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Montag, 23. Sept. 19

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Apolda - Mit neuem Mana­gement und Auf­sichts­räten aus der Inter­net- und Logis­tik­bran­che soll das ange­schla­gene Soft­ware-Unter­neh­men Inter­shop pro­fita­bel gemacht werden.

Bonn/Kiel - Wer eine E-Mail ver­schickt, muss damit rech­nen, dass seine Nach­richt von Dritten gelesen wird. Schüt­zen können sich Ver­brau­cher nur, indem sie ihre elek­tro­nische Post kon­sequent mit ent­spre­chen­den...

Bonn - Mit bun­des­wei­ten Warn­streiks haben die Beschäf­tig­ten der Telekom einen Vor­geschmack auf den anste­hen­den Arbeits­kampf gelie­fert. Am letzten Tag der Urab­stim­mung über einen Streik pro­tes­tier­ten rund 12 000...

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In der Nacht an den Rechner: Wenn Spielen zur Sucht wird

Berlin/Köln - Nur noch eine einzige Mission zu erfüllen - dafür kann man ruhig einmal um 3.00 Uhr nachts aufstehen.

Spielsucht

Der Rückzug in die Spielewelt kann gefährlich sein. (Bild: dpa/gms)

Und die Klassenarbeit am nächsten Morgen? Kein Problem, die schreibt sich von selbst!.

Sehr wohl ein Problem: Ein größer werdender Anteil der Videospieler zockt so ausgiebig, dass es zum Beispiel nicht bei nur einer nächtlichen Mission bleibt und dass Experten von Sucht sprechen - oder zumindest von Gefährdung. Ursache dafür ist meist weniger die faszinierende Spielwelt als der triste Alltag.

„Unsere Untersuchungen zeigen, dass von den aktiven Spielern im Schnitt zehn Prozent die Kriterien einer Sucht erfüllen”, sagt Sabine Grüßer-Sinopoli von der Interdisziplinären Suchtforschungsgruppe an der Charité Berlin (ISFB). Unter Erwachsenen seien die Zahlen dabei in der Regel nicht geringer als bei jüngeren Spielern. Bei Kindern und Jugendlichen spreche man allerdings von Suchtgefährdung.

„Beim exzessiven Spielen stehen nicht der Spaß oder die Ablenkung im Vordergrund, sondern etwas ganz Anderes: Es wird zu einer nicht adäquaten Problemlösungsstrategie”, erklärt Tanja Witting vom Institut zur Förderung von Medienkompetenz „Spielraum” an der FH Köln. Das heißt, bei Sorgen in der Schule oder im Betrieb wird nicht versucht, sie aus der Welt zu schaffen. Stattdessen wird der Computer hochgefahren - und die Sorgen werden eher größer als kleiner.

Egal ob Sucht oder Exzess: Den Umstand, dass es manche eindeutig übertreiben, sieht auch Malte Behrmann, Geschäftsführer von G.A.M.E., dem Bundesverband der deutschen Computerspieleentwickler in Berlin. Allerdings sei nicht jeder junge Zocker, dessen Eltern sich sorgen, tatsächlich ein Problemfall. „Die Eltern stehen einfach oft unwissend neben ihren Kindern und fragen sich: Was machen die da?”

„Wenn man für sich feststellt: Ich hab außer dem Spielen nichts, was mich glücklich macht, sollte man wachsam werden”, sagt Witting. Ein Signal für das Umfeld ebenso wie für Eltern ist, wenn sich ein Freund oder das Kind immer häufiger zurückzieht, um sich vor den Bildschirm zu setzen.

Tückisch ist: „Viele spielen über das normale Maß hinaus, sind aber trotzdem nicht süchtig”, sagt Witting. Grüßer-Sinopoli rät, weitere Fragen zu stellen: Kommt zum scheinbar unwiderstehlichen Verlangen nach dem nächsten Spiel die fortschreitende Vernachlässigung anderer Hobbys? „Zockt” das Kind weiter exzessiv, obwohl seine Leistungen in der Schule nachlassen? Wird es nervös, wenn es nicht spielen darf? Es müssen schon mehrere Faktoren zusammenkommen, ehe es kritisch wird.

Wer sich als Erwachsener eingestanden hat, dass ihm die Zockerei zum Beispiel im Job ernsthafte Probleme bereitet, ist gut beraten, so schnell wie möglich damit aufzuhören. Eltern rät Grüßer-Sinopoli von der Charité, auf einen „eingeschränkten und kompetenten Umgang” ihrer Kinder mit dem Computer zu achten.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei, dem Kind Erfolgserlebnisse zu verschaffen, sagt Witting. Das fehlt vielen Kindern und Jugendlichen, die sich am Rechner verlieren. Doch bei allen Ermunterungen und Bemühungen, etwas gemeinsam zu unternehmen, müssen die Eltern möglicherweise geduldig sein: Wer zuvor pausenlos am Bildschirm Schlachten geschlagen hat, für den wird sich ein Sprung vom „Fünfer” im Freibad zunächst einmal nicht spannend anhören - auch wenn es dazu den größeren Mut braucht. Von Florian Oertel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/09/service/computer/t/rzo327249.html
Mittwoch, 11. April 2007, 9:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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