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Mittwoch, 11. Dez. 19
RZ-Akademie

Han­nover - Die Uni­ver­sität Han­nover führt die beiden neuen Mas­ter­stu­diengänge Land­schafts­archi­tek­tur und Umwelt­pla­nung ein. Sie starten zum Win­ter­semes­ter 2007/2008 an der Fakul­tät für Archi­tek­tur und Land­schaft mit...

Schwä­bisch Gmünd - Die Hoch­schule für Gestal­tung in Schwä­bisch Gmünd führt den Bache­lor­stu­dien­gang Inter­akti­ons­gestal­tung ein. Er startet mit 35 Stu­die­ren­den zum kom­men­den Win­ter­semes­ter.

Mün­chen - An der Katho­lischen Stif­tungs­fach­hoch­schule München (KSFH) kann im kom­men­den Win­ter­semes­ter der neue Bache­lor-Stu­dien­gang „Bil­dung und Erzie­hung im Kin­desal­ter” stu­diert werden.

Mann­heim - An der Uni­ver­sität Mann­heim startet ein neuer Bache­lor-Stu­dien­gang, der Wirt­schaft und Phi­loso­phie ver­einen soll. Er wird erst­mals zum Win­ter­semes­ter 2007/2008 ange­boten.

Augs­burg - Die Uni­ver­sität Augs­burg bietet zum Win­ter­semes­ter 2007/08 einen neuen Phy­sik-Mas­ter­stu­dien­gang an. Im Stu­dien­gang „Func­tio­nali­zed Advan­ced Mate­rials and Engi­nee­ring” (FAME) koope­rier­ten sieben europäi­sche...

Hof - Im Win­ter­semes­ter 2007/08 startet an der Fach­hoch­schule Hof der bay­ern­weit ein­zig­artige Stu­dien­gang „Wirt­schafts­recht”. Bereits nach sieben Semes­tern sollen die Stu­den­ten ihren Bache­lor erlan­gen...

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Neuer Studiengang: Geisteswissenschaften im Querschnitt

Karlsruhe - Ihr Traumberuf ist Stadthistorikerin der Heimatstadt Bretten.

Die Regionalgeschichte hat es ihr angetan, obwohl oder gerade weil sie sich im Studium eigentlich mit scheinbar größeren Zusammenhängen beschäftigt.

Sarah Bachmann studiert im fünften Semester Europäische Kultur und Ideengeschichte (Euklid) an der Universität Karlsruhe. Sie wird im Sommer eine der ersten Bachelor-Absolventen dieses jungen Studiengangs sein.

Wenn sie gefragt wird, was genau sie studiert, sagt sie „Geschichte und Philosophie”. Immerhin trifft das zu wenigstens zwei Dritteln die Fachgebiete, die der in Deutschland einzigartige Studiengang abdeckt. „Nimmt man die Literaturwissenschaft dazu und ein Schuss Soziologie, dann hat man den Mix, der Euklid ausmacht”, sagt Studiengangsleiter und Philosophieprofessor Hans-Peter Schütt.

Die Erwartung vieler Studenten , dass man sich dabei mit aktuellen politischen Fragestellung befasst, trifft nicht zu. Das „alte Europa” steht gewissermaßen im Zentrum des neuen Studiengangs. „Damit ist Euklid ein geisteswissenschaftliches Querschnittsstudium”, sagt Schütt. „Wir versuchen angesichts der neuen, kurzen und verschulten Bachelor- und Masterstudiengänge etwas von den guten Eigenschaften der alten Geisteswissenschaften hinüberzuretten.” Euklid ersetzt den Karlsruher Philosophiestudiengang, der seither nicht mehr angeboten wird.

Das Thema Europa sei für die drei Disziplinen die große Klammer, die den Studiengang zusammenhält, erklärt Schütt. „Wenn jemand argumentiert, die Türkei gehöre aus kulturhistorischen Gründen nicht zu Europa, dann können unsere Studenten dieses Argument nach wissenschaftlichen Kriterien überprüfen.” Insofern gibt es doch Verbindungen zur Aktualität.

Von der Antike übers Mittelalter bis zur Neuzeit erstreckt sich der historische Rahmen, in verschiedenen Modulen befassen sich die Euklid-Studenten mit den antiken Grundlagen Europas, aber auch mit der philosophischen Logik-Disziplin, mit europäischer Literatur und Wissenschaft. „Unsere Studenten müssen viel lesen” erklärt Schütt. Pflichtlektüre seien die Bibel und Dantes göttliche Komödie, die großen Philosophen und die modernen Soziologen.

Diese Vielfalt macht für Bachmann den Reiz aus. Sie besuchte Seminare zum Roman „Der Name der Rose” oder zu „Hitlers Architekten”. „Ich kann überall mitreden und Zusammenhänge herstellen”, sagt Bachmann, die der Kritik an einer möglichen Oberflächlichkeit ihres Studiums vorbeugen will. ”Wir eignen uns ein breites Überblickswissen an und gehen an einigen Stellen in die Tiefe.„ Schütt ist überzeugt, dass die Absolventen damit im Berufsalltag vielseitig verwendbar sind. Er verweist auf die praxisorientierten Nebenfächer wie Multimedia oder Angewandte Kulturwissenschaften. Auf die 60 Euklid- Studienplätze pro Jahr haben sich in den vergangenen drei Jahren jeweils mehr als 200 Bewerber gemeldet, davon sind 80 bis 90 Prozent Frauen.

Damit ist der 24-jährige Michael Reuß unter all den Frauen beinahe ein Exot. Er studiert Euklid im fünften Semester und aus seiner vagen Vorstellung, was sich dahinter verbergen könnte, ist mittlerweile ein recht eindeutiger Berufswunsch geworden. Er möchte nach dem Bachelor- den Masterabschluss an einer anderen Universität absolvieren und danach der Wissenschaft treu bleiben.

Weil geisteswissenschaftliche Studiengänge nicht grundsätzlich berufsqualifizierend sind, haben die Studenten vielfältige Berufswünsche. Yasmine Kühl beispielsweise möchte Journalistin werden. Zuerst absolvierte sie eine Ausbildung zur Europasekretärin, jetzt studiert sie seit fast drei Jahren „european studies”, wie der übergreifende englische Titel heißt. „Es gehört Mut dazu, heutzutage Geisteswissenschaften zu studieren”, sagt sie und ist trotzdem überzeugt davon, dass sie sich viele wertvolle Fertigkeiten für ihren späteren Beruf im Journalismus aneignet.

Institut für Philosophie: www.philosophie.uni-karlsruhe.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/service/berufbildung/weiterbildung/t/rzo324694.html
Donnerstag, 29. März 2007, 11:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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