuri-Festung am Fuße des Kaukasus. Tiflis wurde Dutzende Male zerstört und wieder aufgebaut. Terrassenförmig ist sie an einem Fluss angelegt, die Kirchtürme dominieren das Stadtbild. Heute bietet die orthodoxe Metechi-Kirche mit der Narikala-Festung im Hintergrund einen der besten Blicke über die Altstadt.

In der Chardin-Straße haben sich viele Künstler Ateliers und Galerien eingerichtet, flippige Cafés runden das Bild ab. Gänzlich westeuropäischen Zuschnitt hat die breite Prachtstraße und Flaniermeile Rustaveli mit dem Regierungssitz, dem Nationalmuseum und dem im maurischen Stil gehaltenen Operntheater.

Tiflis ist auch die Stadt kunstvoll geschnitzter Holzveranden. Das Gefühl, in einem Mittelmeerland zu sein, lässt den Reisenden nie ganz los. Das malerische Städtchen Signagi im äußersten Westen Georgiens, wo die heilige Nino begraben sein soll, ist gänzlich im südländischen Stil erbaut. Eine russische Touristin bringt es auf den Punkt: „Wären da nicht die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus am Horizont, könnte man meinen, man sei in Italien.”

Informationen: Botschaft von Georgien, Heinrich-Mann-Straße 32, 13156 Berlin, Telefon: 030/484 90 70

Botschaft von Georgien: www.botschaftvongeorgien.de Von Ute Müller, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/magazin/reise/t/rzo328611.html
Dienstag, 17. April 2007, 9:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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