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Bun­des­liga-Abpfiff

In der Zweiten Liga geben Köln und Glad­bach jeweils doppelt so viel aus wie Mainz

Von Jens Grütz­ner


Nach dem jet­zigen Stand der Dinge setzt sich die Zweite Liga in der kom­men­den Saison wie folgt zusam­men: Der FSV Mainz 05, Borus­sia Mön­chen­glad­bach und Ale­man­nia Aachen glie­dern sich als Erst­liga-Abstei­ger ein. Aus der Regio­nal­liga Süd steigen die TSG Hof­fen­heim des Mil­liardärs Dietmar Hopp und der SV Wehen-Wies­baden des Mil­lionärs Heinz Han­kam­mer auf - beider Sprung nach oben ist bereits fix. Aus der Regio­nal­liga Nord kommen der FC St. Pauli und der SC Mag­deburg in den Profi-Fuß­ball - vier Spiel­tage vor Schluss genießen die beiden Erst­plat­zier­ten einen Vor­sprung von jeweils drei Punkten auf den Rest des Fel­des.

Zweit­ligis­ten blei­ben: die SpVgg Greuther Fürth, der SC Frei­burg, der 1.FC Kai­sers­lau­tern, der FC Augs­burg, der TSV 1860 Mün­chen, Erz­gebirge Aue, SC Pader­born, der 1.FC Köln, TuS Koblenz, RW Essen und Kickers Offen­bach. Wie gesagt: Stand der Dinge nach dem 32. Spiel­tag.

Was bedeu­tet das einer­seits neue, ande­rer­seits auf­grund von zuvor 14 unun­ter­bro­che­nen Zweit­liga-Jah­ren bestens bekannte Umfeld für den FSV Mainz 05 und seine Fans?

Im Kampf um den direk­ten Wie­der­auf­stieg, der natür­lich das Ziel der Verant­wort­lichen am Bruch­weg sein wird, muss sich das Team von Jürgen Klopp vor allem mit zwei wirt­schaft­lichen Schwer­gewich­ten aus­ein­ander­set­zen. Der 1.FC Köln ope­riert 2007/08 mit einem Gesam­tetat in Höhe von über 40 Mil­lio­nen Euro. Für zehn Mil­lio­nen Euro will Trainer Chri­stoph Daum sieben neue Spieler nach der lau­fen­den, ent­täu­schen­den Runde ver­pflich­ten. Die Glad­bacher kommen mit min­des­tens 36 Mil­lio­nen Euro runter. Sollte Natio­nal­spie­ler Marcell Jansen erwar­tungs­gemäß für einen def­tigen Mil­lio­nen-Betrag trans­feriert werden, kommt natür­lich noch mehr Geld ins Haus. 05-Finanz­chef Fried­helm Andres hat die Summe von 20 Mil­lio­nen Euro in die Unter­lagen für das Lizen­zie­rungs­ver­fah­ren ein­getra­gen - die Hälfte dieser Etats sind für die Lizenz­spie­ler-Abtei­lun­gen bestimmt. Im Schnitt können also beide Tra­diti­ons­ver­eine das Dop­pelte von dem aus­geben, was dem FSV Mainz 05 zur Ver­fügung steht.

Nach MRZ-Recher­che planen die wei­teren poten­ziel­len Mainzer Auf­stiegs­kon­kur­ren­ten Aachen, Frei­burg, Lautern und der TSV 1860 Mün­chen, analog zur lau­fen­den Runde jeweils acht Mil­lio­nen Euro für die Profis aus­zuge­ben. Deren finan­zielle Aus­gangs­lage ist also etwas schlech­ter als die des FSV Mainz 05. Mit wie viel Geld Dietmar Hopp Auf­stei­ger TSG Hof­fen­heim aus­staf­fiert, ist nicht abzu­schät­zen. Ein Platz zwi­schen fünf und acht schwebt dem SAP-Mit­begrün­der im ersten Zweit­liga-Jahr seines Babys vor. Klar ist, dass Hopp 2009 in der Bun­des­liga ankom­men will. Dann steht das neue Stadion für 30 000 Leute in Sins­heim. In der nächs­ten Runde spielt die Mann­schaft von Ralf Rang­nick noch vor 6350 Men­schen in Hof­fen­heim. Vier, fünf neue Leute wird der Coach ver­pflich­ten. Und natür­lich will Rang­nick schon jetzt die Spitze atta­ckie­ren. Und da wird Geld fließen.

Aber Geld ist natür­lich nicht alles. Die Ein­stel­lung der Profis, das Ver­hält­nis zwi­schen Trainer und Kickern ent­schei­det in hohem Maße über Wohl und Wehe im Kampf um den Sprung in die Erst­klas­sig­keit. 05-Coach Jürgen Klopp steht vor der Auf­gabe, ein Team zu bas­teln, das auf einem kon­stant hohen Level spielt, ohne die großen Nega­tivse­rien der lau­fen­den Run­de.

Die Rah­men­bedin­gun­gen in Mainz sind dabei sicher­lich besser als die in Frei­burg oder Kai­sers­lau­tern, wo sich erst einmal neue Coaches ein­arbei­ten müssen. Und der Druck auf Chri­stoph Daum in Köln und Jos Luhukay in Mön­chen­glad­bach ist wesent­lich größer als der auf Klopp am Bruch­weg. Dass die vier Auf­stei­ger mit mehr Eupho­rie starten als die abge­stie­genen Main­zer, ist klar. Aber die kann auch schnell Geschichte sein.

Für die 05-Fans bedeu­tet eine Zweite Liga, wie sie sich im Moment dar­stellt, vor allem: Kurze Wege bei Aus­wärts­fahr­ten. Wehen, Offen­bach, Kai­sers­lau­tern, Koblenz, Hof­fen­heim, Köln, Glad­bach - das sind keine Ent­fer­nun­gen. Da lässt sich auch an Mon­tag­aben­den relativ gut hin­kom­men. Und das DSF wird die 05er zumin­dest in der ersten Sai­son­hälfte wohl recht oft über­tra­gen.


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/sport/r/mainz-2.html
Dienstag, 08. Mai 2007, 13:26 © RZ-Online GmbH (aj)
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