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Sonntag, 22. Sept. 19

PflegeDüs­sel­dorf - Die Frage, ob ein alter oder kranker Mensch Leis­tun­gen der Pfle­gever­siche­rung bekommt und wie hoch sie aus­fal­len, wird mit Hilfe des Haus­besuchs eines Gut­ach­ters beant­wor­tet.

HühnereierWies­baden/Stutt­gart (dpa/t­mn) - Im ersten Lebens­jahr sollte in der Baby­nah­rung auf bestimmte Lebens­mit­tel ver­zich­tet werden, wenn in der nahen Ver­wandt­schaft All­ergien auf­getre­ten sind.

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Mün­chen - All­ergi­ker sollten immer ein Not­fall­set dabei haben und sich mit dem Umgang der Medi­kamente ver­traut machen. Dies berich­tet die Fach­zeit­schrift „Ärzt­liche Praxis” unter Beru­fung auf ein Exper­ten­forum beim...

Frank­fur­t/Main - Klagen Kinder oder Jugend­liche über Kie­fer­schmer­zen oder Pro­bleme beim Öffnen des Mundes, sollten Eltern das ernst nehmen. Darauf weist der Infor­mati­ons­kreis Mund­hygiene und Ernährungs­ver­hal­ten in...

Ber­lin - Kinder mit einer Neu­roder­mitis lassen sich oft mit ein paar Tricks davon abhal­ten, ihre Haut blutig zu krat­zen. Darauf weist der Haupt­ver­band der gewerb­lichen Berufs­genos­sen­schaf­ten (HVBG) in Berlin hin.

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Nach der OP nach Hause: Immer mehr ambulante Vollnarkosen

Frankfurt/Main/Nürnberg (dpa/gms) - Schnell mal in die Praxis statt tagelang ins Krankenhaus - immer mehr Operationen unter Vollnarkose werden heute ambulant vorgenommen. Doch nicht jeder Eingriff lässt sich auf die schnelle Tour erledigen.

Ambulante OPs

Bei ambulanten OPs ist ein Klinikaufenthalt meist überflüssig. (Bild: dpa/gms)

„Vor zehn Jahren lag der Anteil ambulanter Vollnarkosen noch bei 10 Prozent, heute sind es 35 bis 40 Prozent”, sagt Winfried Hoerster vom Verband ambulant tätiger Anästhesisten (VAA) in Frankfurt. Das liege nicht nur an den im Vergleich zum stationären Aufenthalt geringeren Kosten. Vor allem böten die ambulante Behandlung „Vorteile für die Genesung”. Zudem sei das Risiko einer Wundinfektion geringer, und auch die vertraute Umgebung wirke sich positiv aus. Das gelte besonders für Kinder und ältere Menschen.

„Bei sehr alten oder dementen Patienten ist die kurze Zeit außerhalb der vertrauten Umgebung weniger riskant”, ergänzt Michael Held vom AOK-Bundesverband in Bonn. Bei vollstationärer Unterbringung drohe immer ein „Absturz in Verwirrung und völlige Pflegeabhängigkeit”. Dieses Risiko müsse gegen ein möglicherweise erhöhtes Behandlungsrisiko abgewogen werden, betont Held.

Denn nicht jeder Patient eignet sich für einen ambulanten Eingriff unter Vollnarkose: Wer innerhalb von sechs Monaten vor der Operation einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatte, gehöre ebenso in stationäre Behandlung wie Patienten mit fortgeschrittenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sagt Hoerster. „Auch bei Patienten mit mehr als 35 Prozent Übergewicht sollten solche Eingriffe stationär vorgenommen werden.” Das Alter alleine spreche nicht gegen ambulante Eingriffe - wichtiger sei der Gesundheitszustand.

Denn die Narkosetechnik habe sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt, sagt Elmar Mertens vom Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) in Nürnberg. Dauer und Tiefe ließen sich heute wesentlich genauer steuern. So können immer mehr Eingriffe unter Narkose ambulant vorgenommen werden, die früher den Krankenhäusern vorbehalten waren, erläutert Mertens: Dazu zählen Operationen an Zähnen, Mund und Kiefer ebenso wie an Gelenken und Bauchwandbrüchen, aber auch Polypen bei Kindern und kleinere gynäkologische Eingriffe.

Ziel der Narkose ist es bei solchen Operationen, das Bewusstsein und Schmerzempfinden im ganzen Körper auszuschalten. „In der Regel werden Schmerzmittel und Schlafmittel mit Medikamenten zur Muskelentspannung und zur Dämpfung von Kreislauf und Atmung kombiniert”, erläutert Mertens. Die Wirkung setze schnell ein, „die Patienten schlafen meist innerhalb von 20 Sekunden ein”.

„Auch das Aufwachen geht sehr schnell” , ergänzt Hoerster. „Nach einer halben Stunde ist man richtig wach.” Die Medikamente seien so gut steuerbar, dass die Patienten in der Regel nach spätestens zwei Stunden wieder nach Hause könnten.

Vor der Narkose liegt allerdings das Vorgespräch mit dem Anästhesisten: „Es gibt da eine lange Liste von Fragen nach Vorerkrankungen”, erläutert Mertens. Wenn der Patient zum Beispiel Asthma hat oder eine Lebererkrankung, dann muss sich der Arzt in der Narkose darauf einstellen. Das Vorgespräch sollte mehrere Tage vor dem Eingriff stattfinden, sagt Mertens. Der Patient müsse sich frei entscheiden können, ob er in die Narkose und den Eingriff einwilligt. „Das geht nicht erst in einem Gespräch fünf Minuten vor der OP.”

Entscheiden kann der Patient allerdings nicht, ob er sich ambulant oder stationär behandeln lässt. „Wenn ein ambulanter Eingriff medizinisch dem teureren stationären Eingriff gleichwertig ist, dann besteht kein Anspruch auf stationäre Behandlung”, erläutert Michael Held vom AOK-Bundesverband. Die Krankenkasse dürfe in diesem Fall die Kosten nicht übernehmen. Es spreche aber nichts dagegen, wenn Kasse und Patient sich darauf einigen, dass der Patient die Mehrkosten selbst trägt.

Im Vorgespräch erfahren die Patienten auch, was sie vor und nach dem Eingriff beachten müssen: „Mindestens sechs Stunden vorher darf man nichts mehr essen und trinken”, erläutert Mertens. Auch Transport und Betreuung sollten frühzeitig organisiert werden. „Am Straßenverkehr kann der Patient nicht teilnehmen, und die ersten 24 Stunden muss jemand im Haushalt sein, der sich um ihn kümmert.”

Doch selbst bei guter Vorbereitung und trotz ausgereifter Medizin kann auch kurzfristig noch etwas dazwischen kommen: „Der Patient sollte frei von Infekten sein”, betont Mertens. Ein kleiner Husten störe weniger, „aber eine richtige Bronchitis wäre ein Grund, eine OP zu verschieben”. Von Jörg Wiebking, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/service/gesundheit/t/rzo324361.html
Mittwoch, 28. März 2007, 9:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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