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Dienstag, 08. Mai 07

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Im Reich der Ottifanten: „Dat Otto Huus”

Emden - Heute scheint Torstens Glückstag zu sein: Gerade hat ihm Otto Waalkes persönlich ein Hemd verkauft.

«Dat Otto Huus»

„Dat Otto Huus”: Seit rund zwanzig Jahren eine Attraktion. (Bild: Buhr/dpa/gms)

„Megacool”, ruft der Junge und hält ein T-Shirt in die Höhe, das einen Aufdruck in der Handschrift des Blödelbarden trägt: „Wi ahr se Schämpjens”.

Gelegentlich schaut Otto in Emden vorbei und bedient dann die meist jugendlichen Kunden im „Otto Huus” gerne selbst. Nachdem er seinen Fans das Angebot schmackhaft gemacht hat, entschwindet er wieder mit den Worten: „Wenn ihr mal denkt, denkt ottifantisch, hahaha.”

Etwas anderes bleibt den Besuchern im bald 20 Jahre alten „Otto Huus” in Emden auch gar nicht übrig. Denn Otto hat das Erdgeschoss des am 1. August 1987 eröffneten Gebäudes bis in den letzten Winkel mit Ottifanten voll gestopft. Sein gerüsseltes Wappentier ist auf Bechern, Notizbüchern und Mousepads zu sehen. Ein besonders großes Exemplar springt den Besuchern bereits aus der roten Backsteinfassade entgegen. Kein Wunder, dass manche Kinder nach einem Emden-Besuch vor dem Einschlafen statt Schäfchen nur noch Ottifanten zählen wollen.

Der in Halbdunkel getauchte erste Stock des Hauses gewährt Einblicke in Ottos bewegte Biografie. Da ist zunächst ein vergilbtes Foto aus Konfirmandentagen. Ein ernstes Gesicht unter akkurat gescheiteltem Haar schaut schüchtern aus dem Rahmen. Ottos angeblich erste Bartstoppeln, die man mit der Lupe suchen muss, sind da ebenso zu bewundern wie sein „erstes Kaugummi”. Es ruht wie ein graues Fossil in einer Vitrine und erinnert fatal an seinen Ottifanten.

Im „Otto Huus” tönt die Stimme des Blödelbarden aus allen Ecken. Einer salbungsvollen Predigt an seine Gemeinde folgt nahtlos ein Zitat aus Ottos „Buch der Friesen”: „Und meine Heimat ist nun einmal Emden. Und deshalb steht mitten in Emden das Otto Huus.” Der Raum quillt über mit kuriosen Exponaten. Ob Otto wirklich diese zerkratzte Schulbank gedrückt hat? Und stellen die beiden langnasigen Puppen mit dem krähenden Säugling auf dem Arm ihn und seine Eltern dar?

Ein lebensgroßer Hampelmann mit strohgelben Spaghettihaaren weist den Weg zum „Olymp” des Hauses: Unter dem Dach hat Otto einen Kinosaal eingerichtet - ein prachtvolles Relikt aus den sechziger Jahren mit knarzenden Klappsesseln und einer von verschossenen roten Samtvorhängen gerahmten Leinwand. Darauf jagt ein Sketch den anderen: Otto als Pirouetten drehende Ballettratte, als Mainzer Karnevalist, als strippender Lehrer. Ringsherum sind seine - garantiert echten - Preise ausgestellt: Goldene Schallplatten, Platinscheiben und Bambis.

In großen Schränken ruhen Requisiten aus seinen Filmen. Leider ist der Raum etwas spärlich ausgeleuchtet. Ein paar zwölfjährige Besucher aus Dortmund wissen auch, woran das liegt: „Die beiden Mitarbeiter im Haus genügen nicht”, sagen sie. Denn wie viele Ostfriesen benötigt man, um eine Glühbirne einzuschrauben? Es sind drei: einen, der die Birne hält und zwei, die die Leiter drehen. „Vielleicht klappt's ja, wenn Otto mal wieder hier ist”, lachen die Kids.

Informationen: „Dat Otto Huus” , Große Straße 1, 26721 Emden (Tel. 04921/221 21); Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.30 bis 18.00 Uhr, samstags bis 13.00 Uhr, sonntags nur im Sommer. Erwachsene zahlen zwei und Kinder einen Euro. Ein Teil des Eintrittspreises kommt karitativen Zwecken zugute. Nach der Winterpause öffnet „Dat Otto Huus” wieder am Montag, 26. März 2007.

www.emden-touristik.de

www.otto-waalkes.com Von Uta Buhr, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/magazin/reise/reisetipp/t/rzo318440.html
Freitag, 02. März 2007, 10:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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