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Dienstag, 08. Mai 07

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Kourou - Mehr als nur Raketenstarts im Urwald

Kourou - Majestätisch thront die 750 Tonnen schwere Trägerrakete auf der Startrampe und wartet auf den Countdown.

Kourou

In Kourou steht auch ein Modell der Ariane-5-Rakete. (Bild: Kaffsack/dpa/gms)

Abflugbereit ragt die Ariane-5 ECA mehr als 50 Meter hoch in den Himmel über Kourou in Französisch-Guayana. Rundherum ist nichts als Urwald.

Ein paar Kilometer entfernt liegt der Atlantik. Wer sich als Raumfahrtfan und Tourist rechtzeitig angemeldet hat, kann nun das Erlebnis eines Raketenstarts zu frühabendlicher Stunde ganz aus der Nähe mitverfolgen. Dieses gewaltige Tosen, wenn die Triebwerke gezündet werden, das langsame Abheben des Kolosses mit seinem Rauchschweif und die Erleichterung am Boden, wenn alles geklappt hat - so etwas bleibt in Erinnerung.

Nur ein dichter Mangrovengürtel trennt Europas Weltraumbahnhof, der knapp sechs Grad nördlich des Äquators liegt, vom Meer. Nahe der Palmen am Strand stehen einige Schaulustige, die mit einem Katamaran unterwegs waren und durch das starke Grummeln der startenden Ariane-5 auf das Himmelsschauspiel aufmerksam gemacht worden sind. In einem leichten Bogen verschwindet die Rakete mit ihrer Transportfracht - in aller Regel zwei Satelliten - in den Wolken. Schon seit Ende 1979 starten Ariane-Raketen vom Gelände des Centre Spatial Guyanais CSG, das gut doppelt so groß ist wie das Bundesland Bremen - hier ist viel Platz.

Die kleine Garnisonsstadt Kourou blüht und gedeiht - wegen des Geldsegens, den die europäische Raumfahrtindustrie bringt, aber auch dank der Tausenden von Touristen, die nicht nur das Raumfahrtgelände und sein Museum besichtigen oder einen Start beobachten wollen. Die ansonsten touristisch noch nicht so gefragte Amazonas-Region nördlich von Brasilien bietet einen gruseligen Gang in die einstige Hölle, wie sie von Henri Charrière in seinem Bestseller „Papillon” beschrieben und von Steve McQueen in dem gleichnamigen Straflager-Film bekannt gemacht worden ist. Der „Gang” ist eine gut einstündige Fahrt mit einem Katamaran zu den „Inseln des Heils”, wo ehedem französische Schwerverbrecher und politische Gefangene in Kerkern schmachteten.

Haie wurden hier extra gefüttert, damit sie abschreckend in der Nähe der „Îles du Salut” blieben und die Gefängniswache spielten. Ist heute in Kourou buntes Markttreiben, dann werden dort vielleicht auch die besten Stücke von einem Nachkommen der früheren „Gefängniswärter” feilgeboten. Daneben liegen Berge von Melonen, Papayas, Avocados und Ananas, dazu Säckchen mit Cayenne-Pfeffer, Safran und Zimt. Die ganze farbliche und geschmackliche Vielfalt prächtiger exotischer Produkte ist ausgebreitet. Apropos Cayenne: Ein Ausflug in die Hauptstadt dieses französischen Übersee-Départements lohnt vor allem, wenn König Karneval regiert. Zudem bieten sich Kanufahrten tief in den Urwald an, am besten mit einem Kenner seltener Wasservögel oder Schildkröten.

Derweil ist nach dem Start auf dem Weltraumbahnhof auch wieder vor dem Start. Die nächste Ariane-5 wird bereits in ihrer riesigen Halle präpariert und der auf seinen Transport ins All wartende Satellit kontrolliert. Im kommenden Jahr wird das Raumfahrtgelände für interessierte Besucher noch attraktiver - die Europäer wollen 2008 ihre neue Kleinrakete Vega starten. Und mit immensem Aufwand wird außerdem eine Startrampe aus dem Urwald gestampft - für die legendäre russische Sojus-Rakete.

Informationen: Maison de la France, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Telefon: 0900/157 00 25 (49 Cent pro Minute)

Maison de la France: www.franceguide.com/de

Centre Spatial Guyanais CSG: www.cnes-csg.fr Von Hanns-Jochen Kaffsack, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/magazin/reise/reisetipp/t/rzo323502.html
Freitag, 23. März 2007, 10:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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