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Samstag, 15. Juni 13

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Bun­des­liga-Abpfiff

Den 05ern ist nicht ein ein­ziger spek­takulä­rer Sieg gelun­gen

Von Jens Grütz­ner


Will der FSV Mainz 05 den Bun­des­liga-Abstieg abwen­den, muss er neben einem Hei­mer­folg gegen Borus­sia Mön­chen­glad­bach am 33. Spiel­tag auch aus­wärts spek­takulär punk­ten. Am Samstag geht's zum Liga-Zwei­ten VfB Stutt­gart, der nach den Ergeb­nis­sen des ver­gan­genen Woche­nen­des nur noch einen Punkt hinter Spit­zen­rei­ter FC Schalke 04 ran­giert und vom Titel­gewinn spricht. Zwei Wochen später findet das Sai­son­finale beim derzeit schwa­chen Rekord­meis­ter FC Bayern München statt, der aber immer noch auf Rang vier liegt. Ein Problem der 05er in den zurück­lie­gen­den 31 Spie­len: Das Team von Jürgen Klopp hat nicht ein ein­ziges mal spek­takulär gepunk­tet.

Die sieben Sai­son­erfolge gab's gegen den VfL Bochum (aus­wärts und zu Hause), Borus­sia Dort­mund, Energie Cott­bus, Hertha BSC Berlin, den 1. FC Nürn­berg und Arminia Bie­lefeld - Kon­kur­ren­ten im Abstiegs­kampf oder UI-Cup-Anwär­ter. Das 0:0 im Heim­spiel gegen die Stutt­gar­ter am 15. Spiel­tag war noch das bemer­kens­wer­teste Ergeb­nis in dieser Saison gegen einen Top­klub. Damals waren die Schwa­ben Drit­ter, die 05er schon Letz­ter.

In den ver­gan­genen beiden Bun­des­liga-Spiel­zei­ten hatten die 05er die Qua­lität für Punkt­gewinne in beson­deren Augen­bli­cken gegen Spit­zen­teams, den ent­schei­den­den Punch im Abschluss. In dieser Runde nicht. Auch des­wegen ist die Lage jetzt so prekär. Das einzige andere Team im düs­teren Liga-Kel­ler, das keinen Coup gelan­det hat, ist: Borus­sia Mön­chen­glad­bach - und die Glad­bacher sind ja bereits abge­stie­gen.

Ale­man­nia Aachen, Ein­tracht Frank­furt, der VfL Wolfs­burg, Arminia Bie­lefeld und Borus­sia Dort­mund setzten sich im Sai­son­ver­lauf zumin­dest schon zu Hause gegen den FC Bayern München durch. Und am ver­gan­genen Woche­nende ließen es drei Abstiegs­kan­dida­ten so richtig spek­takulär kra­chen: Der VfL Bochum zwang Spit­zen­rei­ter Schalke 04 2:1 in die Knie, Arminia Bie­lefeld ver­hin­derte durch einen 3:2-Sieg den Sprung von Werder Bremen auf Platz eins, und der Ham­bur­ger SV gewann in der Münch­ner Alli­anz-Arena 2:1. Zuvor hatten die Han­sea­ten unter Huub Stevens 2:0 in Bremen und auf Schalke gewon­nen - vor allem dank dieser Resul­tate, die das Selbst­ver­trauen enorm stär­ken, ist der HSV raus aus dem Kampf gegen den Abstieg.

Der FSV Mainz 05 holte über­ragende 16 Punkte aus sechs Spielen nach der Win­ter­pause. Doch der Sprung weg vom letzten Platz hat enorm viel Energie gekos­tet. Die Bilanz der zurück­lie­gen­den sechs Spiele: fünf Nie­der­lagen und ein Remis beim HSV. Und derart ange­knockt tritt die Mann­schaft nun beim VfB Stutt­gart an, der die letzten sechs Spiele in Meis­ter­schaft und DFB-Pokal gewon­nen hat.

Die Frage ist, was der Erfolg der Schwa­ben aus der Mann­schaft von Armin Veh drei Spiel­tage vor Sai­son­schluss macht? Am Frei­tag­abend, nach dem Patzer von Schalke 04 in Bochum, hatten Spieler und Verant­wort­liche im Düs­sel­dor­fer Mann­schafts­hotel ein paar Gläser Bier erhoben und auf die Per­spek­tiven ange­stoßen. Tags drauf gab's eine Halb­zeit lang gegen den desi­gnier­ten und später fest­ste­hen­den Abstei­ger aus Glad­bach: Ver­kramp­fung. Natio­nal­spie­ler Thomas Hitzl­sper­ger bekannte, dass die neue Situa­tion für "viele schwie­rig war". Plötz­lich spüren die Schwa­ben Druck.

Druck, dass es trotz derzeit glän­zen­der Aus­sich­ten auf einen Platz in der Cham­pions League, auf einen Sieg im DFB-Pokal­fina­le, auf einen Triumph in der Meis­ter­schaft, am Ende doch eine Saison ohne Ertrag geben könnte. Auch Tor­ste­her Timo Hil­debrand ent­deckte Frack­sau­sen bei den Kol­legen. "Man denkt auto­matisch daran, dass man jetzt etwas ver­tei­digen will und muss."

Nach seiner Ein­wechs­lung zur Pause half der Ex-Main­zer Antonio da Silva ent­schei­dend mit, das Spiel der Stutt­gar­ter zu beru­higen. Da Silva zog Fäden im Mit­tel­feld. Und in der 53. Minute erzielte Jung-Natio­nal­spie­ler Roberto Hilbert das ent­schei­dende 1:0.

Nun werden die Verant­wort­lichen, Trainer Veh und Manager Horst Heldt, nicht müde zu beto­nen, dass der VfB Stutt­gart nichts zu ver­lie­ren hat - im Gegen­satz zu Schalke oder Bremen, deren Ziel es vor Sai­son­beginn ja schon war, ganz oben zu stehen. Heldt: "Wir müssen unsere Locker­heit behal­ten." Das sei die einzige For­derung an das kickende Per­sonal.

Nun kommt Mainz 05 ins aus­ver­kaufte Gott­lieb-Daim­ler-Sta­dion. Die VfB-Fans werden Meis­ter­scha­len empor­recken, vom nächs­ten Titel­gewinn nach 1992 träu­men. Die 05-Fans träumen von einem spek­takulären Aus­wärts­sieg, um die Mission pos­sible 15 am Leben zu erhal­ten. Die Mög­lich­keit, dass die Nega­tivse­rie der Mainzer reißt, ist gege­ben. Über die Wahr­schein­lich­keit lässt sich strei­ten.


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/02/sport/r/mainz-2.html
Mittwoch, 02. Mai 2007, 08:16 © RZ-Online GmbH (aj)
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