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Mittwoch, 02. Mai 07

Frank­fur­t/Main - Freien Ein­tritt zu staat­lichen Museen, Monu­men­ten, archäo­logi­schen Stätten und anderen Kul­tur­insti­tutio­nen haben Ita­lien-Urlau­ber während der „Set­timana della Cul­tura”, der Kul­tur­woche.

Schwe­rin - Bei den all­jähr­lichen Fest­spie­len Meck­len­burg-Vor­pom­mern werden im Sommer 17 neue Spielstät­ten ein­geweiht. Das dritt­größte Klas­sik­fes­tival in Deutsch­land findet vom 9. Juni bis 9. Sep­tem­ber statt.

Ham­burg - Sport­fischer können im Sommer bei einem Angel­wett­kampf in Nor­wegen ihr Geschick zeigen. Vom 29. bis 30. Juni werden am nord­nor­wegi­schen Salan­genf­jord in Troms rund 2500 Angler erwar­tet...

Frank­fur­t/Main - Die Skyline von Frank­furt soll beim „Wol­ken­krat­zer-Fes­tival” aus Sand nach­gebaut werden. Am 12. und 13. Mai werden sechs Künst­ler die Hoch­haus-Sil­hou­ette auf dem Goethe­platz mitten in der Stadt aus...

Mün­chen - Auf der künst­lichen Insel The Palm Jumei­rah in Dubai ent­steht ein neues Luxus­hotel. Es soll 213 Zimmer, 45 Apart­ments und 45 Resi­den­zen bekom­men und 2009 fertig sein.

Köln - In der Picar­die im Norden Frank­reichs eröff­net ein neuer Center Parc. Er bietet 861 Feri­enhäu­ser, dar­unter 470 der „Pre­mium” und 136 der „VIP”-Klas­se, alle im „ka­nadi­schen Stil”.

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Aus dem Rollstuhl ins Ruderboot steigen

Seeburg - Für Willi Klingebiel ist es ein besonderer Tag: Erstmals seit rund 20 Jahren schippert der 60-Jährige aus Duderstadt mit einem Boot gemütlich über den Seeburger See in Niedersachsen.

Paraboot

Rollstuhlfahrer Eduard Monzen und Willi Klingebiel (r) im Paraboot. (Bild: dpa)

Klingebiel ist Rollstuhlfahrer und kann seit diesem Wochenende mit einem so genannten Paraboot für Behinderte das Gewässer im Eichsfeld zu erkunden. Zwei dieser speziellen Amphibienfahrzeuge für Menschen mit unterschiedlichen Handicaps können an dem Ausflugsziel ausgeliehen werden. Sie sind nach Angaben des örtlichen Tourismusverbandes deutschlandweit erstmals in Einsatz.

„Die Boote sind kippsicher und stabil. Darin fühle ich mich völlig sicher”, sagt Klingebiel. Er stoppt seinen Rollstuhl direkt neben dem Boot, das noch an Land steht. Ohne fremde Hilfe steigt er in das Amphibienfahrzeug ein. Dann wird das zweisitzige Spezialboot ins Wasser geschoben und los geht die Fahrt. Vor zwei Jahren hat der Behindertenbeauftragte der Stadt Duderstadt das Projekt „Barrierefreies Reisen durch das Eichsfeld” ins Leben gerufen. Er möchte die Menschen zum Reisen motivieren - auch diejenigen mit Handicap. Und eine Fahrt auf dem See gehöre einfach dazu, sagt er.

Die Paraboote können sowohl an Land als auch im Wasser fahren und gesteuert werden. Sie sind knapp fünf Meter lang und erreichen - je nach Einsatz des Fahrers - eine Geschwindigkeit von bis zu zwölf Kilometern pro Stunde. Angetrieben werden sie per Hand über große Schaufelräder. Diese Räder sorgen auch dafür, dass das Boot langsam vom Land ins Wasser rollt. Je nach Behinderungsgrad können sie individuell auf den Fahrer eingestellt werden.

Für die regionale Entwicklung des Eichsfelds werden diese Spezialboote eine Magnetwirkung haben ist sich Carsten Basdorf vom Stadtmarketing Duderstadt sicher. „Wir möchten in der Region familienfreundlich sein und attraktive Angebote für Senioren und Menschen mit Handicap entwickeln”, sagt Basdorf. Die neuen Boote könnten auch von Eltern mit kleinen Kindern oder älteren Menschen genutzt werden, denen die herkömmlichen Ruderboote zu wackelig sind.

Rund 8000 Euro kostet ein solches Amphibienfahrzeug. Die mechanischen Teile der Boote werden vom Handgriff bis zu den Schaufelrädern in der Schweiz produziert und montiert. Eine deutsche Firma stellt den Bootskörper her. Sponsoren haben den Kauf der zwei Paraboote, die ab sofort über den Seeburger See fahren, ermöglicht. Das neue Angebot auf jeden Fall nutzen will Eduard Monzen. Der 76- Jährige aus dem Eichsfeld kennt das Gewässer aus früheren Zeiten sehr gut. Doch seit er im Rollstuhl sitzt, musste er auf seine geliebten Ausflüge in dem Biotop für Zug- und Brutvögel verzichten. „Das ist eine tolle Sache mit den Booten. Ich werde ganz oft auf den See fahren”, sagt der Senior und strahlt. Von Martina Steffen, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/magazin/reise/t/rzo331764.html
Montag, 30. April 2007, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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