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Freitag, 04. Mai 07

Saitenmeister: Pepe RomeroImmer wenn der Früh­ling schon fast in den Sommer über­geht, ver­wan­delt sich die Stadt Koblenz für eine gute Woche in ein Zentrum der inter­natio­nalen Gitar­ris­tik.

Ein überaus interessantes GespanRadikal und poli­tisch soll sie sein, die neue Lese­reihe "Parole Paro­li", die das Lite­ratur­büro Mainz durch­führt. Den Auftakt machten zwei "ori­ginal Bava­rian Out­laws". MAINZ.

Die Arbeits­woche ist schon fast zu Ende, und die Planung für die kost­baren freien Tage steht an. Unser Woche­nend-Kom­pass weist Ihnen den Weg zu den schöns­ten Frei­zeit-Ter­minen in unserer Region - aus­gewählt von Ihrer...

Schei­tern ist gut - oder zumin­dest nicht nur schlecht. Denn wer geschei­tert ist, hat wenigs­tens ver­sucht, einen großen Traum - ob beruf­lich oder privat - in die Tat umzu­set­zen.

Der Auftakt der jungen Woche der Mai­fest­spiele ist gelun­gen: Das Rene­gade Theatre zeigte eine rasante Adap­tion von Euri­pides' "Die Bak­chen" mit wahn­wit­zigen Bewe­gun­gen und berau­schen­der Musik. WIESBADEN.

Staatstheater Mainz: Show sucht noch Gescheiterte

Scheitern ist gut - oder zumindest nicht nur schlecht. Denn wer gescheitert ist, hat wenigstens versucht, einen großen Traum - ob beruflich oder privat - in die Tat umzusetzen.

Die "Show des Scheiterns" (von

Die "Show des Scheiterns" (von links): Sebastian Orlac (Moderator), Thorsten Schwarz (Protokollant) und Referent Nils Rose in der Hamburger Kampnagel-Fabrik. Foto: Susanne Schmitt

Die "Show des Scheiterns" gastiert im Staatstheater und sucht noch Freiwillige, die von ihrem Desaster berichten.

MAINZ. Erfolg haben, obwohl man gescheitert ist? Warum nicht? In der "Show des Scheiterns" erzählen Bürger der Region von Vorhaben, die sie in den Sand gesetzt haben. Für Mainz werden noch Freiwillige gesucht, die sich ihre Erlebnisse von der Seele reden wollen. "Jeder kann bei uns mitmachen. Wir wollen vor allem Menschen zum Erzählen ermutigen, die nicht ohnehin schon Erfahrung mit der Bühne haben", betont Sebastian Orlac, Moderator und Mitbegründer des Projekts, das bei der Lesereihe "Parole Paroli" des Literaturbüros zum Kultursommer nach Mainz kommt.

Er selbst hat auch schon vor Publikum von seinem kläglich gescheiterten Versuch erzählt, Intendant an einem Berliner Theater zu werden. "Wir wollen die Menschen in unserer Show nicht vorführen. Wir wollen viel mehr als Forum für alle dienen, die sich durch das Erzählen befreien wollen." Überwindung habe es bisher jeden, auch ihn selbst, gekostet. Die Aufregung verschwinde aber, wenn man erst mal angefangen habe. So hat zum Beispiel der Erbe eines Familienunternehmens in der vierten Generation davon erzählt, wie es zur Insolvenz kommen konnte. Ein anderer Freiwilliger berichtet über eine Rede für ein Rhetorikseminar, in dem er nicht einen vernünftigen Satz herausbekam.

Sebastian Orlac moderiert die Show. Er stellt die Redner vor und hilft, wenn der Vortragende nicht weiter weiß. Ein Protokollant hält mit Hilfe eines Projektors die Kernpunkte der Geschichten fest, so können die Zuschauer besser folgen. Die Vortragsshow wird von Mandolinen und einem Orchester begleitet. Außerdem singen die Organisatoren Lieder über das Scheitern, meist Countrysongs wie "Born to Lose" oder "I've Got the Will to Fail". Experten aus der Psychologie analysieren die Gründe für das Scheitern, die manch einem Redner nicht bewusst waren.

"Die Idee ist gut, und kommt seit fünf Jahren an." sagt Orlac. Damals hatten die zwei Berliner Boris Jöns und Thorsten Schwarz die Idee für "Die Show des Scheiterns" und holten Schriftsteller Sebastian Orlac ins Boot. Angefangen hat die Show in Berlin, aber mittlerweile war sie auch in Hamburg, München, Zürich, St. Gallen, Köln, Gießen und Linz zu sehen. Im Kleinen Haus des Staatstheaters gastiert die Show am Montag, 21. Mai, um 20 Uhr - und braucht dafür noch regionale Unterstützung: Interessierte, die von ihren Erfahrungen berichten wollen, können sich unter Telefon 030/695 695 80 oder im Internet unter www.show-des-scheiterns.de informieren und Kontakt aufnehmen. Keine Angst vorm Scheitern, es passiert fast jedem - aber nur wenige haben den Mut, darüber zu sprechen.

Katja Henninger

RZO


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/04/magazin/szeneregional/t/rzo332423.html
Donnerstag, 03. Mai 2007, 9:08 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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