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Mittwoch, 02. Mai 07

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Wenn's blubbert und dampft - Wasserpfeifen liegen im Trend

Köln - „Hast du Doppelapfel da?” Ina Preis greift hinter sich und zieht ein 50 Gramm schweres Päckchen aus der Schublade hervor.

Wasserpfeifen

Im Kölner Geschäft Scale gibt es alles rund um die Wasserpfeife. (Bild: dpa)

„Das ist der Klassiker unter den Tabaksorten für Wasserpfeifen ”, erklärt sie.

Die junge Frau ist Verkäuferin im Laden „Scale” in der Kölner Innenstadt. Das kleine, bunte Geschäft vertreibt alles, was das Raucherherz höher schlagen lässt. Neben Pfeifenköpfen und Feuerzeugen reihen sich im Regal seit einiger Zeit immer mehr Wasserpfeifen in unterschiedlichen Größen und Designs ein. Die Reaktion auf einen Trend: Seit etwa einem Jahr, so Preis, steige die Nachfrage nach Equipment für den Wasserpfeifengebrauch.

Die meisten der geschwungenen, farbig gestalteten Glasgefäße mit einem oder zwei Schläuchen wecken sofort orientalische Assoziationen. Zurecht: Shishas, wie die Wasserpfeifen auch genannt werden, haben ihren Ursprung in Indien, von wo aus sie sich über den gesamten arabischen Raum verbreiteten.

Die Türklingel im „Scale” gibt einen klirrenden Ton von sich - eine Gruppe Jugendlicher betritt den Geschäftsraum. Die Altersklasse der 16- bis 25-Jährigen macht an diesem Nachmittag das Gros der Käufer aus. Doch eigentlich ist die Kundschaft im „Scale” - wie Preis versichert - sehr vielfältig: „Bei uns kaufen auch Schlips- und Anzugträger. Und viele Ehepaare.” Im Orient hingegen, wo die Pfeife ihren Ursprung hat, war sie Jahrhunderte lang Privileg älterer Männer. Heute sieht man vor allem in den Großstädten auch Frauen, die das milde Aroma der Shishas inhalieren. In Deutschland scheint es, als erlägen vor allem Jugendliche dem Reiz der Pfeife.

Preis erläutert: „Zigaretten raucht man auf die Schnelle, für die Shisha nimmt man sich Zeit, sie wird zelebriert. Das passiert nicht nebenbei.” Sie selbst rauche abends nach Feierabend gemeinsam mit ihren Eltern den süßen Fruchttabak. Die Gemütlichkeit sei ohnehin der Hauptgrund, eine Wasserpfeife zu rauchen. So gilt das Durchreichen der Pfeifenschläuche als Zeichen von Gastfreundschaft und Wertschätzung, man teilt die Wasserpfeife in Ruhe mit Freunden.

Dieses Konzept der Entspannung durch Shisha machen sich nun auch in Deutschland immer mehr Cafés und Bars zu Nutze. Neben orientalischen Tees und Köstlichkeiten werden hier seit kurzem auch Wasserpfeifen samt einer großen Auswahl an Tabak gereicht. Das Internet-Forum www.shisha-guide.info verzeichnet rund 240 registrierte Gastronomie-Betriebe in Deutschland, die Wasserpfeifen explizit anbieten. In entspannter Atmosphäre, zwischen trottelbehangenen Kissen und schweren Wandteppichen, kann man hier kurzfristig in eine andere Kultur eintauchen.

Das Orientalisch-Exotische lockt: Im Gegensatz zu Kaffee und Tee, die schon vor langer Zeit Einzug in die westliche Welt hielten, hatte es die Wasserpfeife erheblich schwerer, außerhalb des Orients Fuß zu fassen. Das scheint sich jetzt zu ändern. Die Shisha wird zur Kulturbotschafterin, die die arabische Lebensweise ein Stückchen näher bringt.

Die gesundheitlichen Folgen dieser Form der Geselligkeit werden dabei oft verharmlost. Der süße Fruchttabak erweckt den Anschein, milder und deswegen weniger belastend für die Lunge zu sein. Dass das Shisha-Rauchen jedoch nicht unterschätzt werden sollte, bestätigt Silke Moorlang von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung Nordrhein-Westfalen „ginko” in Mülheim an der Ruhr. Die gesundheitlichen Schäden durch Shishas seien bei seltenem Gebrauch zwar gering, „wer aber regelmäßig zur Wasserpfeife greift, muss mit größeren Schäden rechnen als durch regelmäßiges Zigarettenrauchen”, erklärt Moorlang.

Das Gerücht, das Wasser der Pfeife würde eventuelle Giftstoffe herausfiltern, stimmt so nicht. Im Gegenteil: Das Wasser kühlt den Tabakrauch ab, dadurch kann er in viel tieferer Lungenschichten gelangen. Die Giftstoffe - der Tabak in Wasserpfeifen enthält ebenso wie Zigaretten Giftstoffe wie Nikotin, Teer und Blei - können so wesentlich tiefer wirken. Beim Abbrennen des Tabaks durch Kohle entsteht zusätzlich Kohlenmonoxid, das die Sauerstoffaufnahme ins Blut verringert.

Außerdem, erklärt Moorlang, bestehe die Gefahr, dass Wasserpfeifen als Einstieg und Übergang zum Zigarettenkonsum dienen können. Nichtraucher, so die Expertin weiter, könnten nach ersten Erfahrungen mit Wasserpfeifentabak irgendwann auf Zigaretten umsteigen.

Im „Scale” ist das an diesem Nachmittag kein Thema, Ina Preis hat gut zu tun. Päckchenweise Tabak und vereinzelt ganze Pfeifen wandern über den gläsernen Ladentisch. Gerade noch hat die junge Frau einem Neukunden den Aufbau und die Anwendung der Shisha erklärt. „Immer mehr Leute wollen Shishas, das ist einfach was Besonderes”, sagt sie und wickelt dabei die bauchige Glaspfeife sorgfältig in Packpapier ein.

Weitere Informationen: www.shisha-guide.info Von Alicia Anker, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/magazin/szene/t/rzo328355.html
Montag, 16. April 2007, 10:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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