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Dienstag, 17. Sept. 19

PflegeDüs­sel­dorf - Die Frage, ob ein alter oder kranker Mensch Leis­tun­gen der Pfle­gever­siche­rung bekommt und wie hoch sie aus­fal­len, wird mit Hilfe des Haus­besuchs eines Gut­ach­ters beant­wor­tet.

HühnereierWies­baden/Stutt­gart (dpa/t­mn) - Im ersten Lebens­jahr sollte in der Baby­nah­rung auf bestimmte Lebens­mit­tel ver­zich­tet werden, wenn in der nahen Ver­wandt­schaft All­ergien auf­getre­ten sind.

Mann­heim - Nach einer Ope­ration an der Bauch­spei­cheldrüse sollten sich die Betrof­fenen nicht zu fett­reich ernähren. Das rät Jürgen Klee­berg, Vor­sit­zen­der einer Selbst­hil­fegruppe für Men­schen...

Mün­chen - All­ergi­ker sollten immer ein Not­fall­set dabei haben und sich mit dem Umgang der Medi­kamente ver­traut machen. Dies berich­tet die Fach­zeit­schrift „Ärzt­liche Praxis” unter Beru­fung auf ein Exper­ten­forum beim...

Frank­fur­t/Main - Klagen Kinder oder Jugend­liche über Kie­fer­schmer­zen oder Pro­bleme beim Öffnen des Mundes, sollten Eltern das ernst nehmen. Darauf weist der Infor­mati­ons­kreis Mund­hygiene und Ernährungs­ver­hal­ten in...

Ber­lin - Kinder mit einer Neu­roder­mitis lassen sich oft mit ein paar Tricks davon abhal­ten, ihre Haut blutig zu krat­zen. Darauf weist der Haupt­ver­band der gewerb­lichen Berufs­genos­sen­schaf­ten (HVBG) in Berlin hin.

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Wickel und Auflagen lindern viele Beschwerden

Freudenstadt - Wenn der Hals kratzt oder der Bauch drückt, gibt es zu rezeptfreier Medizin günstige Alternativen: „Mit feuchten Wickeln und Auflagen kann man die verschiedensten Beschwerden lindern”.

«Einpacken»

Wickel können bei Halsentzündungen helfen. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

Das sagt Antonius Pollmann vom Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin in Freudenstadt in Baden-Württemberg. Nebenwirkungen müssen nicht befürchtet werden. „Kalte Wickel werden vorrangig eingesetzt, um dem Körper Wärme zu entziehen, also bei Fieber oder bei Entzündungen”, erklärt Pollmann. Zum Senken von hohem Fieber hat sich der Wadenwickel bewährt. „Er bleibt so lange auf der Haut, bis sich das feucht-kalte Tuch erwärmt hat. Das dauert gut eine halbe Stunde.”

Liegen kalte Wickel 45 bis 75 Minuten lang auf, produzieren und stauen sie Wärme. Das regt den Stoffwechsel an und wirkt Krämpfen entgegen. „Derselbe Effekt wird mit Wickeln erzielt, die gleich heiß angelegt werden und so lange auf dem Körper bleiben, wie sie als angenehm empfunden werden”, sagt German Schleinkofer von der Sebastian-Kneipp-Schule im bayrischen Bad Wörishofen.

Auf keinen Fall sollte der Patient vor dem Anlegen frieren, sagt Schleinkofer. Ein warmes Fußbad ist ein guter Einstimmer. „Rauchen, der Genuss von Kaffee oder schwarzem Tee sollten hingegen vermieden werden: Das verengt die Blutgefäße und könnte die Wirkung reduzieren”, warnt Heidrun Holstein von der Patientenberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Karlsruhe.

Wickel bestehen meist aus einem feuchten Innen-, einem trockenen Zwischen- und dem wärmenden Außentuch. Das Innentuch sollte laut Holstein luftdurchlässig sein: So kann die Feuchtigkeit verdunsten und der Wärme- oder Kältereiz zu Stande kommen. „Ideale Materialien sind Leinen oder Baumwolle.” Als Zwischentuch ist ebenfalls Baumwolle gut geeignet. Die Außenschicht kann aus Wolle oder Frottee bestehen.

Die zu behandelnde Stelle muss ganz abgedeckt und das jeweils äußere Tuch etwas größer sein als das darunter liegende. Die Temperatur wird durch die Feuchtigkeit des Innentuches geregelt: Soll der Wickel den Körper zur Produktion von Wärme anregen, muss es gut ausgewrungen werden. Soll er Wärme entziehen, kann das Tuch etwas feuchter sein.

Die Brust zu umwickeln, ist schwierig. Bei Atemwegsbeschwerden ist daher eine Auflage aus einem gefalteten Tuch eine Alternative. Das gilt auch für punktuelle Beschwerden wie Insektenstiche. „Auflagen sind in der Regel kleinflächiger als Wickel. Außerdem halten sie die Wärme länger als Wickel”, sagt Fachlehrer Schleinkofer.

Die Wirkung von Wickeln und Auflagen lässt sich unterstützen: „Ein kalter Wickel mit Wirsing- oder Kohlblättern lindert Beschwerden in geröteten Gelenken”, sagt Pollmann. Die Blätter werden versetzt wie Ziegel aufgelegt und mit einem feuchten Innen- und einem weiteren Tuch umwickelt. Zinnkraut wirkt bei Schwellungen. Speisequark kommt bei Sonnenbrand oder Insektenstichen sowie bei Entzündungen an Hals- und Rachen zum Einsatz. Kamille hemmt Entzündungen und beruhigt.

Dauern die Beschwerden trotz Wickeln oder Auflagen mehrere Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden, rät Holstein. In Absprache mit ihm können die Hausmittel meist begleitend zu einer Therapie mit Medikamenten weiter genutzt werden. Wer allerdings unter Thrombose, Herzerkrankungen oder Asthma leidet, sollte vorsichtshalber bereits vor der Anwendung von Wickeln den Arzt befragen. Von Eva Neumann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/service/gesundheit/t/rzo325960.html
Mittwoch, 04. April 2007, 9:17 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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