IVWPixel Zählpixel
NachrichtenSportMagazinService
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Kino Musik Szene Reise Charts Event-Kalender Ticket-Shop
Archiviert am
Mittwoch, 09. Mai 07

Christian StücklObe­ram­mer­gau - Im Streit um die Erneue­rung der welt­berühm­ten Pas­sionss­piele von Obe­ram­mer­gau sucht Regis­seur Chris­tian Stückl die Macht­probe. Er lasse seine Vor­berei­tun­gen für die Aufführun­gen von 2010 ab sofor­t...

Paris HiltonNew York - Party-Girl Paris Hilton (26) hat sich wieder mit ihrem Pres­sespre­cher Elliot Mintz ver­söhnt. Kurz nachdem ein kali­for­nischer Richter die Hote­ler­bin zu 45 Tagen Gefäng­nis ver­urteilt hat­te...

New York - Ein far­bin­ten­sives Still­leben von Paul Cézanne „Nature morte au melon vert” ist in New York für einen Höchst­preis von 25,5 Mil­lio­nen Dollar (18,8 Mil­lio­nen Euro) ver­stei­gert worden.

Mün­chen - Auf dem Münch­ner Okto­ber­fest wird in diesem Jahr für die Maß Bier ein Rekord­preis von bis zu 7,90 Euro ver­langt. Die teu­erste Maß werde damit 40 Cent mehr kosten als auf der Wiesn 2006...

Ham­burg - Musik­pro­duzent Dieter Bohlen (53) hat nach eigenen Angaben einen Auf­tritt des neuen RTL-„Su­per­stars” Mark Medlock (28) in Stefan Raabs ProSie­ben-Show „TV total” ver­hin­dert.

Lon­don - Eine Instal­lation des Pro­tes­tes gegen den Irak-Krieg gilt als Favorit für die dies­jäh­rige Vergabe des renom­mier­ten Tur­ner-Prei­ses. Der bri­tische Künst­ler Mark Wal­lin­ger (48) hat dafür mehr als 600 Poster und...


Vom 1. bis 3. Juni Fes­tival in der Eifel

Harte Jungs steigen in den Ring

Nür­burg­ring - Nachdem die drei großen Namen Metal­lica, Guns N" Roses und Depeche Mode im ver­gan­genen Jahr "Rock am Ring" bestimmt haben, glänzen die Namen der 2007er-Haupt­grup­pen nicht ganz so hell. Dafür dürfte es musi­kalisch nicht weniger inter­essant werden: Linkin Park, The Sma­shing Pump­kins und Die Ärzte sind die Stars im Ring.

rock.jpg

Wenn man all das, was "Rock am Ring" bedeu­tet, all die Musik, den ganzen Jubel, die Laut­stärke und die Extase, in eine typi­sche Hand­bewe­gung packen wollte, würde sie exakt so aus­sehen. Yeah.

"Rock am Ring" muss, um seinem Ruf und Eigen­anspruch gerecht zu werden, stets zwei Dinge leis­ten: einen Quer­schnitt durchs aktu­elle Rock-Gesche­hen zeigen, also alles auf­bie­ten, was gerade als heiß gilt; dazu große Namen in die Eifel locken. Inso­fern war das Fes­tival des ver­gan­genen Jahres ein beson­ders mus­ter­gül­tiges. Sch­ließ­lich hatte theo­retisch ein Medien-Emporkömm­ling wie Pete Doherty von den kok­sigen Baby­sham­bles die Chance, im Back­stage-Bereich auf Metal­lica-Mas­ter­mind James Het­field zu tref­fen.

Nun steht die nächste Runde im Ring an, und die Kon­zert­agen­tur Marek Lie­ber­berg prä­sen­tiert vom 1. bis zum 3. Juni ein Pro­gramm, das die erste Anfor­derung voll erfüllt, in Sachen "große Namen" aber vor allem auf eine Legende setzt: The Sma­shing Pump­kins.

Die Vor­den­ker des Heavy Metal treten am Samstag auf der Haupt­bühne im Nür­burg­ring-Fahr­erla­ger auf. Stets span­nend bei dieser Band: Wo ist die Reise durch die Klang­wel­ten mitt­ler­weile ange­kom­men? Der Nür­burg­ring ist somit wieder einmal Schau­platz eines Wie­der­tref­fens mit einer Legende. War es im ver­gan­genen Jahr der etwas ver­schro­bene Auf­tritt der Rumpf-Guns-N"-Roses (also eines Axl-Rose-Pro­jekt­s), darf sich die Ring-Gemeinde nun auf Billy Corgans intel­ligente Mega-Rock­band freuen. Die Sma­shing Pump­kins sind mit epi­schen Rock­songs berühmt gewor­den, die weniger eine unge­stüme Macht aus­zeich­net als viel­mehr ein durch­dach­tes Klang­kon­zept, große Melo­dien, hym­nische Refrains. Im Jahr 2000 war die Geschichte der Gruppe vorerst been­det. Vor gut einem Jahr hat Corgan selbst dann seine Mit­strei­ter von einst zur Wie­der­ver­eini­gung auf­gefor­dert. Wenige Tage vor "Rock am Ring" soll in Paris das erste Konzert über die Bühne gehen, im Juli dann mit "Zeit­geist" ein neues Album erschei­nen. Es wäre das sechste der Ban­d.

Am Freitag sind Linkin Park als Head­liner auf der großen Bühne vor­gese­hen. Und die sind eben­falls kaum für leise Töne bekannt. Ein straf­fes Nu-Metal-Kor­sett steht hinter den Kra­cher­songs des Quin­tetts, das sich 1996 in Los Angeles gegrün­det hat. Auf breiten Bass-Tep­pichen darf sich also nicht nur eine pralle Gitarre aus­toben, sondern auch ein DJ für Sound­effekte sorgen. Rap-Vocals sowie geshou­tete Song­pas­sagen machen die Band cha­rak­teris­tisch - und vor allem zum Vorbild von Tau­sen­den jungen Bands in aller Wel­t.

Die Ärzte mit Wort­witz

Die Ärzte sind der dritte Head­liner im Bunde - und stehen inso­fern für ein selbst­bewuss­tes Auf­tre­ten deut­scher Bands beim wich­tigs­ten Fes­tival des Jahres. Die Band ging aus der Punk­bewe­gung der 80er-Jahre hervor, eman­zipierte sich jedoch musi­kalisch bald von dieser Szene. Die frühen Songs sind zwar eben­falls von beste­chen­der Ein­fach­heit, zeich­nen sich aber vor allem durch Humor, Wort­witz und Schläue aus. Damit pola­risiert die Gruppe mit Schlag­zeu­ger Bela B., Gitar­rist Farin Urlaub und Bassist Rod Gon­zales zwar bis heute, nicht zu ver­ach­ten ist jedoch die musi­kali­sche Ent­wick­lung. Neuere Ärzte-Alben bieten sowohl fröh­liche Melo­die-Schwänke als auch kra­chende Gitar­ren, harte Riffs und zügel­lose Soli. Dazu kann sich die Gruppe nach gut 25 Jahren Band­geschichte (mit Unter­bre­chun­gen) auf ein Reper­toire ver­las­sen, das wohl ein­zig­artig und unglaub­lich bekannt ist - Mit­sing­garan­tie! Die Fes­tival­auf­tritte sind für Die Ärzte eine "Stu­dioflucht" - eigent­lich arbei­ten sie derzeit an neuem Mate­rial.

Mit Wir sind Helden steht am Sonntag eine weitere wich­tige deut­sche Band auf dem Pro­gramm, wenn auch eine ungleich jün­gere. Ende Mai erscheint erst das dritte Album des Quar­tetts um Sän­gerin Judith Holo­fer­nes. Die Gruppe war eine der ersten Ver­tre­terin­nen der "ganz neuen Deut­schen Welle" vor ein paar Jahren, die mitt­ler­weile regel­mäßig deutsch sin­gende Künst­ler an die Chart­spit­zen spült. Der moderne Pop von Wir sind Helden ist hoch­melo­disch, ein­gän­gig, dabei nie belie­big oder platt. Kron­juwe­len der Band sind jedoch die gewitz­ten, intel­lek­tuel­len, dabei vor Leich­tig­keit dennoch schwe­ben­den Texte. Mit Span­nung dürfen die Nür­burg­ring-Besu­cher die Songs der neuen Platte "Sound­so" erwar­ten.

Über­haupt können sich die Fes­tival­besu­cher auf ein pralles Pro­gramm freuen. Mehr als 85 Acts sind bereits bestätigt, meldet die Kon­zert­agen­tur Marek Lie­ber­berg - und für den Ring und das Schwes­ter­fes­tival "Rock im Park" in Nürn­berg sind bereits ins­gesamt mehr als 100 000 Tickets ver­kauft - 150.000 stehen zur Ver­fügung.

Wie viele der Fans am Freitag bis zum "Late Night Spe­cial" aus­har­ren, wird sich zeigen. Sie werden jeden­falls einen Auf­tritt von Eva­nescence in der tiefen, kühlen Eifel­nacht erle­ben. Die Band aus Arkan­sas in den USA mixt harte Cros­sover-Alter­native-Gitar­ren mit der leuch­ten­den Stimme von Sän­gerin Amy Lee. Manch­mal klingt das düster und melan­cho­lisch, manch­mal zu bril­lant, um einfach Rock zu sein.

Und nun könnte man damit begin­nen, Band­namen um Band­namen zu nennen, die das riesige Fes­tival erst zu dem machen, was es ist. Sch­ließ­lich sind drei Bühnen zu bespie­len: die gigan­tische Haupt­bühne im Fahr­erla­ger, die nur unwe­sent­lich klei­nere "Al­ter­nas­tage" schräg gegenü­ber - frei­lich durch einige Hundert Meter getrennt - und die soge­nannte Clubs­tage, die in ihrer Dimen­sion immer noch so gut wie jedem Groß-Open-Air in der Provinz zur Ehre gerei­chen wür­de.

Ein rie­siges Areal

Über dieses riesige Areal zwi­schen Boxen­gasse und Renn­stre­cke ver­tei­len sich dann drei Tage lang Acts wie The White Stripes (ex­klu­siv am Ring und im Park), oder Billy Talent, die derzeit wohl zu den ange­sag­tes­ten Punk­rock-Beschleu­nigern welt­weit zählen. Auch Muse, die läs­sigen The Hives oder die Arctic Monkeys haben derzeit die Cool­ness gepach­tet. Für den deutsch­spra­chi­gen Markt gilt dies sicher auch für Jan Delay, der mit seiner Band Disko No. 1 den Funk in die Eifel bring­t.

Die Beats­teaks, Mando Diao, Slayer, wieder einmal die Kaiser Chiefs, Machine Head, Type O Nega­tive - die Vari­anten der Gitar­ren­musik sind beinahe unend­lich, vom rup­pigen Indie-Sound bis zum krassen Heavy Metal. Korn bedient eben­falls die härtere Frak­tion, mit Velvet Revol­ver ist in diesem Jahr nun der Rest der Kon­kurs­masse von Guns N" Roses unter der Nürburg zu erleben - allen voran Gitar­ren­held Slas­h.

Sch­ließ­lich wird der Sonntag aber auch etwas softer, wenn nicht gar schmu­siger. Die Dave Matt­hews Band, Mia, Travis und natür­lich die schril­len Scissor Sisters machen das Fes­tival bunter. Sch­ließ­lich will der Ring nicht nur Kut­ten­trä­ger zum Tanzen brin­gen.

Infos im Inter­net:

http://www.rock-am-ring.com

Tim Kos­metsch­ke


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/09/magazin/r/rock-1.html
Mittwoch, 09. Mai 2007, 15:04 © RZ-Online GmbH (aj)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum    

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet

Kino-Memo-Quiz
Kino-Memo-Quiz
Doppelkarten für Koblenz
oder Mainz zu gewinnen!

Sudoku

Kino
Event-Kalender
Das Kultur-Journal zum Download
Druckversion