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Mittwoch, 02. Mai 07

Die wirbelnden Tänzer des RenegaDer Auftakt der jungen Woche der Mai­fest­spiele ist gelun­gen: Das Rene­gade Theatre zeigte eine rasante Adap­tion von Euri­pides' "Die Bak­chen" mit wahn­wit­zigen Bewe­gun­gen und berau­schen­der Musik. WIESBADEN.

-Mainz - Sören Sieg mag sie in jeg­licher Form - und er besingt sie ganz wun­der­bar: "Me­lonen­busen, Wohl­fühl­busen, Apfel- und Limo­nen­busen, / Bir­nen­busen, Dir­nen­busen, rosa Pam­pel­musen­busen.

Auftakt der jungen Woche der Maifestspiele in Wiesbaden

Der Auftakt der jungen Woche der Maifestspiele ist gelungen: Das Renegade Theatre zeigte eine rasante Adaption von Euripides' "Die Bakchen" mit wahnwitzigen Bewegungen und berauschender Musik.

Die wirbelnden Tänzer des Renega

Die wirbelnden Tänzer des Renegade Theatre begeisterten die Zuschauer der Maifestspiele. Foto: Wiebke Rompel

WIESBADEN. Zwei Menschen sind eingeschlossen in einem Käfig aus Plexiglas. In einem tänzerischen Kampf umkreisen sie sich zu harter Hip-Hop-Musik, dabei scheint die Schwerkraft keine Rolle zu spielen: Mit ihren Füßen berühren sie die durchsichtige Wand, eine Hand ist auf dem Boden - es sieht so aus, als sei der Käfig gekippt, und die beiden würden auf der durchsichtigen Seite stehen.

Die Hip-Hop-Tanztheater-Produktion "Cage" des Renegade Theatre ist der Auftakt der jungen Woche der Maifestspiele. Fünf Tänzer wirbeln in rasanten Bewegungen über die Bühne des Kleinen Hauses in Wiesbaden. Regisseur Markus Michalowski hat die Handlung von "Die Bakchen" auf zwei Hauptpersonen verdichtet: Dionysos kommt in seine Heimatstadt zurück, um König Pentheus seine Göttlichkeit zu beweisen. In "Cage" beginnt dieser Kampf fast spielerisch Mann gegen Mann, endet aber in einer brutalen Schlägerei Vier gegen Einen.

Die Schlüsselszene der Euripides-Adaption zeigt also die Übernahme der Stadt Theben durch den Dionysos-Kult, vielleicht aber viel mehr: Die beiden Tänzer lösen die schnelle, Furcht einflößende Kampfszene ganz modern auf - die Spannung zwischen den beiden lässt nach, als die anderen drei dazukommen und sie sich gegenseitig mit einem Handy fotografieren.

Bei den fünf Tänzern, Kämpfern und Schauspielern sitzt jede Bewegung. Scheinbar mühelos überwinden sie die zwei Meter hohe Wand des Plexiglaskäfigs, sie springen athletisch auf einem Trampolin und bewegen sich mit typische Breakdance-Figuren über die Bühne. Dabei schaffen sie eindrückliche Bilder, die an den Mythos erinnern: So kämpft sich einer der Tänzer mühsam aus einem rot angestrahlten Sack, der vom Schnürboden hängt - Dionysos wird aus dem Oberschenkel von Zeus geboren.

Die bunten Projektionen, die über die Bühne flimmern, eine faszinierende Musikmischung aus Hip-Hop, orientalischen Klängen und harten Beats und die wahnwitzigen Bewegungen der Tänzer lassen das Publikum nicht zur Ruhe kommen. Renegade schaffen eine bedrohliche Stimmung, die fesselt: Nach atemlosen 50 Minuten endet das Stück mit minutenlangem Applaus.

Julia Schäfer

www.maifestspiele.de

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/magazin/szeneregional/t/rzo332121.html
Mittwoch, 02. Mai 2007, 8:09 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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