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Mittwoch, 8. Juli 20

Warnstreik in KasselSin­del­fin­gen - Mit einer Eini­gung in letzter Sekunde haben IG Metall und Arbeit­geber den ersten Streik in der Metall- und Elek­tro­indus­trie seit fünf Jahren abge­wen­det. Die Beschäf­tig­ten erhal­ten von Juni an 4,1...

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Streik in Metallindustrie abgewendet

Sindelfingen - Mit einer Einigung in letzter Sekunde haben IG Metall und Arbeitgeber den ersten Streik in der Metall- und Elektroindustrie seit fünf Jahren abgewendet.

Warnstreik in Kassel

Die Metal­ler konnten sich mit ihrer For­derung nach Loh­ner­höhun­gen durch­set­zen.

Die Beschäftigten erhalten von Juni an 4,1 Prozent mehr Geld. Nach 12 Monaten gibt es eine weitere Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,7 Prozent sowie einen Zuschlag von 0,7 Prozent. Zudem gibt es für April und Mai 2007 eine Pauschale von 400 Euro. Darauf haben sich die Tarifparteien am Freitag in Sindelfingen nach mehr als 20-stündigen Verhandlungen geeinigt. Die gesamte Laufzeit beträgt 19 Monate bis Ende Oktober 2008.

Die Einigung für 800 000 Beschäftigte in Baden-Württemberg wird bei IG Metall und Arbeitgeberverband Gesamtmetall als Pilotabschluss für die gesamte Branche mit bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten gewertet. Beide Seiten empfahlen ihren Gremien in den anderen Tarifgebieten, den Sindelfinger Abschluss zu übernehmen. In einzelnen Bezirken soll die Übernahme bereits in der kommenden Woche vereinbart werden.

Für die zweite Stufe verständigten sich die Tarifparteien auf eine Öffnungsklausel, nach der Tariferhöhung und der Zuschlag gestutzt werden können. Beide Komponenten können mit Zustimmung der Arbeitnehmervertreter auf betrieblicher Ebene um bis zu vier Monate verschoben werden. Im Gegenzug hat es die IG Metall geschafft, eine Differenzierung des Weihnachtsgeldes abzuwehren.

Der Verhandlungsführer der Arbeitnehmer, Baden-Würtembergs IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann, sagte: „Das ist ein Ergebnis mit Augenmaß, aber ohne Bescheidenheit.” Ohne die massiven Warnstreiks wäre der Abschluss aber nicht möglich gewesen, sagte er. Die IG Metall hatte bis zum Freitag mit massiven Warnstreiks ihre Kampfbereitschaft demonstriert. Die letzten Warnstreiks sollten am Freitagabend beendet werden.

Wären die Verhandlungen im Südwesten ohne Ergebnis geblieben, hätte die größte deutsche Industriegewerkschaft sehr schnell eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf beschlossen. Während der zähen Verhandlungen in Sindelfingen hat es Hofmann zufolge zeitweise „Spitz auf Knopf” gestanden.

Südwestmetallchef Stefan Roell sagte: „Wir wollten unter den 4 Prozent bleiben.” Allerdings sei die wirtschaftliche Lage der Unternehmen gut und habe sich in den vergangenen Wochen weiter verbessert. Er bezeichnete das Ergebnis angesichts der „unerwartet guten Entwicklung der Branche als angemessen und ausgewogen”. Durch die längere Laufzeit des Tarifvertrages erhielten die Unternehmen der Branche Planungssicherheit fast bis Ende 2008. Trotz der hohen Kostenbelastung für die Betriebe durch den Abschluss hoffe er, dass in der Metall- und Elektroindustrie weiter Arbeitsplätze aufgebaut werden können.

Die Verhandlungen waren nach ihrem Beginn am Donnerstagnachmittag mehrmals wegen interner Beratungen von Arbeitgebern und Gewerkschaft mit ihren Gremien unterbrochen worden. An diesen Gesprächen hatten auch die IG Metall-Chef Jürgen Peters und dessen Vize Berthold Huber sowie Gesamtmetallpräsident Martin Kannegiesser teilgenommen.

Nach Darstellung von Gesamtmetall belastet der Tarifabschluss die Betriebe im Kalenderjahr 2007 mit 3,9 Prozent und in den ersten 10 Monaten des Jahres 2008 mit 2,1 Prozent. Über die gesamte Laufzeit gerechnet betrage die Belastung pro Jahr 3,3 Prozent. Kannegiesser sprach von einer Vorleistung der Betriebe auf die Zukunft, die „nun durch die Leistung der Mitarbeiter gedeckt werden” müsse.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) kritisierte den Abschluss als zu undifferenziert. Es sei „unverantwortlich, dass im Namen der guten Konjunktur auch diejenigen zur Kasse gebeten werden, die von der Konjunktur nichts haben”. Auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) rügte, mit der Erhöhung der Einkommen um 4,1 Prozent werde die „Schmerzgrenze für viele Unternehmen deutlich überschritten”. Kannegiesser urteilte dagegen, die Kostenbelastung der Betriebe sei „im Durchschnitt noch zumutbar”.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte, der Abschluss sei kein Vorbild für andere Branchen. Die ausgezeichnete Konjunkturlage in der Metall- und Elektroindustrie gelte keineswegs für alle Wirtschaftsbereiche.

Die IG Metall war mit der Ausgangsforderung von 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in den Tarifkonflikt gegangen. Die Arbeitgeber hatten bislang 2,5 Prozent mehr Entgelt und einen Konjunkturbonus von 0,5 Prozent für zwölf Monate angeboten.

Die Verhandlungen wurden auch am Freitag von bundesweiten Warnstreiks begleitet. Die IG Metall rechnete mit mehreren zehntausend Teilnehmern. Zum Auftakt der fünften Verhandlungsrunde am Donnerstag waren bundesweit rund 300 000 Metaller für mehr Geld auf die Straße gegangen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/04/wirtschaft/t/rzo332417.html
Freitag, 04. Mai 2007, 19:36 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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