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Sonntag, 22. Sept. 19

PflegeDüs­sel­dorf - Die Frage, ob ein alter oder kranker Mensch Leis­tun­gen der Pfle­gever­siche­rung bekommt und wie hoch sie aus­fal­len, wird mit Hilfe des Haus­besuchs eines Gut­ach­ters beant­wor­tet.

HühnereierWies­baden/Stutt­gart (dpa/t­mn) - Im ersten Lebens­jahr sollte in der Baby­nah­rung auf bestimmte Lebens­mit­tel ver­zich­tet werden, wenn in der nahen Ver­wandt­schaft All­ergien auf­getre­ten sind.

Mann­heim - Nach einer Ope­ration an der Bauch­spei­cheldrüse sollten sich die Betrof­fenen nicht zu fett­reich ernähren. Das rät Jürgen Klee­berg, Vor­sit­zen­der einer Selbst­hil­fegruppe für Men­schen...

Mün­chen - All­ergi­ker sollten immer ein Not­fall­set dabei haben und sich mit dem Umgang der Medi­kamente ver­traut machen. Dies berich­tet die Fach­zeit­schrift „Ärzt­liche Praxis” unter Beru­fung auf ein Exper­ten­forum beim...

Frank­fur­t/Main - Klagen Kinder oder Jugend­liche über Kie­fer­schmer­zen oder Pro­bleme beim Öffnen des Mundes, sollten Eltern das ernst nehmen. Darauf weist der Infor­mati­ons­kreis Mund­hygiene und Ernährungs­ver­hal­ten in...

Ber­lin - Kinder mit einer Neu­roder­mitis lassen sich oft mit ein paar Tricks davon abhal­ten, ihre Haut blutig zu krat­zen. Darauf weist der Haupt­ver­band der gewerb­lichen Berufs­genos­sen­schaf­ten (HVBG) in Berlin hin.

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Medikamente gegen Magenprobleme nach dem Essen

Berlin/Wiesbaden - Auch das leckerste Essen kann sich in eine Qual verwandeln, wenn es Probleme bei der Verdauung verursacht.

Magenprobleme

Grimmen im Bauch: Häufig hilft schon eine Wärmflasche. (Bild: dpa/gms)

Abhilfe versprechen Medikamente: Gerade für die Behandlung von Magen- und Darmproblemen gibt es viele frei verkäufliche Mittel.

Ganz vorne dabei sind Mittel gegen Sodbrennen und Verstopfung. Doch werden sie länger ohne ärztliche Verordnung eingenommen, kann das kontraproduktiv oder sogar gefährlich sein. Zwar werden Magen-Darm-Medikamente seltener gekauft als Schmerz- oder Erkältungsmittel. Allein im vergangenen Jahr gingen bundesweit aber rund 36 Millionen Packungen über die Ladentische, heißt es in einer Untersuchung des Branchendienstleisters IMS Health in Frankfurt/Main. Fast die Hälfte davon waren Mittel gegen Sodbrennen. Bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten liegen ebenfalls Präparate vorn, die gegen Sodbrennen helfen: die so genannten Protonenpumpenhemmer wie beispielsweise der Wirkstoff Omeprazol, erläutert Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin.

Ihre Wirkungsweise unterscheidet sich erheblich: „Sodbrennen entsteht durch eine Übersäuerung des Magens”, erläutert Wolfgang Wesiak, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden. Die frei verkäuflichen Mittel, so genannte Antazida, binden die Magensäure einfach nur. „Das geschieht durch Aluminium- oder Magnesiumsalze”, erläutert Sellerberg. Der Vorteil: Die Mittel wirken innerhalb kurzer Zeit und sollten daher bald nach den Mahlzeiten genommen werden. Laut Wesiak wirken sie aber nicht auf Dauer - im Gegenteil: „Der Magen produziert dann erst recht Säure.”

Anders ist es bei den verschreibungspflichtigen Protonenpumpenhemmern: Sie sorgen in den Zellen der Magenwand dafür, dass die Säure gar nicht erst entsteht. „Sie wirken toll”, sagt Wesiak. Allerdings werden sie in der Regel nur bei einer echten Refluxkrankheit der Speiseröhre, also schwerem Sodbrennen, verordnet. Laut Ursula Sellerberg helfen sie auch gegen Magengeschwüre - oft gemeinsam mit einem Antibiotikum, das den für das Geschwür verantwortlichen Keim Heliobacter pilori unschädlich machen soll. Ähnlich, aber schwächer wirken laut Sellerberg die H2-Blocker, die ebenfalls die Säureproduktion hemmen.

Alle Mittel helfen jedoch nichts, wenn nicht die Ursachen des Sodbrennens bekämpft werden. So sollte auf sehr saure und stark gewürzte Speisen verzichtet werden, heißt es beim Deutschen Grünen Kreuz in Marburg. Auch scharfer Senf, Paprika oder Meerrettich erhöhten die Produktion von Magensäure - ebenso wie Kaffee. Vier bis sechs kleinere Mahlzeiten am Tag seien besser als wenige große. Auch sollte das letzte Essen am Tag etwa drei Stunden vor dem Zubettgehen verzehrt werden.

Doch nicht nur Sodbrennen macht vielen Menschen zu schaffen - Verstopfung ist ebenfalls ein häufiges Problem. Daher zählen auch Abführmittel laut IMS Health zu den am meisten verkauften Magen-Darm-Mitteln. Die so genannten Laxantien wirken auf verschiedene Weise: Manche regen die Darmbewegungen an, andere lockern den Darminhalt auf, indem sie ihm Flüssigkeit zuführen oder auf andere Weise sein Volumen erhöhen.

Nach Angaben von Wolfgang Wesiak ist allerdings der Missbrauch bei den Abführmitteln besonders groß - meist aus Unwissenheit. „Der Mensch kann prima leben, auch wenn er nur alle paar Tage Stuhlgang hat”, sagt der Experte. Wer dagegen tatsächlich unter Verstopfung leidet, sollte zunächst prüfen, ob er sich nicht zu wenig bewegt und zu selten etwas trinkt.

Als sanfte Abführmittel sind laut Ursula Sellerberg auch Lein- oder Flohsamen geeignet, die für einen lockeren Stuhl sorgen. Nicht jedes pflanzliche Mittel sei dagegen frei von Nebenwirkungen: So sollten die stark wirkenden Faulbaum-Präparate nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden. „Den Laxantienmissbrauch kann ich täglich in der Praxis sehen”, warnt auch Wesiak: Oft werde der Darm durch die ständige Anregung noch träger, manchmal sei auch die Darmschleimhaut geschädigt. Und schließlich könne Verstopfung auch ernste Ursachen wie einen Tumor haben und sollte deswegen ärztlich abgeklärt werden. Von Thomas Kärst, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/service/gesundheit/t/rzo332139.html
Mittwoch, 02. Mai 2007, 9:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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