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Freitag, 04. Mai 07

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Paradies für Strandläufer: Frühlingserwachen auf Norderney

Norderney - In den Wochen vor Ostern erwacht Norderney aus dem Winterschlaf. Immer mehr Spaziergänger sind auf der Promenade unterwegs.

Norderney

Der rote Leuchtturm ist ein Wahrzeichen Norderneys. (Bild: Heimann/dpa/gms)

Am Strand bauen Kinder die ersten Sandburgen der Saison. Im Vergleich zur Hauptsaison geht es aber noch ruhig zu.

Auch wenn es direkt am Wasser ziemlich frisch sein kann - der Himmel ist blau, und am Strand sieht es schon fast aus wie im Sommer: Drachen fliegen am Himmel und machen den Möwen die Lufthoheit streitig. Vor den Dünen haben sich schon ein paar Unerschütterliche im Sand ausgebreitet. Nur im Wasser ist niemand zu sehen. Norderney ist 14 Kilometer lang - und nur der Inselwesten ist bebaut. Das bedeutet viel Platz für Strandläufer und für ausgiebige Wanderungen durch die Dünenlandschaft. Wer es sich leicht machen will, kann einen Teil der Strecke mit dem Bus zurücklegen und dann zurücklaufen. Aber es lohnt sich, alles zu Fuß anzugehen. Die Insel hat ein gut ausgeschildertes Wanderwegnetz.

Norderney war einmal die erste Adresse für den Urlaub an der Nordsee. Aber die Rolle der angesagten Nobel-Insel ging nach dem Zweiten Weltkrieg an Sylt verloren. Und so mancher Klotz an der Strandpromenade aus den siebziger Jahren wirkt heute wie aus einem Lehrbuch über Bausünden. Einige Projekte weisen zum Glück in eine ganz andere Richtung: Die Milchbar an der Promenade etwa mit ihrer neuen großzügigen Glasfassade oder das neue „bade:haus”, in dem Wellness-Urlauber in Meerwasser-Pools oder der Sauna entspannen.

Zu den überragenden Bauwerken der Insel zählt seit 1874 der Leuchtturm aus rotem Backstein. Geöffnet ist er nur zwischen April und Oktober. Er liegt an einem Wanderwege-Knotenpunkt: Von hier aus geht es zum einsamen Ostende der Insel oder auch in Richtung Strand zur Weißen Düne. Direkt am Übergang zum weißen Sandstrand hat seit mehr als 40 Jahren das Restaurant „Weiße Düne” seinen Platz. 2005 wurde es buchstäblich neu aufgemöbelt und ist mit seiner Lounge-Atmosphäre das ideale Ziel für Strandspaziergänger.

In Höhe der Weißen Düne ist der Strand überraschend breit. Ein Seestern liegt am Spülsaum. Herz-, Schwert- und Trogmuscheln hat die Brandung zu Tausenden am Ufer zusammengeschoben. Auch Miesmuscheln gibt es - die in der Nordsee nach wie vor in großem Stil gefischt werden. Bei Herzmuscheln ist das inzwischen verboten.

Fischer gibt es auf Norderney nicht mehr. Das liegt auch daran, dass viele Fischarten inzwischen bedroht sind. Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen will, ist im Nationalparkhaus am Hafen genau richtig. Dort gibt es auch eine Reihe von Schaubecken - Strandkrabben oder Seesterne lassen sich sogar in die Hand nehmen, im Nachbarbecken wohnt der Hummer Waldemar.

Fünf Wale sind nach dem Zweiten Weltkrieg auf Norderney gestrandet - Teile eines Zwergwalskeletts werden im Nationalparkhaus gezeigt. Noch viel häufiger sind Schweinswale, die vor allem zwischen März und Mai rund um Norderney zu sehen sind. Und auch Seehunde gibt es vor Norderney in großer Zahl. Gerade im Frühjahr verirren sich jüngere Tiere schon einmal an den Strand - Abstand halten ist dann geboten.

Informationen: Staatsbad Norderney , Postfach 1355, 26535 Norderney; Telefon: 04932/89 10, E-Mail: info@norderney.de, Internet: www.norderney.de; www.badehaus-norderney.de.

Nordseeheilbad Norderney: www.norderney.de

Staatsbad Norderney: www.badehaus-norderney.de Von Andreas Heimann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/04/magazin/reise/t/rzo327810.html
Freitag, 13. April 2007, 11:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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