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Mittwoch, 09. Mai 07

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Mangas auf dem Vormarsch: Große Fangemeinde in Deutschland

Wolfenbüttel - In der Manga-Szene ist Anike Hage ein Star.

Manga-Zeichnerin

Anike Hage ist eine der wenigen deutschen Manga-Zeichner. (Bild: dpa)

Täglich erhält die 21-Jährige E-Mails von Fans - Glückwünsche, Komplimente, oft auch die Frage nach Tipps: „Wie wird man so eine erfolgreiche Zeichnerin wie du?”.

Unbemerkt von den meisten Menschen über 25 hat sich unter Jugendlichen ein Kult um japanische Comics entwickelt. Manga machen inzwischen 70 Prozent des Comicmarktes in Deutschland aus. Die meisten Autoren kommen immer noch aus Fernost, Anike Hage aus dem niedersächsischen Wolfenbüttel gehört zu den viel versprechenden deutschen Nachwuchstalenten.

Gerade ist der zweite Band ihres Manga „Gothic Sports” erschienen. Der Comic erzählt, wie eine Mädchen-Clique an einem Gymnasium ein neues Fußballteam gründet. „Jeden Tag sitze ich mindestens acht Stunden am Schreibtisch und zeichne”, erzählt Anike Hage in ihrem provisorischen Arbeitszimmer im Elternhaus und fügt entschuldigend hinzu: „Ich hatte noch keine Zeit auszuziehen und mir ein richtiges Atelier einzurichten.”

So denkt sie sich zwischen Bügelbrett und Blumenampeln ihrer Mutter Geschichten aus, die bereits ins Französische und Amerikanische übersetzt wurden. In schwarz-weiß gezeichnete Szenen aus dem Schüleralltag mit starken Charakteren, viel Action und Gefühl sowie ungekünstelten Dialogen. Bei der Zielgruppe der 13- bis 16- Jährigen kommt das an. Mehr als 10 000 Exemplare hat ihr Verlag Tokyopop vom ersten Band verkauft.

Wie um die Manga in Japan entwickelt sich auch um „Gothic Sports” eine Fankultur, vergleichbar mit der Verehrung für Popstars oder Figuren aus Fantasy-Filmen. Zur Leipziger Buchmesse im März werden am Stand ihres Verlages wohl wieder kostümierte Mädchen erscheinen, die die ausgefallenen Trikots des Fußballteams „Gothic Sports” nachgeschneidert haben. Im vergangenen Jahr war das jedenfalls so.

Anike Hage freut sich über den Zuspruch, aber sie bewahrt Distanz. Vielleicht weil sie selber nie so eine Art von Fan war. Auch kein grell geschminkter Teenager, sondern eher der Typ, der etwas abseits stand und beobachtete. Ein zurückhaltendes Mädchen, das gern Fußball spielte und sich durch Schlagfertigkeit Respekt verschaffte. „Schon in der Grundschule habe ich ständig gezeichnet”, erzählt sie. Mit 14 hielt Anike Hage zum ersten Mal ein Mangaheft in den Händen. Sie war fasziniert vom Stil und Fluss der Geschichte. Von jetzt an kopierte sie japanische Comics und versuchte, alles über Japan herauszufinden.

„Die Comics haben der Japanologie einen großen Zulauf an Studenten gebracht”, berichtet Bernd Dolle-Weinkauff vom Deutschen Institut für Jugendbuchforschung in Frankfurt am Main. Der Germanist forscht in einem europäischen Projekt über Manga und ist in gewisser Weise auch ein Fan. Manga seien mittlerweile eine ernst zu nehmende Sparte des Jugendbuches, sagt Dolle-Weinkauff. Tiefe Konflikte von Jugendlichen, manchmal sogar Selbstmordgedanken, würden ehrlich angesprochen und in einigen Heften auch rabiat ausgetragen. Die Ästhetik entspreche der durch neue Medien veränderten Wahrnehmungsart. „Manga sind keine Modeerscheinung, sondern zeigen den Prozess kultureller Globalisierung”, erklärt der Wissenschaftler.

Anike Hages Figuren haben europäische Gesichtszüge. Die Mädchen-Clique in ihren Büchern trifft sich vor Häuserzeilen im Fachwerkstil, die an ihre Heimat Wolfenbüttel erinnern. Auf Teenager in Asien werden die Fassaden wohl sehr exotisch wirken, wenn „Gothic Sports” demnächst ins Japanische übersetzt wird. „Wir machen bei einem relativ neuen Projekt mit”, erklärt Joachim Kaps, der Verlagsleiter von Tokyopop. „Japanische Leser können sich demnächst auch Anikes Manga aufs Handy bestellen.” Anike Hage muss lachen, wenn sie auf das Projekt angesprochen wird: „Das wird doch nie funktionieren! Wer liest denn Comics auf dem Handy?” Die junge Zeichnerin bleibt bodenständig - das hat ihr bisher nicht geschadet.

www.animexx.de

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/09/magazin/szene/t/rzo316477.html
Donnerstag, 22. Februar 2007, 12:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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