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Donnerstag, 24. Jan. 19

Einbau von RußpartikelfilterBer­lin - Um den Steu­erbo­nus für eine Par­tikel­fil­ter-Nachrüs­tung in Anspruch nehmen zu können, müssen Halter älterer Die­sel-Pkw ihrer Zulas­sungs­stelle die Nachrüs­tung bele­gen.

AutounfallWies­baden/Ber­lin - Auf Deutsch­lands Straßen sind 2006 deut­lich weniger Kinder und Jugend­liche ver­unglückt als im Jahr zuvor. Nach einem Anstieg im Jahr 2005 sei die Zahl der getöte­ten Kinder unter 15 Jahren um 14...

Köln - Volvo hat die Ober­klasse-Limou­sine S80 in zwei neuen All­rad-Vari­anten zu den Händ­lern gebracht. Der S80 T6 AWD wird von einem 3,0 Liter großen Rei­hen-Sechs­zylin­der-Turbo ange­trie­ben, der 210 kW/285 leis­tet...

Le­ver­kusen/Bonn - Auto­käu­fer machen sich nach wie vor in den Schauräu­men rar. Daher kämpfen Her­stel­ler und Händler weiter ver­zwei­felt um die wenigen Kauf­wil­ligen.

Köln - Toyota ändert die Optik des Corolla Verso. Der Kom­pakt-Van kommt drei Jahre nach seiner Marktein­führung nun im Juli mit leicht erneu­ertem Design in den Handel, teilte der Auto­her­stel­ler in Köln mit.

Neu­stadt­/Wein­straße (dpa) - Zum Start der Motor­rad­sai­son hat der ADAC Pfalz die Zwei­rad­fah­rer vor Selbstü­ber­schät­zung gewarnt und aus Sicher­heits­grün­den zu Fahrt­rai­nings gera­ten.

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Wenn behinderte Menschen fahren lernen

Münster - Galawij Mawarani kann schlecht laufen.

Fahrschulwagen

Funkfernbedienung des Fahrschulwagens für behinderte Menschen. (Bild: dpa)

Ihr rechtes Bein ist schwach, es mangelt zudem an der Feinmotorik. Schuld ist die Kinderlähmung, die sie vor 44 Jahren heimgesucht hat.

Heute sitzt Galawij Mawarani hinter dem Lenkrad und kämpft mit einem Lächeln für ihre Mobilität: in einem Auto einer Fahrschule aus Münster, einer von 150 Fahrschulen bundesweit, die sich auf die Ausbildung von Behinderten spezialisiert haben.

Gehörlose, Kleinwüchsige, Querschnitts- und Teilgelähmte, Menschen mit amputierten Gliedmaßen - mit Hilfe der Technik muss Autofahren für sie kein Traum bleiben. „Durch verstärkte Einführung von elektronischen Systemen im Fahrzeugbau lassen sich leichter Zusatzgeräte anbringen”, sagt Gerhard von Bressensdorf, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände. Aufsätze, die das Steuern oder auch Beschleunigen und Bremsen mit nur einer Hand ermöglichen, verlängerte Hebel oder, wie bei Galawij Mawarani, ein Gaspedal auf ihrer starken, der linken Seite.

„Wenn's zu eng wird, einfach Augen zu und durch”, scherzt Hermann Frisch mit der typischen Unerschütterlichkeit eines Fahrlehrers, als seine Schülerin durch eine schmale Gasse steuert. Seit über 30 Jahren sitzt er auf dem Beifahrersitz, seit fast 20 bildet er Behinderte aus. Hunderten hat er schon geholfen. Der Münsteraner hat Gebärdensprache gelernt, seine Fahrschule barrierefrei gestaltet und das Auto für etwa 10 000 Euro umgebaut. Deshalb kostet eine Fahrstunde für Behinderte 10 bis 15 Prozent mehr als eine reguläre. Frisch ist einer von denen, die Verbandschef von Bressensdorf „Spezialisten mit besonderer Hingabe” nennt. „Was ich tue, ist mehr als ein Job”, sagt Hermann Frisch selbst, „mir macht es Freude, Menschen in die Mobilität zu begleiten.”

Lange vor der offiziellen Fahrprüfung des TÜV überzeugt sich ein Gutachter davon, dass der Schüler trotz der Hilfsmittel kein Verkehrsrisiko darstellt. Wenn die Behinderung zu groß ist, lehnt auch Fahrlehrer Frisch Interessenten ab. „Die Menschen haben verdient, dass man ehrlich zu ihnen ist”, sagt der 56-Jährige. Ein Sonderfall sind die Schüler, die schon einen Führerschein haben, aber durch Unfall oder Krankheit kein normales Auto mehr beherrschen können. Die Lenk-Lizenz verlieren sie nicht, aber auch sie müssen per Gutachter nachweisen, dass sie mit Hilfsmitteln wieder sicher fahren können. Über das Vorurteil, dass Gehörlose ein Risiko seien, weil sie akustische Warnsignale nicht wahrnehmen können, lacht Hermann Frisch nur: „Bevor ich den Rettungswagen höre, hat ein Gehörloser ihn schon gesehen. Sie beobachten viel bewusster.”

Galawij Mawarani steuert durch die Münsteraner Innenstadt und erzählt von den zwei Stunden, die sie früher immer mühsam mit der Bahn zur Arbeit in einer Apotheke gefahren ist. Dann verlor sie ihren Job. Der Führerschein würde für die 47-Jährige nicht nur bessere Berufsaussichten, sondern auch viel mehr Lebensqualität im Alltag bedeuten. Endlich mal alleine einkaufen, die Kinder irgendwohin bringen, nicht immer andere bitten müssen. „Sonst komme ich nur langsam voran. Autofahren ist für mich wie für andere Leute Fliegen”, sagt Galawij Mawarani und lächelt. Wann sie denn reif für die Prüfung wäre, will sie von ihrem Fahrlehrer wissen. „Momentan eher reif für die Insel”, knurrt Herrmann Frisch mit gespielter Strenge. Mitte Mai wird es soweit sein.

Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V.: www.fahrlehrerverbaende.de Von Felix Ehlert, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/09/service/auto/t/rzo331765.html
Montag, 30. April 2007, 11:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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