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Sonntag, 17. Nov. 19

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MotorradfahrerFrank­fur­t/Main - Jetzt schwär­men sie wieder aus, die deut­schen Motor­rad­fah­rer. Doch die Biker sind grau gewor­den, ihr Durch­schnitts­alter liegt inzwi­schen deut­lich über 40 Jahren.

Frank­fur­t/Main - Der Weg zum Füh­rer­schein für ein schwe­res Motor­rad ist lang und vor allem kost­spie­lig. Die Fahr­erlaub­nis gibt es in zahl­rei­chen Abstu­fun­gen - hier eine Über­sicht: Prüf­beschei­nigung: Kann ab 15 Jah­ren...

Ber­lin - Chrys­ler beginnt den Gene­rati­ons­wech­sel bei seinem Modell Sebring. Die neue Limou­sine kommt nach Angaben des US-Her­stel­lers mit Deutsch­land­sitz in Berlin zu Preisen ab 24 990 Euro in den Handel.

Ber­lin/Wolfs­burg - Volks­wagen will nach Infor­matio­nen der Zeit­schrift „AUTOStraßen­ver­kehr” spätes­tens im Jahr 2009 ein Ein-Liter-Auto in Serie brin­gen. Das 550 Kilo­gramm schwere Fahr­zeug soll weniger als zwei Liter...

Bonn - Auto­fah­rer sollten das Rei­fen­pro­fil über­prü­fen, bevor sie alte Reifen wieder auf­zie­hen. Das rät die Ini­tia­tive Rei­fen-Sicher­heit des Deut­schen Ver­kehrs­sicher­heits­rats in Bonn.

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Den Bikern geht der Nachwuchs aus

Frankfurt/Main - Jetzt schwärmen sie wieder aus, die deutschen Motorradfahrer.

Motorradfahrer

Biker mit Maschinen: Die Rebellen von einst sind grau geworden. (Bild: dpa)

Doch die Biker sind grau geworden, ihr Durchschnittsalter liegt inzwischen deutlich über 40 Jahren. Der Industrie geht der Nachwuchs aus, seit Jahren sinken die Absatzzahlen.

„Wir sind eine bunte Familie geworden” , beschreibt der hessische Motorradpfarrer Ruprecht Müller-Schiemann seine in Wirklichkeit ergrauende Gemeinde. Der 57 Jahre alte Fahrer einer schweren BMW kann sich über mangelnden Zuspruch seiner kirchlichen Veranstaltung zum Saisonstart und -Ende nicht beklagen, gerade waren wieder 20 000 Menschen beim „Anlassen” in Nieder-Gründau.

Junge Wilde findet man kaum unter „Rupis” Schäfchen, eher brave Familienväter und -mütter, die Kinder von „ihrem” Moped-Pfarrer taufen lassen, Mittvierziger aus den Frankfurter Bankentürmen mit den neuesten Maschinen und Veteranen, die schon seit dem Beginn der Motorrad-Gottesdienste in den 70ern dabei sind. Besondere Aktionen für Junge gab es bislang nicht, doch Müller-Schiemann will künftig mit den Neulingen „Lappenfeste” feiern - auch wenn die Fahrerlaubnis längst ein Plastikkärtchen und kein grauer Lappen mehr ist.

Als wichtigen Grund für das Zögern der Jungen hat die Industrie die hohen Kosten für den Motorradführerschein in Deutschland ausgemacht. Mindestens 1000 Euro kostet die Fahrerlaubnis, die zunächst nur für gedrosselte Maschinen gilt. „Das ist für viele schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht machbar”, sagt Achim Marten vom Industrieverband Motorrad (IVM) und nennt die Folge: Mobilität bedeutet für junge Leute erstmal Autofahren, häufig den ohnehin vorhandenen Zweitwagen der Familie. Auch der noch vor zwei Jahrzehnten fast automatische Weg vom Kleinkraftrad zum schweren Bock wird heute kaum noch angetreten, da im leichten Segment die praktischen Roller dominieren. „Vom Roller geht es eher zum Auto”, sagt Kawasaki-Mann Andreas Seiler.

Er sieht aber noch andere Gründe für die Zurückhaltung: „Es ist nicht allein das Geld, das die Leute abhält.” Die Jugendlichen verbrächten sehr viel Zeit mit ihren unverzichtbaren Handys und Computern, für die auch reichlich Geld ausgegeben werde. Viele, denen die Abenteuer am Bildschirm genügten, scheuten - häufig unterstützt von ängstlichen Eltern - das Risiko auf der realen Straße. Dabei ist Motorradfahren dank neuer Techniken wie ABS so sicher wie noch nie - wenn auch auf zwei Rädern der Schutzgrad des Autos nicht zu erreichen ist, wie BMW-Sprecher Jürgen Stoffregen einräumt.

Endgültig verloren ist ohnehin das Revoluzzer-Flair der altvorderen „Easy Rider”, mit dem der Travolta-Film gekonnt spielt. Ein Hobby, das der eigene Vater, sein Anwalt und der Zahnarzt von nebenan pflegen, kann für junge Menschen nicht cool sein. Die Industrie zahlt derzeit den Preis für die äußerst einkömmliche Etablierung des Zweirads in breiten Gesellschaftsschichten in den vergangenen Jahren. „Das Rebellen-Image fehlt uns jetzt bei den Jugendlichen”, meint der Sprecher von Kawasaki.

Die Industrie versucht dennoch auf vielen Wegen, die immer seltenere Spezies Jugendlicher spätestens dann anzusprechen, wenn ihr das Auto zu langweilig wird. Der IVM hat zum Beispiel eine Internet-Seite aufgemacht, auf der MTV-Moderator Markus Schultze von seinen „Mopped”-Erlebnissen erzählt und zwischen zielgruppenspezifischen Meldungen (Sängerin Lily Allen findet Victoria Beckham doof) Informationen darüber lauern, welchen Führerschein man für welche Maschine braucht und was der kostet.

Der deutsche Marktführer BMW bietet mit der neuen, in Italien produzierten G-Reihe leichte und ziemlich heiße Bikes an, steigt in den Cross-Sport ein und ködert Neulinge mit einem Rabatt von 1000 Euro beim Kauf einer neuen Maschine. Nahezu alle Hersteller locken zudem mit Sicherheitstrainings und unverbindlichen Fahrangeboten auch für Anfänger. „Wir müssen den jungen Leuten zeigen, was für ein Erlebnis dahinter steckt”, sagt IVM-Sprecher Marten.

Motorradseite von MTV-Moderator Markus Schultze: www.vivalamopped.com Von Christian Ebner, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/service/auto/t/rzo332273.html
Mittwoch, 02. Mai 2007, 14:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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