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Nach dem "Ab­stiegs­dra­ma" von Stutt­gar­t:

Klopp spürt große Verant­wor­tung

Mainz - Jürgen Klopp ist auch in der kom­men­den Saison Trainer beim FSV Mainz 05. Auch nach der 0:2-Nie­der­lage in Stutt­gart, die den Abstieg aus der Fuß­ball-Bun­des­liga besie­gelt haben dürfte, gab es bei dem 39-Jäh­rigen keine Über­legun­gen, um eine Ver­trags­auf­lösung nach­zusu­chen. Noch am Sonntag hat Klopp damit begon­nen, ein­zelne Spieler auf die kom­mende Zweit­ligasai­son ein­zuschwören.

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Jürgen Klopp bleibt Trainer beim FSV Mainz 05. "Die Ent­schei­dung ist für mich schon vor län­gerer Zeit gefal­len", erklärte der 39-Jäh­rige, der gestern trotz Abstiegs­frusts wieder den gewohnt kämp­feri­schen Ein­druck hin­ter­ließ.

Kom­plett ver­arbei­tet hat Jürgen Klopp den wahr­schein­lichen Abstieg - eine letzte theo­reti­sche Chance besteht bekannt­lich nach wie vor - noch nicht. "Keiner ist mehr ent­täuscht als ich", erklärte der Trainer des FSV Mainz 05 ges­tern. "Bis zuletzt hatte ich den Glauben daran, dass wir die Sache gere­gelt bekom­men." Eines stellt der Trainer klar, und das klingt wie eine Ent­geg­nung auf den Vorwurf von Klub­chef Harald Strutz, er habe in Stutt­gart den "Kampf bis zum Umfal­len" ver­misst: "Die Jungs haben sich alles abver­langt, sie sind bis ans Limit gegan­gen. Wir haben alles getan, alles ver­sucht. Ich habe jeden Tag bei den Spie­lern die Bereit­schaft gespürt. Und ich habe bis heute nicht ganz kapiert, was da in ein­zel­nen Spielen nicht gegan­gen ist."

"Ent­schei­dung ist schon viel früher gefal­len"

Ein Klub­wech­sel stand nie zur Debatte. "Diese Ent­schei­dung ist schon viel früher gefal­len", sagt Klopp. "Ich plane doch nicht mit Chris­tian Heidel die Mann­schaft für die neue Saison, und dann sage ich am Ende: ,Üb­rigens, ich hätte da auch noch einen neuen Trainer für euch.' Die Dis­kus­sio­nen um Hin­ter­tür, Vor­der­tür und Falltür habe ich mit großem Humor ver­folg­t."

Klopp hat abge­war­tet, wie seine Arbeit beim Klub, in den Medien, bei den Anhän­gern bewer­tet wird. "Wenn es hier etwa einen Auf­stand der Fans gegeben hätte, dann hätte ich darauf sofort rea­gier­t." Denn einen Abgang wie der von Volker Finke in Frei­burg, das werde es mit Klopp in Mainz niemals geben. Und wenn er das Gefühl gehabt habe, "dass der Abstieg zu 85 Prozent an mir liegt", dann wäre auch Schluss gewe­sen.

"Wenn hier mal jemand Pro­bleme mit meiner Arbeit hat, dann erle­digen wir das sofort. Wenn mal das Gefühl weg sein sollte, dass es perfekt passt, dann regeln wir das schnell, sauber, mit einem klaren Blick für die Situa­tion. Gegen Wider­stände würde ich in Mainz niemals arbei­ten. Dann gehen wir so aus­ein­ander, wie es die lange Zusam­men­arbeit ver­dient hat."

Und genau dieser Zeit­punkt sei noch nicht gekom­men. "Die Leute in Mainz haben über­ragend rea­giert, die Fans waren großar­tig", so Klopp. "Und deshalb ver­spüre ich eine rie­sen­große Verant­wor­tung. Diese Verant­wor­tung spüre ich nicht nur, die lebe ich auch. Es geht jetzt darum, dieser Verant­wor­tung gerecht zu wer­den."

"Das ist keine Frage der Kar­rie­repla­nung"

Da werde viel­leicht "man­cher Schlau­mei­er" sagen, er achte nicht genug auf seine Kar­riere. "Das ist keine Frage der Kar­rie­repla­nung. Da mag es bestimmt cle­verere Trainer geben, ich stelle das hinten an. Für mich ist wich­tig, dass ich das Gefühl spüre, dass wir die Ent­täu­schung positiv umset­zen können. Dass wir alles dafür tun wollen, dass wir vor allem auch die Mög­lich­kei­ten dafür haben, mit unseren begrenz­ten Mitteln den Verein, mit dem wir einige Zwi­schen­ziele erreicht haben, wei­ter­zuent­wickeln." Mit den Kol­legen Zeljko Buvac und Stephan Kuhnert habe er sich nur kurz bespro­chen. "Beide sagen das glei­che. Dieses Gefühl hat sich einfach so ent­wickel­t."

Ge­dank­lich ist Klopp noch nicht vollends ange­kom­men in der Zweiten Liga. "Aber wenns denn so kommt, dann ver­abschie­den wir uns eben für ein Jahr aus der Bun­des­liga. Klar ist, dass wir dann eine Mann­schaft haben wollen und müssen, die Sub­stanz hat." Als Topfa­vorit gehe Mainz 05 sicher nicht in die neue Saison. "Aber wir werden dafür sorgen, dass wir den Fußball spie­len, den wir wollen und den wir kön­nen."

Die Spieler "ein­gesam­mel­t"

  • Noch am Sonntag hat Klopp damit begon­nen, die Spieler ein­zusam­meln. "Ich spüre eine große Bereit­schaft." Der 05-Coach hat den Spie­lern, die sich mit Ange­boten anderer Klubs beschäf­tigen, klar gemacht, "dass wir baldige Ent­schei­dun­gen brau­chen, wir wollen nicht war­ten". Bei der Auswahl der Spieler will sich Klopp nicht zu sehr von den letzten Ein­drü­cken beein­flus­sen lassen. "Da geht die Schere inner­halb einer Saison plötz­lich auf und dann eben auch in einigen Spie­len." Soll heißen: Auch Spie­ler, die dem Druck zuletzt nicht mehr gewach­sen waren, traut Klopp einen neuen Angriff in der Zweiten Liga zu.

  • Klopp will jetzt nicht die Spie­ler­liste öffent­lich durch­arbei­ten. Klar ist: Der Trainer hat mit Manuel Fried­rich gespro­chen, mit Nikolce Nove­ski, er hat am Sonn­tag­abend auch gut eine Stunde lang mit Mohamed Zidan tele­foniert. Ten­den­zen vermag Klopp noch nicht zu erken­nen.

    Bei Zidan hat Klopp in jedem Fall gespürt, "dass der Junge in Mainz emo­tio­nal ganz tief ver­wur­zelt ist, er ver­spürt eine ganz große Dank­bar­keit". Wenn fette Ange­bote kommen soll­ten, dann werde es zwei­fel­los "su­per­schwer", den Tor­jäger mit dem großen Herz zu halten. Aber der Ägypter könne sich inzwi­schen sehr gut selbst ein­schät­zen, und er werde pein­lichst darauf achten, ob er von den inter­essier­ten Klubs so akzep­tiert werde, wie er das für sein Wohl­befin­den benötige. Geld werde bei dieser Ent­schei­dung keine über­geord­nete Rolle spie­len, hat Zidan seinem Trainer anver­traut. "Wenn wir in der Bun­des­liga geblie­ben wären, dann wäre für ihn ein Wechsel niemals ein Thema gewor­den", sagt Klopp.

    Zidan habe jetzt seine Erfah­run­gen in Deutsch­land gesam­melt. Dass seine Kas­pereien im Trai­ning und außer­halb nicht überall gut ankom­men, das weiß er spätes­tens seit dem letzten halben Jahr in Bremen unter Thomas Schaaf. Nun ist dem Drib­bler wich­tig, dass er von einem mög­lichen künf­tigen Erst­liga­trai­ner ange­nom­men wird, wie er ist als (aus­gespro­chen eigen­wil­liger) Typ. Jürgen Klopp: "Und das würde er auch von der neuen Mann­schaft erwar­ten, davon will er über­zeugt sein. Dass die Umstände für ihn in Mainz ideal sind, das weiß er." Für unmög­lich hält Klopp einen Ver­bleib von Mohamed Zidan am Bruch­weg nicht. "Fakt ist, dass er super, super dankbar ist, wie er sich bei uns ent­wickeln durf­te."

    Rein­hard Reh­berg


    http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/sport/r/mainz-1.html
    Dienstag, 08. Mai 2007, 13:26 © RZ-Online GmbH (aj)
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