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Samstag, 15. Juni 13

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Trai­ner und Manager mit nächs­ter Sainson beschäf­tig­t

Die Chance: Stutt­gart unter Druck

Mainz - Am Montag um die Mit­tags­zeit haben Chris­tian Heidel und Jürgen Klopp knapp drei Stunden zusam­men­geses­sen. Zu den Inhal­ten dieses Gesprächs mochten sich Manager und Trainer des Fuß­ball-Bun­des­ligis­ten FSV Mainz 05 nicht im Detail äußern. "Wir haben eine Pla­nungs­phase ein­gelei­tet", erklärte Klopp, "die inten­siviert wird, wenn wir Klar­heit haben." Davor aber stehe das Motto für diese Woche. Der 05-Chef­coach: "Wir haben in Stutt­gart eine Chan­ce."

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Schnapp­schuss vom 1:2 gegen Han­nover 96: 05-Stür­mer Petr Ruman sitzt ent­täuscht und ent­kräf­tet am Boden, die Wer­bebande dahin­ter signa­lisiert: Das hat weh getan.

Die 1:2-Heimpleite gegen Han­nover 96 war ein Ein­schnitt. Seit dieser Nie­der­lage wäre das Gelin­gen der "Mis­sion pos­sible 15" die größte Sen­sation im deut­schen Fußball seit dem Titel­gewinn des dama­ligen Auf­stei­gers 1. FC Kai­sers­lau­tern. Eine Ein­schät­zung, die bein­hal­tet: Schwer dran zu glau­ben, aber möglich ist das. Auf der anderen Seite wäre es naiv, die Not­wen­dig­keit einer Zweit­liga­pla­nung nicht umge­hend in Betracht zu zie­hen.

Und da lautet am Bruch­weg die Mutter aller Fragen: Würde Jürgen Klopp in der nächs­ten Spiel­zeit auch einen Zweit­ligis­ten FSV Mainz 05 trai­nie­ren? Dass dem 05-Chef­coach aus dem In- und Ausland Ange­bote ins Haus flat­tern, davon darf man grundsätz­lich immer aus­gehen. Ein junger Fach­mann mit unver­brauch­tem Image, danach lechzst die Bran­che. Ein mög­licher Abstieg spielt da keine Rol­le.

Tat­sache ist, dass der 39-Jäh­rige am Bruch­weg einen Vertrag bis 2008 unter­schrie­ben hat. Aus­stiegs­klau­seln braucht es keine. Wenn Klopp einen Chris­tian Heidel bittet, ihm eine gute Auf­stiegschance nicht zu ver­weh­ren, dann wird der Mainzer Manager mit seinem Trainer umge­hend einen Weg finden. Als Klopp im Win­ter-Trai­nings­lager 2006 ver­län­gert hat, da gab er im Quar­tier an der por­tugie­sischen Atlan­tik­küste offen zu, dass er sich nicht sicher sei, ob er sich noch mal die Kno­chen­mühle Zweite Liga antun wolle, antun könne. Auf der anderen Seite habe er Heidel ver­spro­chen, dass es in Mainz von seiner Seite aus niemals zu einem unvor­berei­teten, nicht gut geplan­ten Aus­stieg kommen werde. Dieser Ent­schei­dungs­tag rückt immer näher.

Erste oder zweite Liga?

Mög­lich, dass nach dem Spiel am kom­men­den Samstag in Stutt­gart die Zukunft des Klubs geklärt ist. Würde Klopp in der Zweiten Liga Trainer am Bruch­weg blei­ben? "Ich habe schon vor län­gerer Zeit damit begon­nen, gemein­sam mit Chris­tian Heidel die kom­mende Saison zu pla­nen", ant­wor­tete Klopp am Montag. "Das kann keine Erst­liga­pla­nung sein, klar, aber es ist auch noch keine Zweit­liga­pla­nung. Was meine Zukunft anbe­trifft, ist das ja schon mal eine Aus­sage."

Der Manager war von dem Treffen am Montag begeis­tert. "Wenn ich sehe, mit welcher Vehe­menz, mit welchem Enga­gement Kloppo diese Pla­nungs­gespräche, in denen es natür­lich auch schon um Spie­ler­namen geht, führt", so Chris­tian Heidel, "dann kann ich nicht die geringste Tendenz fest­stel­len, dass unser Trainer dem­nächst andere Ziele hät­te."

Es wäre naiv, sagt Heidel, "wenn wir nicht auch mal den schlimms­ten Fall ange­ris­sen hätten, natür­lich haben wir Vor­stel­lun­gen, wie es nach einem mög­lichen Abstieg wei­ter­gehen könn­te". Aber, darin sei er sich mit dem Trainer einig: "So lange wir keine abso­lute Klar­heit haben, wird es das Thema Zweit­liga­pla­nung in der Öffent­lich­keit nicht geben. Wir werden das nicht kom­men­tie­ren."

Hoffen auf das "Wun­der"

Denn, so Heidel: "Wir haben die Hoff­nung, dass uns noch eine spek­takuläre Aktion gelingt. Und so lange diese Hoff­nung da ist, werden wir mit allen uns zur Ver­fügung ste­hen­den Mitteln ver­suchen, am Samstag in Stutt­gart zu gewin­nen." Die Planung laufen darauf hinaus, "dass wir den Stutt­gar­tern das schwerste Spiel der gesam­ten Saison besche­ren".

Natür­lich habe der Bie­lefel­der Sieg gegen Werder Bremen am Sonntag die Situa­tion nicht gerade ver­ein­facht. "Auf der anderen Seite hat uns das vor Augen geführt, was uns fehlt", erklärte Klopp. "Wir müssen und wollen jetzt endlich auch mal einen beson­deren Sieg ein­fah­ren. Ein Ergeb­nis gegen eine Mann­schaft aus der Tabel­len­spitze, das ist es." Und Arminia Biel­feld habe einen Hinweis darauf gege­ben, "dass das mit der ent­spre­chen­den Heran­gehens­weise auch möglich ist, selbst gegen eine Mann­schaft wie Werder Bre­men".

Heidel hat sich die montäg­liche Übungs­ein­heit ange­schaut. "Da oben hat kein depres­sives Team trai­nier­t", sagte der Mana­ger. "Die Stim­mung ist nicht danach, dass man den Ein­drück haben könnte wie in Mön­chen­glad­bach, wo sich die Mann­schaft schon vor län­gerer Zeit auf­gege­ben hat. Unsere Mann­schaft ist nicht von der Rol­le."

"Dann müssen wir da sein und zuschla­gen"

Der VfB Stutt­gart natür­lich auch nicht. "Aber der VfB hat jetzt das Gefühl, Meister werden zu kön­nen", so Klopps Ein­schät­zung. "Die sind gegen Mainz 05 der haus­hohe Favo­rit, für uns wird es bis Samstag Mör­der­quo­ten geben. Und dann wollen wir mal sehen, wie der VfB in diesem Heim­spiel mit diesem Druck umgeht. Ich bin tief davon über­zeugt, dass sich daraus für uns eine Chance ent­wickeln kann und wird."

Wie es um den Glauben im Kader steht, das will Klopp in dieser Woche sehr genau aus­loten. "Wenn ich merke, dass der ein oder andere Spieler in dieser Situa­tion nicht mehr auf­nah­mefähig ist, dann wird er natür­lich nicht auf­lau­fen in Stutt­gar­t", sagt der 05-Coach. "Es geht für uns um alles. Und da ist es not­wen­dig, dass wir glas­klar auf­gestellt sind, frei im Kopf, aggres­siv, von uns über­zeug­t." Und dann könne jeder Angriff in Rich­tung Stutt­gar­ter Straf­raum dem Gegner das Gefühl auf­zwin­gen, dass da etwas schief gehen könnte. "Und dann", so Klopp, "müssen wir da sein und zuschla­gen."

Rein­hard Rehberg - Foto: dpa


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/sport/r/mainz-1.html
Mittwoch, 02. Mai 2007, 08:16 © RZ-Online GmbH (aj)
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