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Freitag, 04. Mai 07

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Orhan Pamuk erhält Ehrendoktorwürde der Freien Universität

Berlin - Der türkische Schriftsteller und Literatur- Nobelpreisträger Orhan Pamuk hat am Freitag die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin (FU) erhalten.

Ehrendoktorwürde für Pamuk

Orhan Pamuk (m) mit dem Vizepräsidenten der FU, Klaus Hempfer (l) und dem Dekan des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften, Peter-Andre Alt.

Mit der Auszeichnung ehrte der Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften den 54- Jährigen als Ausnahmeerscheinung der Weltliteratur und Mittler zwischen den Kulturen.

Pamuk sagte in seiner kurzen Dankesrede im Henry-Ford-Bau in Dahlem, er glaube an die Humanwissenschaften, sie seien eine westliche Erfindung. Fragen nach dem Ursprung von Glauben und Moral, Fragen nach den Grundlagen menschlichen Miteinanders und menschlichen Vergnügens seien Themen, mit denen sich die Wissenschaft intensiv beschäftigen sollte.

Pamuk gilt als bedeutendster türkischer Schriftsteller der Gegenwart, dessen Werke in 45 Sprachen übersetzt worden sind. Sein neuestes Buch „Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt” ist auf Deutsch im November 2006 erschienen. Zur Zeit ist der Autor auf Lesereise in Deutschland. Im Jahr 2005 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 2006 den Nobelpreis für Literatur. Die Ehrendoktorwürde der Freien Universität sollte ihm schon im Februar verliehen werden. Doch nach der Ermordung seines Freundes, des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink auf offener Straße in Istanbul, und Drohungen türkischer Nationalisten verschob Pamuk damals die Reise nach Deutschland.

FU-Vizepräsident Klaus Hempfer verwies darauf, dass sich Pamuk nicht als politischer Schriftssteller verstehe. „Es ist die ästhetische Qualität seiner Texte, die ihn zur moralischen Instanz werden lässt - und so sind Sie dann doch ein politischer Autor”, sagte Hempfer an Pamuk gewwandt. Der Literaturwissenschaftler Gert Mattenklott betonte in seiner Laudatio, mit Pamuk werde ein „literarischer Sachverständiger ohngleichen” und zugleich das „Lebenswissen” des Dichters gewürdigt. Der Gießener Turkologe Mark Kirchner bedauerte, dass Pamuks Frühwerk und auch große Teile seines essayistischen Werks noch nicht auf Deutsch erschienen seien.

Berlin Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erinnerte an den Tod von Pamuks Freund Dink und daran, dass auch Pamuk in seiner Heimat gefährliche Feinde habe. Die Türkei müsse vor einem EU- Beitritt den Weg der Reformen weiter gehen. „Es darf nicht sein, dass Extremisten Verbrechen begehen und dabei von Behörden geduldet oder unterstützt werden”, sagte der SPD-Politiker.

Nach dem Festakt las Pamuk aus seinem Erinnerungs-Band „Istanbul”. Die deutsche Übersetzung trug der Schauspieler Ulrich Noethen vor. In den nächsten Tagen liest Pamuk noch in Köln (6.5.), Stuttgart (7.5.) und München (8.5.).

Die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin haben unter anderen der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (2006) sowie die Schriftsteller Imre Kertész (2005), Günter Grass (2005), Carlos Fuentes (2004) und Umberto Eco (1998) erhalten.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/04/magazin/t/rzo332857.html
Freitag, 04. Mai 2007, 15:54 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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