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Mittwoch, 02. Mai 07

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Run auf Kate-Moss-Kollektion

London - Als Supermodel Kate Moss im roten Kleid zwischen Schaufensterpuppen hindurch schreitet, schnellen Handykameras in die Höhe, es kreischt aus hundert Kehlen.

Modekollektion von Kate Moss

Kate als Schaufensterpuppe: Beim Verkaufsstart gab es einen Run auf die Modekollektion von Supermodel Kate Moss.

„Es ist wie bei Take That”, ruft die Schülerin Lucy. Nach 15 Sekunden ist die Show vorbei und der Kaufrausch geht los. Am Dienstag ist die Kollektion von Kate Moss für die Modekette Topshop in 225 Filialen in Großbritannien gekommen. Schon bei der Vorabpräsentation am Montagabend in London rissen sich die Kaufwütigen, die bis zu sieben Stunden gewartet hatten, um die Teile und kauften, was sie konnten. Shoppen scheint längst ein Extremsport zu sein.

Auf die feine englische Art wollte sich am „K-Day” keiner verlassen: Polizisten hielten die Massen rund um den Flaggschiffladen an der Oxford Street in Schach. Strikte Regeln wurden angeordnet: Keiner darf mehr als fünf Kate-Artikel kaufen und nicht mehr als acht anprobieren. Verboten ist auch „Flehen, Herumwühlen und Bestechen”. Denn: „Morgen wirst du dafür bloßgestellt”, warnte Topshop im Vorfeld mit Blick auf die zahlreichen Pressefotografen unter den Shoppenden. Doch die meisten Kunden verhielten sich sowieso gesittet und geduldig.

Etwa 50 Ideen des 33 Jahre alten Topmodels wurden verwirklicht. Blusen, Westen, Hosen, Kleider und Gürtel kosten bis zu 150 Pfund (225 Euro). Erwartet wird, dass sich viele Artikel später im Internet beim Auktionshaus eBay wiederfinden - zum vielfachen Preis.

Denn alle wollen Moss. Sie scheint wieder so angesagt zu sein wie vor ihrer Zeit als „Kokain-Kate”. „Sie ist mein großes Vorbild”, sagt Valentine. Die 15-Jährige ergatterte als eine der ersten ein Kate- Stück. „Mir war ganz egal, was ich zu fassen bekam. Hauptsache Kate- Mode”, sagt eine andere Kundin. Die Zeitung „Independent” analysierte messerscharf: „Wir alle wollen das bisschen Kate Moss in uns zeigen.”

Der Kate-Hype ist nur ein Ausdruck des Einkaufsfiebers, das derzeit auf der Insel grassiert. Kürzlich trampelten Guerilla-Shopper ihre Mitstreiter zu Boden, als in London ein neuer Laden der Billig- Modekette Primark eröffnete. Die Bilder erinnerten mehr an magere Kriegsjahre, als an Zeiten, in denen es in Städten wie London alles im Überfluss gibt. Weitere Tausende standen sich vergangene Woche in aller Frühe die Füße vor Supermärkten platt, um eine Jute- Designertragetasche namens „I'm not a plastic bag” (Ich bin keine Plastiktüte) zu bekommen.

„Dieses hysterische Shoppen ist die Angst, nicht dazuzugehören, nicht in die Gesellschaft zu passen”, erklärt Psychologin Cecilia d'Felice, „viele glauben, wenn sie ein bestimmtes Teil haben, sind sie glücklicher.” Benjamin Fry, Psychologie-Experte bei der BBC, zieht den Vergleich mit dem Aschenputtel-Märchen: „Das zerrüttete Heim, die tyrannisierende Schwiegermutter, alles egal.” Kate Moss werde zur märchenhaften Patin, „sie macht dich zu jemand, der keine Probleme hat, der dir das perfekte Leben schenkt”.

Doch Moss, geboren in einem Vorort Londons und durch eine Kampagne des Designers Calvin Klein bekannt geworden, verkörpert alles andere als das perfekte, problemlose Leben. Ende 2005 ramponierten Bilder einer koksenden Kate das Image der blonden und zerbrechlichen Schönheit. „Kokain-Kate” generierte zudem mehr Fotos und Schlagzeilen mit ihrer Beziehung zu Rüpel-Rocker Pete Doherty als mit ihrem Modelgesicht. Mit der gelungenen PR-Aktion bei Topshop kann die 33- Jährige ihren Ruf als Stil-Ikone wieder aufpolieren und sich nebenbei ihr Taschengeld aufbessern: 4,5 Millionen Euro soll sie für ihre Arbeit für das britische Modehaus bekommen haben. Mit einem geschätzten Vermögen von rund 66 Millionen Euro gehört Kate Moss allerdings schon jetzt zu den reichsten Briten.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/magazin/t/rzo331956.html
Mittwoch, 02. Mai 2007, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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