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Sonntag, 17. Nov. 19
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StudienkrediteFrank­fur­t/Main - Ein Jahr nach dem Start des Pro­gramms haben mehr als 23 000 Stu­den­ten einen Stu­dien­kre­dit der bun­des­eige­nen KfW-Ban­ken­gruppe erhal­ten. Die Kre­dit­neh­mer ver­tei­len sich auf alle Bun­des­län­der und...

Frank­fur­t/Main - Ein Jahr nach dem Start haben mehr als 23 000 Stu­den­ten einen Stu­dien­kre­dit der bun­des­eige­nen KfW-Ban­ken­gruppe erhal­ten. Die Kre­dit­neh­mer ver­tei­len sich auf alle Bun­des­län­der und Fach­semes­ter...

Mün­chen - Berufs­tätige Mütter legen mehr Wert darauf, dass ihre Kinder das Abitur machen. Das hat eine Umfrage von TNS Infra­test im Auftrag von Micro­soft und der Zeit­schrift „Focus” erge­ben. 58 Prozent der ganz­tags...

Bonn - Von diesem Sommer an stehen Jugend­lichen acht neue oder neu geord­nete Aus­bil­dungs­berufe zur Aus­wahl. Die Aus­bil­dungs­ver­ord­nun­gen treten vor­aus­sicht­lich zum 1. August 2007 in Kraft...

Ber­lin - Bei den Ein­stiegs­gehäl­tern von Anwäl­ten gibt es große Unter­schiede - je nach Fach­gebiet und Sitz der Kanz­lei. Arbeits­recht­ler im Norden ver­die­nen etwa mehr als im Süden und auch mehr als Ver­kehrs­recht­ler...

Bonn - Die Struk­tur der Bun­des­wehr hängt auch wesent­lich von den zivilen Mit­arbei­tern ab. Mehr als 111 000 von ihnen sorgen dafür, dass sich die Streit­kräfte auf ihre militäri­schen Auf­gaben kon­zen­trie­ren können.

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Die „Generation Praktikum” erobert China

Peking - Mit einem Kulturschock hatte Nicole Wiedemann aus München nicht gerechnet.

Peking

Die „Generation Praktikum” erobert die Arbeitswelt in China. (Bild: dpa)

Ihren Abschluss in Sinologie (China-Wissenschaft) hatte sie gerade in der Tasche und besaß auch schon Arbeitserfahrung in Taiwan.

Dann brach sie zum sechsmonatigen Praktikum in die 15-Millionen-Stadt Peking auf. „Während der ersten Wochen habe ich nie den Himmel gesehen. Es war einfach alles nur grau, versmogt und trist”, sagt die 25-Jährige mit den dunklen Locken und den großen, braunen Augen. Als Ausländerin wird sie angestarrt, oft heimlich fotografiert, und natürlich reden die Leute. Groß sei sie, ihre Nase und Augen auch, hübsch sei sie, aber nicht mehr lange, denn Weiße würden ja so dick und hässlich im Alter. „Es rechnet ja niemand damit, dass ich verstehe, was getuschelt wird”, sagt die Sinologin. Ihr Los trägt sie mit Humor: „Wenigstens bin ich nicht blond, das wäre noch auffälliger.”

Bei Firmen wie Volkswagen oder Lufthansa in China gehen seit einigen Jahren mehr und mehr Bewerbungen ein. Auf der Homepage der Deutschen Handelskammer (AHK) in China suchen 258 Deutsche nach einem Praktikum, 56 Stellen werden angeboten. „Wir werden überflutet mit Anfragen. Die Bewerber sind hoch qualifiziert, häufig schon fertig mit dem Studium und bereit, längere Zeit zu bleiben, was natürlich die Chancen erhöht”, sagt Britta Buschfeld von der AHK. Wandert die viel beschworene „Generation Praktikum”, die nach dem Uni-Abschluss keine Jobs findet, nun nach China aus? Gregor Wende, Lufthansa-Chef in China, sieht einen wichtigen Unterschied: „Hier ist ein Praktikum noch eine echte Chance, in die Arbeitswelt einzusteigen.”

Einmal im Monat veranstaltet die AHK einen Praktikantenstammtisch. Im Schnitt kommen mehr als 50 junge Deutsche, hungrig auf Schnitzel und frischen Salat. In einem deutschen Restaurant sitzen sie dann, fern der Heimat, auf Eichenholzbänken und trinken Hofbräuhaus-Bier. Unheimlich spannend sei es in China und so wahnsinnig anders, da sind sich alle einig. Während die einen schon den nächsten Aufenthalt planen, vertragen andere das scharfe Essen nicht oder fühlen sich verloren. Einer beklagt sich, dass gegen Mittag alle chinesischen Kollegen den Kopf auf den Schreibtisch sinken lassen und ein Nickerchen machen. Dafür werde aber nicht selten bis Mitternacht gearbeitet. Ein anderer Praktikant freut sich, dass seine Kollegen ihm am Wochenende die Stadt zeigen und die Kultur näher bringen.

Nicole Wiedemann lernt Chinas Kultur besonders intensiv kennen. Für 200 Euro im Monat lebt und isst sie bei einer Gastfamilie. „Vor dem ersten Arbeitstag hat mir meine Gastmutter sogar gezeigt, wie ich mit dem Bus zur Arbeit komme, ist die ganze Strecke mit mir abgefahren.” Am Wochenende werden Ausflüge unternommen, und am Abend geht die Familie zusammen Walzer tanzen oder Karaoke singen. Ihre Sprachkenntnisse werden auf eine harte Probe gestellt, wenn der Gastvater Bier, Reisschnaps und alte Geschichten auspackt. Aber besser könne man ein Land nicht kennen lernen, ist die Münchnerin überzeugt. „Manchmal fühle ich mich allerdings ziemlich bemuttert. Plötzlich muss ich wieder Bescheid sagen, wann ich nach Hause komme, sonst macht sich die Familie sofort Sorgen.”

Der Akademische Austauschdienst bietet Zuschüsse für Praktikanten und Unterstützung für Studenten an, deren Ausbildung Praxis- und Studiensemester im Ausland vorsieht. Vermittlungsorganisationen erleichtern den Einstieg. Übers Internet werden gegen Gebühr Praktika vermittelt, inklusive Sprachkurs, Unterkunft und Betreuung. „Am ersten Arbeitstag erwartete mich ein einsamer Kollege schnarchend auf dem Sofa”, erzählt Claudia Trichtinger aus München.

Der Chef verlieh sie dann Gewinn bringend an den Infoschalter eines Kaufhauses. „In so einem Fall ist es schon praktisch, eine Organisation im Rücken zu haben, die schnell ein neues Praktikum vermitteln kann.” In ihrer neuen Firma organisiert die 25-Jährige eine Elektronikmesse, macht Geschäftsreisen und wird als Direktorin geführt. „In dem halben Jahr habe ich unheimlich spannende Erfahrungen gemacht, auch wenn meine Geduld oft auf die Probe gestellt wurde.” Das Ticket für den nächsten China-Aufenthalt hat sie schon gebucht, noch von China aus. Von Julia Jaegler, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/service/berufbildung/t/rzo329495.html
Freitag, 20. April 2007, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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