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Freitag, 04. Mai 07

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„Vier Minuten” und „Das Parfum” sind die Filmpreis-Sieger

Berlin - Der Gefängnisfilm „Vier Minuten” von Chris Kraus hat den Deutschen Filmpreis 2007 gewonnen.

Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw) verliebt sich in den Duft des Mirabellen-Mädchens (Karoline Herfurth.

Das verkündete Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Freitagabend bei der Verleihung des 57. Deutschen Filmpreises in Berlin.

Silberne Lolas gingen an Tom Tykwers Bestsellerverfilmung „Das Parfum” und Marcus H. Rosenmüllers Heimatfilm „Wer früher stirbt ist länger tot”. Als bester Schauspieler wurde Josef Bierbichler für seinen Part in dem Drama „Winterreise” ausgezeichnet. Bei den Schauspielerinnen setzte sich Monica Bleibtreu, die Klavierlehrerin in „Vier Minuten”, durch. „Das Parfum” erhielt insgesamt fünf Lolas.

Deutscher Filmpreis

Hannelore Elsner kommt zur Verleihung des Deutschen Filmpreises.

Nachwuchsstar Hannah Herzsprung („Das wahre Leben”) gewann eine Lola als beste Nebendarstellerin. Bester Nebendarsteller wurde Devid Striesow für seine Darstellung eines SS-Mannes in Stefan Ruzowitzkys KZ-Film „Die Fälscher”, der bei der Berlinale im Wettbewerb lief. Detlev Bucks „Hände weg von Mississippi” nach dem Buch von Cornelia Funke wurde zum besten Kinder- und Jugendfilm 2007 gekürt. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk bekam der 76 Jahre alte Schauspieler Armin Mueller-Stahl („Shine”, „Die Manns”).

Regisseur Tykwer und sein Produzent Bernd Eichinger durften sich gleich mehrfach freuen. Ihre opulente Bestseller-Verfilmung „Das Parfum” nach dem gleichnamigen Roman von Patrick Süskind, die bereits 5,6 Millionen Besucher verzeichnete, erhielt Auszeichnungen für die beste Kamera (Frank Griebe), das beste Szenenbild (Uli Hanisch), den besten Schnitt (Alexander Berner), die beste Tongestaltung (Stefan Busch, Dirk Jacob, Michael Kranz, Frank Kruse, Matthias Lempert, Hanse Warns und Roland Winke) und das beste Kostümbild (Pierre-Yves Gayraud). Rosenmüllers Film „Wer früher stirbt ist länger tot” holte drei Trophäen.

Kulturstaatsminister Neumann hob bei der Gala hervor, der deutsche Film sei auf einem guten Weg. „Wer eine Lola nach Hause trägt, ist auch Oscar-verdächtig!”, sagte er mit Blick auf den Lola- und späteren Oscar-Erfolg von „Das Leben der Anderen”. Zu der Gala im Berliner Palais am Funkturm waren mehr als 2000 Gäste aus der Filmbranche gekommen. Durch den Abend führte der Komiker Michael „Bully” Herbig. Über den 80 Meter langen roten Teppich gingen Schauspieler wie Mario Adorf, Otto Sander, Heike Makatsch, Uschi Glas, Maria Schrader, Christiane Paul und Jasmin Tabatabai. Auch Model Nadja Auermann, Komiker Otto Waalkes, die Regisseure Florian Henckel von Donnersmarck, Wolfgang Becker und Hark Bohm sowie Kameramann Michael Ballhaus waren unter den Gästen.

Der Deutsche Filmpreis ist mit insgesamt drei Millionen Euro der höchstdotierte nationale Kulturpreis. Das Geld kommt von der Bundesregierung.

www.deutscher-filmpreis.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/04/magazin/t/rzo332825.html
Freitag, 04. Mai 2007, 21:44 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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