IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Mittwoch, 13. Nov. 19
RZ-Akademie

StudienkrediteFrank­fur­t/Main - Ein Jahr nach dem Start des Pro­gramms haben mehr als 23 000 Stu­den­ten einen Stu­dien­kre­dit der bun­des­eige­nen KfW-Ban­ken­gruppe erhal­ten. Die Kre­dit­neh­mer ver­tei­len sich auf alle Bun­des­län­der und...

Frank­fur­t/Main - Ein Jahr nach dem Start haben mehr als 23 000 Stu­den­ten einen Stu­dien­kre­dit der bun­des­eige­nen KfW-Ban­ken­gruppe erhal­ten. Die Kre­dit­neh­mer ver­tei­len sich auf alle Bun­des­län­der und Fach­semes­ter...

Mün­chen - Berufs­tätige Mütter legen mehr Wert darauf, dass ihre Kinder das Abitur machen. Das hat eine Umfrage von TNS Infra­test im Auftrag von Micro­soft und der Zeit­schrift „Focus” erge­ben. 58 Prozent der ganz­tags...

Bonn - Von diesem Sommer an stehen Jugend­lichen acht neue oder neu geord­nete Aus­bil­dungs­berufe zur Aus­wahl. Die Aus­bil­dungs­ver­ord­nun­gen treten vor­aus­sicht­lich zum 1. August 2007 in Kraft...

Ber­lin - Bei den Ein­stiegs­gehäl­tern von Anwäl­ten gibt es große Unter­schiede - je nach Fach­gebiet und Sitz der Kanz­lei. Arbeits­recht­ler im Norden ver­die­nen etwa mehr als im Süden und auch mehr als Ver­kehrs­recht­ler...

Bonn - Die Struk­tur der Bun­des­wehr hängt auch wesent­lich von den zivilen Mit­arbei­tern ab. Mehr als 111 000 von ihnen sorgen dafür, dass sich die Streit­kräfte auf ihre militäri­schen Auf­gaben kon­zen­trie­ren können.

Beruf & Bildung

News  

Recht  

Weiterbildung  

Wie werde ich...  

Reformen machen Uni-Eltern das Leben schwer

Oldenburg/Jena - „Deutschland braucht mehr Akademiker-Kinder!”, fordern Politiker und Wissenschaftler.

Studieren mit Kind

Eine Studentin steht mit ihrem Kind vor einer Universitäts-Pinwand. (Bild: dpa)

Doch während neue Vorschriften Besserung für berufstätige Mütter versprechen, fühlt sich eine Gruppe übergangen: die Studentinnen.

Studiengebühren, neues Elterngeld , straffere Stundenpläne und höherer Leistungsdruck mit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge: „Diese Reformen machen es Studenten deutlich schwerer, im Studium ein Kind zu bekommen”, sagt Juliane Pegel vom Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung in Oldenburg.

Dabei halten viele Frauen wie die 28-jährige Jenaerin Susann Mücke das Studium für den idealen Zeitpunkt für Nachwuchs: „Nie wieder ist man so flexibel und hat so viel Zeit für seine Kinder.” Doch damit ist es nach Ansicht von Juliane Pegel vorbei. „Bei den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen ist Elternschaft eigentlich nur noch mit einer Ganztagsbetreuung oder einem Teilzeitstudium möglich.” Grund sei vor allem die „Verschulung” der Studiengänge und die damit verbundene Anwesenheitspflicht. „Wenn das Kind einmal mehrere Wochen krank ist, wird das zum großen Problem.” Die Intention der Reform, die Studienzeiten zu verkürzen, erweise sich als Kinderbremse.

Das neue Elterngeld verstärke den Effekt zusätzlich: „Die Studentinnen bekommen jetzt deutlich weniger Geld vom Staat als beim vorher üblichen Erziehungsgeld”, sagt Juliane Pegel. Früher erhielten sie zwei Jahre lang monatlich 300 oder ein Jahr lang 450 Euro monatlich. Jetzt stünden ihnen 300 Euro monatlich für einen Zeitraum von maximal 14 Monaten zu. Um die Benachteiligung auszugleichen, hat der Bundestag im Februar beschlossen, dass Studierende mit Kind ab Herbst 113 Euro mehr Bafög bekommen, das nicht zurückgezahlt werden muss. „Das hilft aber nur Studenten, die Bafög-berechtigt sind”, kritisiert Elke Middendorff von der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) in Hannover.

Nach einer Untersuchung von Middendorff sehen die meisten Akademiker den optimalen Zeitpunkt zur Familiengründung deutlich nach dem Studium. Während sich 75 Prozent der Studenten eigenen Nachwuchs wünschten, hätten nur sechs Prozent schon während des Studiums Kinder. Das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt erweise sich jedoch nicht immer als richtig. „Viele Akademikerinnen bleiben kinderlos, weil die Hoffnung enttäuscht wird, ein Kind besser mit dem Beruf als mit dem Studium vereinbaren zu können.”

Viele Hochschulen erschweren die Kombination von Studium und Kind noch zusätzlich: „In den meisten Studienordnungen sind keine Sonderregelungen für Eltern vorgesehen, da hängt vieles vom Verständnis der Dozenten ab”, bedauert Aline Garz, Betreiberin der Elternberatungsseite www.studentenkind.de. Die Kombination von Kind und Studium kostet die jungen Eltern laut HIS deshalb im Schnitt rund vier Semester.

Mancherorts sehen die Hochschulen in den Schwierigkeiten indes eine Chance, sich mit dem Etikett „familienfreundlich” zu präsentieren. So locken Kindertagesstätten mit besonders langen Öffnungszeiten oder Broschüren geben Tipps zum „Studieren mit Kind”. Einige Hochschulen versuchen konkrete Hilfen anzubieten: In Jena hat die Fachhochschule kürzlich einen Still- und Wickelraum eingerichtet, die Mensa bietet kostenloses Mittagessen für Kinder von Studenten.

Die Jenaer Studentin Susann Mücke freut sich über die Verbesserungen. „Die Studenten mit Kind wünschen sich mehr Akzeptanz und Unterstützung von den Hochschulen”, bestätigt Wissenschaftlerin Juliane Pegel. „Vielerorts werden die jungen Eltern mit ihren Problemen aber alleine gelassen und fühlen sich als Außenseiter.” Beraterin Aline Garz hofft, dass die Politik sich ihrer Verantwortung bewusst wird und die Rahmenbedingungen für die Studenten verbessert. „Auch wenn die Entscheidung für ein Kind letztendlich immer bei dem Einzelnen liegt.”

Elternberatungsseite: www.studentenkind.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/service/berufbildung/t/rzo331105.html
Freitag, 27. April 2007, 9:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion