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Samstag, 15. Juni 13

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Bochum siegt beim HSV mit 3:0

Hamburg - Im Wettrennen um einen Platz im UI-Cup hat der VfL Bochum dem Tabellennachbarn Hamburger SV die Fersen gezeigt.

Hamburger SV - VfL Bochum

Mahdavikia (M) und die Bochumer Zdebel (r) und Grote (l) kämpfen um den Ball.

Mit 3:0 (0:0) gewannen die Westdeutschen die Partie beim HSV und bauten ihre Erfolgsserie in der Fußball-Bundesliga auf fünf Siege in sechs Spielen aus.

Die Hamburger warten indes seit Februar 2001 auf einen Erfolg gegen den VfL im heimischen Stadion. Torjäger Theofanis Gekas (61. Minute) mit seinem 20. Saisontor, Dennis Grote (66.) und Zvjezdan Misimovic per Handelfmeter (80.) erzielten die Tore vor 57 000 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena. „Das war einfach schlecht”, gestand HSV-Abwehrspieler Joris Mathijsen. Trainer Huub Stevens sprach von einer Lehrstunde in Effektivität.

Trotz der Niederlage haben die Hanseaten nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, weil der Tabellen-16. Alemannia Aachen bei Eintracht Frankfurt verlor und damit nicht mehr am HSV vorbeiziehen kann. „Wir haben nicht schlecht gespielt, aber aus unserer Überlegenheit nichts gemacht”, sagte HSV-Mittelfeldspieler Alexander Laas, der 23. Jahre alt wurde.

Auf frischem Grün - der 90 000 Euro teure Rasen war erst am Vorabend fertig verlegt worden - bot vor allem der HSV lange Zeit Sommer-Fußball. Kaum zwingende Aktionen, nur wenige Ideen im Spielaufbau und unzureichendes Durchsetzungsvermögen im gegnerischen Strafraum - damit waren die Zuschauer nicht aus der Reserve zu locken.

Dabei hatte HSV-Trainer Huub Stevens sein Team so offensiv wie selten ausgerichtet. Joker Paolo Guerrero, der als Einwechselspieler fünf Tore für den HSV markierte, durfte neben Stürmerkollege Ivica Olic zum dritten Mal von Beginn an spielen. Doch die Bochumer Kontertaktik behagte den Gastgebern überhaupt nicht.

Bochums Trainer Marcel Koller vertraute dagegen der siegreichen Elf aus dem Schalke-Spiel vor Wochenfrist. Die Gäste profitierten erneut von der individuellen Klasse der schnellen und trickreichen Gekas, Joel Epalle und Misimovic. Sie strahlten mehr Torgefahr aus, obwohl sie wesentlich weniger Ballbesitz hatten. „Ich freue mich, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben. Jetzt schauen wir auf den siebten Platz”, sagte Koller.

Die größte Chance in den ersten 45 Minuten hatten folgerichtig die Gäste. HSV-Torhüter Frank Rost parierte einen Schuss von Christoph Dabrowski (33.) aus Nahdistanz. Auch Gekas hatte wenig später die Führung für den VfL auf dem Fuß. Nach einem Fehler von Guy Demel brachte er den Ball nicht unter Kontrolle, so dass Rost erneut Sieger blieb. Im zweiten Abschnitt, als der HSV lebendiger wurde, stellte der Grieche allerdings seine Klasse unter Beweis. Einen von Epalle eingeleiteten Konter vollendete Gekas aus Nahdistanz zum 1:0. Damit war der Stürmer in den vergangenen acht Spielen erfolgreich.

Danach war vom HSV nicht mehr viel zu sehen. Als auch noch Grote, dessen Schuss von HSV-Abwehrspieler Joris Mathijsen abgefälscht wurde, und Misimovic vom Elfmeterpunkt nach Handspiel von Benjamin trafen, verließen die Zuschauer in Scharen die Arena. „Es tut mir unheimlich Leid für unsere Zuschauer”, sagte Stevens, dessen Team in dieser Saison nur drei Heimsiege geschafft hat. Von Franko Koitzsch, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/sport/fussball/t/rzo333064.html
Samstag, 05. Mai 2007, 18:38 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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