IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Samstag, 23. Nov. 19

Mün­chen - Audi erwei­tert die Moto­ren­palette des Q7 und bringt den Gelän­dewa­gen mit einem 4,2 Liter großen V8-Die­sel in den Handel. Der Wagen koste ab 70 500 Euro und sei das „stärkste Die­sel-SUV der Wel­t”...

MotorradfahrerFrank­fur­t/Main - Jetzt schwär­men sie wieder aus, die deut­schen Motor­rad­fah­rer. Doch die Biker sind grau gewor­den, ihr Durch­schnitts­alter liegt inzwi­schen deut­lich über 40 Jahren.

Frank­fur­t/Main - Der Weg zum Füh­rer­schein für ein schwe­res Motor­rad ist lang und vor allem kost­spie­lig. Die Fahr­erlaub­nis gibt es in zahl­rei­chen Abstu­fun­gen - hier eine Über­sicht: Prüf­beschei­nigung: Kann ab 15 Jah­ren...

Ber­lin - Chrys­ler beginnt den Gene­rati­ons­wech­sel bei seinem Modell Sebring. Die neue Limou­sine kommt nach Angaben des US-Her­stel­lers mit Deutsch­land­sitz in Berlin zu Preisen ab 24 990 Euro in den Handel.

Ber­lin/Wolfs­burg - Volks­wagen will nach Infor­matio­nen der Zeit­schrift „AUTOStraßen­ver­kehr” spätes­tens im Jahr 2009 ein Ein-Liter-Auto in Serie brin­gen. Das 550 Kilo­gramm schwere Fahr­zeug soll weniger als zwei Liter...

Bonn - Auto­fah­rer sollten das Rei­fen­pro­fil über­prü­fen, bevor sie alte Reifen wieder auf­zie­hen. Das rät die Ini­tia­tive Rei­fen-Sicher­heit des Deut­schen Ver­kehrs­sicher­heits­rats in Bonn.

Mobiles

News  

Aus zweiter Hand  

Auto-ABC  

Tests  

Recht  

Liebhaber-Autos  

Unfallopfer brauchen auch seelischen Beistand

Hamburg/Münster - Eine Sekunde unaufmerksam - und schon ist es geschehen: Ein Verkehrsunfall kann von einem Moment zum anderen das ganze Leben verändern.

Weinkrämpfe und Flashbacks

Nach einem Verkehrsunfall brauchen Opfer auch Trost. (Bild: dpa/gms)

Während die körperlichen Schäden meist schnell auszumachen sind, bleiben seelische Verletzungen oft unentdeckt. Dabei sind sie es, an denen Unfallopfer oft noch lange nach dem Ereignis leiden.

Oft ist es nicht so einfach zu erkennen, wie es um ein Unfallopfer steht. „Jeder Mensch reagiert unter Schock verschieden”, sagt Erneli Martens, Notfallseelsorgerin in Hamburg. Deutliche Hinweise wie lautes Schreien sind nicht die Regel. „Es gibt auch Menschen, die ganz ruhig sind - sie werden dann meist gar nicht beachtet.”

Gerade mit diesen Betroffenen sollten Ersthelfer Kontakt aufnehmen - ohne sich dabei aufzudrängen. „Oft ist eine aufmerksame Nähe das beste, in der auch Schweigen möglich ist”, sagt die Pastorin. Fragen können helfen, den Zustand des Unfallopfers zu klären. Aussagen wie „Ich weiß gar nicht, wo ich bin” deuteten auf einen Schockzustand hin. Dann sei es wichtig, die Betroffenen nicht allein zu lassen und dafür zu sorgen, dass beispielsweise Angehörige sie abholen.

Keinesfalls sollten Unfallopfer mit Medikamenten ruhig gestellt werden, warnt Dietmar Lucas vom Bundesverband Deutscher Psychologen (BDP). „Das gilt auch, wenn sie sehr aufgedreht sind.” Der Adrenalinspiegel sei durch das Ereignis derartig angestiegen, dass zur Beruhigung eine sehr hohe Dosis gegeben werden müsste. Zum anderen verstärkten Beruhigungsmittel die Verunsicherung der Opfer.

Seelische Probleme äußern sich aber vielfach erst nach Tagen oder Wochen. Unter so genannten posttraumatischen Belastungsstörungen leiden dabei nicht nur Unfallopfer, sondern auch Rettungskräfte und Zeugen. Neben Depressionen und Angstzuständen äußern sich diese Störungen auch körperlich, erläutert Lucas. So kämen Weinkrämpfe und Schlafstörungen, aber auch Herzrasen und Magenbeschwerden vor.

„Ich habe kürzlich eine junge Frau betreut, die unter extremen Flashbacks litt”, sagt Lucas. Sie war als Beifahrerin an einem schweren Unfall beteiligt und erlebte das Geschehen laut Lucas immer wieder „wie in einer Zeitlupe beim Fußball”. Das sei eine Form der Bewältigung: „Die Seele schaut sich das wieder und wieder an, um zu klären, was die Konsequenz aus dem Unfall ist.” Manchmal finde die Psyche dabei tatsächlich eine Antwort, etwa „Ich muss stärker auf spielende Kinder am Straßenrand achten”.

Gerade wenn der Betroffene keinerlei Schuld am Unfall trägt, dreht die Seele laut Lucas aber quasi im Leerlauf, weil sie keine Lösung findet - bis auf eine: „Das Allerhäufigste, was passiert, ist die Vermeidung: Die Leute fahren überhaupt nicht mehr Auto.”

Um es nicht so weit kommen zu lassen , sollten Betroffene vorbeugen: Grundsätzlich könnten sich Beteiligte in den ersten Tagen nach einem Unfall an die Leitstelle von Feuerwehr oder Rettungsdienst wenden. Sie werden dann an einen Notfallseelsorger oder auch ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes weiter vermittelt.

Um Flashbacks zu bekämpfen, helfen laut Lucas Gespräche und Entspannungsverfahren. Damit Autofahrer sich wieder hinter das Steuer setzen können, bieten manche Einrichtungen spezielle Kurse an. „Wir lassen uns zunächst das Ereignis schildern”, erläutert Prof. Wilfried Echterhoff, der das Institut für Psychologische Unfallnachsorge in Köln leitet. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, begleitet ein Psychologe die Betroffenen auf einer Probefahrt. Ziel sei es, den erlebten Verlust der Kontrolle zu verarbeiten. Von Thomas Kärst, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/service/auto/t/rzo324975.html
Freitag, 30. März 2007, 11:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion