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Samstag, 15. Juni 13

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Kriminalität geht weiter zurück

Berlin - Die Kriminalität in Deutschland geht insgesamt weiter zurück, Gewalt-, Betrugs- und Wirtschaftsdelikte nehmen aber zu.

Kriminalstatistik

Trotz eines Rückgangs aller Straftaten steigt laut Statistik die Zahl der Gewaltdelikte weiter an.

Das weist die in Berlin vorgelegte Polizeiliche Kriminalstatistik für das vergangene Jahr aus.

Die Aufklärungsquote aller Straftaten übertraf mit 55,4 Prozent nochmals die Bestmarke des Vorjahres. Insgesamt wurden 6 304 223 Straftaten erfasst, 1,4 Prozent weniger als 2005. Die Zahl der Tatverdächtigen sank um 1,3 Prozent auf 2 283 127. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bewertete die Entwicklung insgesamt positiv: „Wir haben mit der Kriminalstatistik wieder den Beweis dafür, dass Deutschland zu den sichersten Ländern der Welt gehört.”

Besorgt zeigte sich Schäuble über die steigende Zahl gewalttätiger Jugendlicher. „Die Kriminalität ist jung und männlich”, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Um Erkenntnisdefizite im Bereich der Jugendkriminalität und insbesondere der Jugendgewalt zu schließen, will das Innenministerium zusammen mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen mit einer Studie das Dunkelfeld ausleuchten, wie Schäuble ankündigte. Unter Dunkelfeld verstehen die Statistiker die der Polizei nicht bekannten Fälle.

Laut Statistik ist die Zahl der Tatverdächtigen im Kindes-, Jugend- und Heranwachsendenalter ebenfalls leicht rückläufig. Zugleich wurden aber mehr Gewaltdelikte von 14- bis 21-Jährigen registriert als 2005: im Bereich der einfachen Körperverletzungen bei Jugendlichen (14 bis 18 Jahre) plus 2,7 Prozent, bei Heranwachsenden (18 bis 21 Jahre) plus 4,6 Prozent. Schäuble betonte, dies bedeute nicht zwingend einen Anstieg. Der Zuwachs könne auch auf eine erhöhte Bereitschaft zurückgeführt werden, Körperverletzungen bei der Polizei anzuzeigen. Auch an den Schulen würden Fälle von Gewalt häufiger als früher angezeigt.

Als erfreulich wertete Schäuble, dass die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen weiter um 3,2 Prozent auf 503 037 zurückgegangen ist. Die Zahl der deutschen Tatverdächtigen sank leicht um 0,8 Prozent auf 1 780 090. Bei Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit sind der Statistik zufolge hingegen nichtdeutsche Jugendliche stärker beteiligt als deutsche.

Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte ging um 4,6 Prozent auf rund 2,6 Millionen Fälle zurück. Überdurchschnittlich gesunken sind erneut Autodiebstähle um 16 Prozent auf 42 320. Das ist nur noch ein Fünftel der Fälle von 1993. Mit 106 107 Fällen hat sich die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 1993 halbiert. Körting führt diese Rückgänge vor allem auf bessere technische Sicherheitsvorkehrungen zurück.

Die Betrugsfälle nahmen hingegen um 0,5 Prozent auf 954 277 zu. Kräftig stiegen Waren- und Warenkreditbetrug an (plus 8,8 Prozent auf 327 052). Die Statistik erklärt dies mit der vermehrten Nutzung des Internets. Bei Straftaten mit dem Tatmittel Internet wurden Waren entweder nicht bezahlt oder bezahlte Waren nicht geliefert. Körting rief zu besonderer Vorsicht bei Online-Käufen auf. Wer unbedacht Vorauszahlungen leiste, „mit dem habe ich nur begrenztes Mitleid”.

Bei der Wirtschaftskriminalität verzeichnet die Statistik seit 2004 einen stetigen Anstieg. 2006 stiegen die Fälle um 7,5 Prozent auf 95 887 - im Vergleich zu 1993 mehr als eine Verdopplung. Die registrierten Fälle der Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte fielen mit 6027 (plus 8,9 Prozent) vergleichsweise gering aus. Das so genannte Dunkelfeld wird jedoch auf ein Vielfaches geschätzt. Gesunken ist die registrierte Computerkriminalität und zwar um 4,9 Prozent auf 59 149 Fälle. Dies geht vor allem auf einen Rückgang beim Betrug mit Kredit- und EC-Karten zurück.

Die Statistik belegt erneut, dass Männer krimineller sind als Frauen. Von allen Tatverdächtigen gehörten nur 24,1 Prozent dem weiblichen Geschlecht an. Dies betrifft mit gewissen Schwankungen alle Gruppen von Kindern bis Erwachsenen. Auffällig ist nur, dass Mädchen und weibliche Jugendliche (bis 16 Jahre) 32,2 Prozent aller Tatverdächtigen stellen.

Der Statistik zufolge bleibt im Städtevergleich Frankfurt am Main das gefährlichste Pflaster. Dort kamen auf 100 000 Einwohner 16 378 Straftaten. Relativ sicher leben die Münchner (8861 Straftaten). Die Hauptstadt Berlin liegt mit 14 632 im schlechteren oberen Bereich. Allerdings werden bei der Berechnung der Häufigkeitszahlen nur die amtlich gemeldeten Bewohner, nicht jedoch Pendler, Touristen, Durchreisende, Stationierungsstreitkräfte und andere nicht gemeldete Personen berücksichtigt. Diese Gruppen können vor allem in den großen Städten die Kriminalität besonders beeinflussen.

Internet: Kriminalstatistik: http://www.bmi.bund.de ; Online-Kauf: http://www.kaufenmitverstand.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/news/t/rzo333517.html
Dienstag, 08. Mai 2007, 17:12 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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