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Freitag, 04. Mai 07

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Streifzug durch das Wiener Wirtshaus im Museum

Wien (dpa) - „Heute: Beuschl, Nierndln und Hirn” kündigt eine Tafel an, daneben ein Holztisch und eine prächtig ausgestaltete Theke: Typische Objekte weisen den Weg in die Ausstellung „Im Wirtshaus. Eine Geschichte der Wiener Geselligkeit” im Wien Museum.

Wiener Wirtshaus

Das Wien Museum zeigt die Wiener „Beisl”-Tradition. (Bild: Wien Museum)

Kein „begehbares Lexikon” will die Schau (noch bis zum 23. September) nach Worten von Museumsdirektor Wolfgang Kos bieten, denn „eine exakte Wirtshauswissenschaft gibt es zum Glück nicht”. So ist auf 400 Quadratmetern ein assoziationsreicher Streifzug durch 2000 Jahre Beisl-Geschichte entstanden.

Eine Vielzahl von typischen Namen und Begriffen schlägt dem „zuagroasten” Besucher da entgegen, Innereien wie Lunge und Nieren werden als „Beuschl” und „Nierndln” angeboten, die Theke ist eine „Schank” und die Wirte heißen „Frau Novak” oder die „Zwei Liesln”. Doch die Ausstellung geht über liebenswert-nostalgische Klischeepflege weit hinaus.

So weisen Tonkrüge und Keramikschalen, aber auch Rinderknochen und Grillreste auf eine römische Taverne an der antiken Limesstraße hin. Die antike Imbissstation wurde erst vor wenigen Jahren bei Grabungen am heutigen Rennweg entdeckt und diente wahrscheinlich vor allem Arbeitern die in einer nahen Ziegelproduktion beschäftigt waren. Von der römische Antike reicht der Bogen bis hin zum heutigen Wiener Wirtshaus, das den einst abfälligen Begriff „Beisl” zum neuen selbstbewussten Markenzeichen gemacht hat.

Auch Klischees werden in Frage gestellt - so wird die romantische Vorstellung vom Wirtshaus als jenem Ort, wo unterschiedslos Kutscher und Hofrat aufeinandertrafen, korrigiert: Bei aller Offenheit der Gaststube gab es eben doch vorne den Schankraum für ein schnelles, günstiges Mittagessen und den deutlich nobleren hinteren Bereich.

Auch die oft verklärten Vorstadtgaststätten, in die sich angeblich Bürger und selbst Kaiser gerne unerkannt mischten, um das Schauspiel „gewöhnliches Volk” zu genießen, verweisen auf wenig romantische Hintergründe. Schließlich dienten sie in Zeiten großer Wohnungsnot und Armut jenen, die sich Heim oder Heizung nicht leisten konnten, als alltägliches Wohnzimmer.

Mit Exponaten wie einem verzierten „Polyphon-Musikautomaten” um 1900, Spielwürfeln aus dem Mittelalter oder einer Zither wird das Wirtshaus als Ort von Vergnügungen lebendig. Ebenso wird seine Funktion als politischer Ort veranschaulicht - gründeten doch sowohl Sozialdemokraten als auch später die Nationalsozialisten ihre zunächst illegalen Parteien in der Verschwiegenheit von Hinterzimmern.

Weitere Informationen: www.wienmuseum.at Von Irmgard Schmidmaier, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/04/magazin/reise/t/rzo329027.html
Mittwoch, 18. April 2007, 14:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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