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Arbeiten im Rentenalter

Berlin - Die Deutschen müssen künftig länger arbeiten: Bis zum Alter von 67 Jahren werden sie Autos montieren, Kleidung verkaufen oder am Computer sitzen. So hat es die Bundesregierung jüngst beschlossen.

Monteur

Viele arbeiten bis nach ihrem 65. Lebensjahr hinaus. (Bild: Diagentur/dpa/gms)

Betroffen sind alle, die im Jahr 1964 oder später geboren sind. Während vor diesem Ausblick so manchem graut, gibt es schon jetzt Menschen, die bis zu ihrem 70. Geburtstag oder sogar noch länger arbeiten: Manche wagen den Traum von der Selbstständigkeit, andere haben einfach Lust noch weiter zu machen. Oder sie treibt die finanzielle Not. Grundsätzlich hat jeder Mensch die Möglichkeit, im Rentenalter berufstätig zu bleiben.

Knapp jeder Zehnte im Alter zwischen 65 und 69 Jahren ist noch erwerbstätig, ergab der Alterssurvey aus dem Jahr 2002. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelte, dass im Jahr 2005 rund 358 000 Männer und Frauen im Alter zwischen 65 und 70 Jahren noch arbeiteten - das sind rund 6,6 Prozent dieser Altersgruppe. Knapp die Hälfte von ihnen war selbstständig.

Gerade Selbstständige führten häufig ein stark auf die Arbeit fixiertes Leben, erklärt Heribert Engstler vom Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin. Viele könnten sich mit dem 65. Geburtstag nicht vorstellen aufzuhören. Andere fänden keine Nachfolger. „Daneben gibt es auch Leute, die fangen im fortgeschrittenen Alter nochmal was Neues an und machen sich damit selbstständig, etwa mit einer Beratertätigkeit.”

Doch auch Angestellte bleiben manchmal länger im Job. „Meistens sind das Menschen mit einer hohen Qualifikation und einer höheren Besoldung”, sagt Prof. Gerhard Bäcker, Soziologe an der Universität Duisburg. Die breite Masse der Beschäftigten im mittleren und unteren Gehaltsbereich arbeite nicht freiwillig länger. „Es gibt aber durchaus Menschen, die aus finanziellen Gründen gezwungen sind, noch weiter zu arbeiten.”

Grundsätzlich können alle Arbeitnehmer über das 65. Lebensjahr hinaus arbeiten. „Viele Tarifverträge sehen aber vor, dass das Arbeitsverhältnis automatisch mit 65 endet”, sagt Prof. Bäcker. Manche Berufsgruppen - etwa Piloten - müssen sogar vorher aufhören. Nur wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber einig sind, ist eine weitere Beschäftigung möglich. Die muss nicht im vollem Umfang erfolgen - viele Ältere haben kein Interesse daran, noch 40 Stunden pro Woche zu arbeiten. Sie springen dann als Urlaubsvertretung ein oder helfen bei Auftragsspitzen aus.

Beliebt sind die so genannten Minijobs mit einem Gehalt von bis zu 400 Euro. „Die sind für Arbeitgeber und Arbeitnehmer attraktiv, weil geringere Abgaben gezahlt werden müssen”, erklärt Engstler.

Wer über das Rentenalter hinaus arbeiten möchte, hat drei Möglichkeiten: Er kann sich die Rente auszahlen lassen und nebenher arbeiten oder eine Teilrente beziehen. Oder er verzichtet vorerst auf die Alterssicherung. „Dann steigt der Rentenanspruch um monatlich 0,5 Prozent”, erklärt Renate Thiemann, Sprecherin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin.

Beziehen Menschen schon vor dem 65. Geburtstag Rente, dürfen sie im Regelfall nur maximal 350 Euro im Monat hinzuverdienen, erläutert Michael Römer, Referent für Sozialpolitik beim Bund der Steuerzahler in Berlin. Der Verdienst muss dem zuständigen Rentenversicherungsträger gemeldet werden. Mit dem 65. Geburtstag fällt diese Zuverdienstgrenze weg - das gilt unabhängig davon, wann der Rentenbezug begann. Wer also mit 63 erstmals seine Altersrente bezieht, darf bis zum 65. Lebensjahr nur 350 Euro verdienen, danach aber unbegrenzt viel. Das Gehalt muss wie bei jüngeren Arbeitnehmern versteuert werden.

Im Alter weiterzuarbeiten kann zum persönlichen Wohlbefinden beitragen, sagt Prof. Bäcker. „Das hängt aber stark davon ab, wo, unter welchen Bedingungen und warum die Menschen arbeiten.” Wer auf das Geld angewiesen sei, empfinde die Berufstätigkeit eher als Belastung. „Man darf nicht vergessen: Viele Leute sind froh, wenn sie aus dem Beruf ausscheiden können, weil sie sich den Belastungen nicht mehr gewachsen fühlen.” Und längst nicht alle können überhaupt bis zum 65. Geburtstag arbeiten, sagt Engstler. „Das Hauptproblem ist, dass viele Arbeitnehmer schon viel früher aus dem Job herausfallen.” Von Carina Frey, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/service/berufbildung/t/rzo328332.html
Montag, 16. April 2007, 9:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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