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Lernschwache Jugendliche im Dienst der Senioren

Filderstadt - Sie haben gar keinen oder nur einen schlechten Schulabschluss - doch sie können zupacken.

In mehreren Seniorenheimen sowie Krankenhäusern in der Stuttgarter Region sollen 20 schulmüde und nicht-ausbildungsreife junge Menschen eingesetzt werden.

Dieses von der Robert Bosch Stiftung initiierte Modellprojekt will sozial benachteiligten Jugendlichen die Chance geben, auf dem ersten Arbeitsmarkt einen Job zu finden. Die 16- bis 19-Jährigen werden im Herbst einen zweijährigen Lehrgang antreten - 70 Prozent Praxis, 30 Prozent Theorie. Das Projekt nennt sich „Qualifizierung zur Service- und Präsenzkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen”. Die Schulabgänger würden nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern eng begleitet, auch sozialpädagogisch, erklärte Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung.

Der Unterricht soll einfache hauswirtschaftliche und technische Themen vermitteln. Aber auch Sozialverhalten sowie Kommunikations- und Benimmtraining. Es braucht auch eine gewisse soziale Kompetenz, betonte Johann Gruber, der Leiter des Altenzentrums Sankt Vinzenz in Plattenhardt-Filderstadt, einer der bislang fünf Kooperationspartner der Robert Bosch Stiftung.

Gruber hat mit praktisch begabten Jugendlichen bereits bei Praktika und Freiwilligem Sozialen Jahr gute Erfahrungen gesammelt: Viele Migrantinnen etwa lebten noch in einer Großfamilie und respektierten Ältere. Und manchmal zeigten vor allem sozial benachteiligte junge Menschen eine höhere Solidarität gegenüber Schwächeren, berichtet Gruber. Manche schmissen jedoch die Arbeit auch schnell wieder hin. Häufiger Grund sei, dass Familie oder Freunde ihre Arbeit nicht wertschätzten. Anstatt stolz auf sie zu sein, bekämen sie oft zu hören: Bist du blöd, den Dreck von anderen wegzuräumen.

Den direkten Kontakt zu Älteren werden die Servicekräfte weniger haben. Denn zur Pflege werden sie nicht herangezogen. Sie sind laut Gruber vielmehr eine Entlastung für das examinierte Personal, das sich dann mehr um die Senioren kümmern könne, anstatt Zeit raubende Hol- und Bringdienste zu erledigen. Wie wichtig jedoch solche Arbeiten sind, schildert Gruber an einem Beispiel aus dem Alltag: Als ein im Service beschäftigter Mann einmal ausfiel, türmte sich schnell ein Wäscheberg auf. Keiner fühlte sich zuständig bis die Wäsche ausging.

„Hier geht es um ein Zukunftsthema” , erläuterte Ingrid Hastedt, Vorstandsvorsitzende vom Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg. Die Einrichtung ist ebenfalls Kooperationspartner und Dienstleister in der Region für tausende Senioren in Heimen, für ambulante Dienste und betreutes Wohnen. Im Jahr 2015 seien solche Schüler wohl diejenigen, die dem sozialen Bereich noch am ehesten zur Verfügung stünden. Und die Frage werde künftig immer wichtiger: Wie werden mit den vorhandenen Mitarbeitern preislich akzeptable Dienste konzipiert. Zumal die Zahl der Schulabgänger zurückgehe, die Anzahl der älteren Menschen aber steige.

Im ersten Jahr absolvieren die Teilnehmer ein bezahltes Praktikum. Im zweiten Jahr bekommen sie von den jeweiligen Trägern ein Einkommen, das oberhalb der staatlichen Hilfe liegen soll. Die Jugendlichen wird die Robert Bosch Stiftung über ein Eignungsverfahren auswählen und Hauptschulen ansprechen.Von Susanne Rytina, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/service/berufbildung/t/rzo333352.html
Montag, 07. Mai 2007, 12:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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