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TuS Koblenz: Selbst­ver­trauen und Sys­tem­fuß­ball

Neues Wir-Gefühl bringt Erfol­ge

Ro­stock - Der 3:0-Aus­wärts­sieg der TuS Koblenz in Rostock könnte große Bedeu­tung haben für die Zukunft des Ver­eins. Unter Trainer Uwe Rapol­der steht die TuS vor dem Klas­sen­ver­bleib.

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Grund zum Jubeln hatte der Koblen­zer Kapitän Anel Dzaka zuletzt nur bedingt. Mit Uwe Rapol­der (links) aber kam der Erfolg zurück. Die TuS scheint auf dem Weg zu sein, weiter in der 2. Bun­des­liga zu spie­len.

Zwei Spiel­tage vor Ultimo hat sich bei Zweit­ligist TuS Koblenz fast alles zum Guten gewen­det. Der Auf­stei­ger hat unter Neu-Coach Uwe Rapol­der nicht nur die Ergeb­nis­krise über­wun­den, er hat zudem aus der spie­leri­schen Armut her­aus­gefun­den und sich mit zwei Siegen in Serie eine psy­chi­sche Sta­bilität zuge­legt, ohne die im Kampf um große Ziele ohnehin nichts geht. Wie also ist die TuS auf­gestellt vor den beiden ver­blei­ben­den Spielen gegen Aue und in Frei­burg, aus denen ein Sieg reicht, um ein wei­teres Jahr im Unter­haus mitz­umi­schen?

Per­sonal: Uwe Rapol­der hat seinen großen Vorteil als Neuling auf der Trai­ner­bank gleich aus­gemacht – und daraus Kapital geschla­gen. "Ich kann unvor­ein­genom­men an die Sache her­ange­hen. Bei mir bekommt jeder Spieler eine Chan­ce", hat er bei seinem Amts­antritt ver­lau­ten lassen. Ein Pos­tulat, dass ins­beson­dere all jenen Akteu­ren in den Ohren klin­gelte, die unter Vor­gän­ger Milan Sasic schein­bar unwi­der­ruf­lich ins zweite Glied her­abge­stuft worden waren. "Für mich lief es eine Zeit lang über­haupt nicht gut. Doch der neue Trainer hat mir, hat der ganzen Mann­schaft einen Moti­vati­ons­schub gege­ben", erklärte bei­spiels­weise Martin Forkel, dem Sasic durch die Blume die Zweit­liga­taug­lich­keit abge­spro­chen hatte. Unter Rapol­der ist der wuse­lige Defen­siv­mann auf der rechten Flanke auf­geblüht - –ebenso wie auf der anderen Seite Frank Wib­lis­hau­ser. "Ein solider Junge", so Rapol­der.

Nicht zu ver­ges­sen in der Litanei der einst­mals Aus­gestoße­nen: Allasane Oue­draogo. Unter Sasic nicht mehr im Kader, hätte der Stürmer aus Burkina Faso in Rostock in der Anfangs­for­mation gestan­den. Wenn ihn im Abschluss­trai­ning nicht ein Kreuz­ban­driss ereilt hätte.

Fazit: Rapol­der hat es ver­stan­den, den Kader wieder zu einen. Die Grüpp­chen­bil­dung ist passé. Der Begriff "ein Team" bezieht sich nicht länger nur auf die Elf auf dem Rasen.

Sys­tem/Tak­tik: Auf dem Papier hat sich unter Rapol­der im Ver­gleich zur Ära Sasic nicht viel geän­dert. Auch der neue Übungs­lei­ter lässt mit Vie­rer­kette spielen und bevor­zugt zwei „Sech­ser“ davor. "Bekämp­fen, domi­nie­ren, besie­gen" - das TuS-Motto aus Sasic-Zei­ten hat weiter Gül­tig­keit. Um die Domi­nanz im Spiel wieder her­zustel­len, hat der Coach den Seinen neues Selbst­ver­trauen ein­geimpft. Das kon­struk­tive Element hat wieder Einzug gehal­ten bei den Koblen­zern. Lange Schläge aus der Abwehr heraus, die übers zur Taten­losig­keit ver­dammte Mit­tel­feld hin­weg­segeln, sind ver­pönt.

Dass es dabei mit Selbst­ver­trauen allein nicht getan ist, liegt auf der Hand. Rapol­der lässt Spiel­situa­tio­nen im Trai­ning immer wieder üben. Mit ver­tika­lem Spiel und wenig Ball­kon­tak­ten in die Spitze - gepfleg­ter Sys­tem­fuß­ball, mit dem Rapol­der schon in Bie­lefeld reüs­sierte. Immer öfter setzen die TuS-Kicker die Trai­ner­vor­gaben auf dem Platz um. "Wir haben gegen Hansa über weite Stre­cken schon gut gestan­den, die Stürmer sind gut ange­lau­fen, im Mit­tel­feld wurde früh gepresst", sagt Rapol­der. Aber: "Wir müssen lernen, auch unter Druck ruhiger und siche­rer zu spie­len."

Fazit: Die Rich­tung stimmt, die Mann­schaft ist willens und fähig, den Kon­zept­fuß­ball der Marke Rapol­der umzu­set­zen. Nicht zuletzt, weil Vor­gän­ger Sasic hier gute Vor­arbeit geleis­tet hat.

Mo­tiva­tion: Natür­lich heben Erfolge die Stim­mung in der Mann­schaft. Aller­dings ist ein har­moni­sches Mitein­ander vonnöten, damit sich Erfolge ein­stel­len können. Mit seiner sou­ver­änen und ruhigen Art hat Rapol­der alle TuS-Akteure für sich und seine Idee vom Fußball begeis­tern können. Allein die Tat­sache, dass sich jeder dem Kader zugehö­rig fühlen kann, erzeugt ein neues Wir-Gefühl. Ohne seine Ver­dienste um die TuS zu schmä­lern, aber mit sei­ner„La­ger­ver­wal­tung“ hatte Milan Sasic zuletzt für einige Dis­har­monie im Kader gesorg­t.

Fa­zit: Der Posi­tiv­lauf sollte der Mann­schaft den nötigen Schub geben, die feh­len­den Punkte zum Klas­sen­ver­bleib ein­zufah­ren. Die Spieler wissen, was der Trainer will. Der Trainer sieht, dass die Spieler wollen. Fußball kann manch­mal so simpel sein.

Klaus Reimann - Foto: dpa


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/08/sport/r/tus-1.html
Dienstag, 08. Mai 2007, 13:41 © RZ-Online GmbH (aj)
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