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Montag, 23. Sept. 19

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Adobe „Photoshop CS3” ist sehr vielseitig

Unterschleißheim - Für Digitalfotografen beginnt in Kürze eine neue Zeit: In diesem Frühjahr kommt mit einer neuen Photoshop-Version gleichsam ein neuer Goldstandard für Bildbearbeitungsprogramme auf den Markt.

«Photoshop CS3»

„Photoshop CS3” wandelt farbige Bilder in schwarz-weiß um. (Bild: Adobe/dpa/gms)

Denn so wie viele PC-Besitzer dieser Welt auf Windows setzen, vertraut die Mehrzahl der Fotoprofis auf Bildbearbeitungsprogramme von Adobe. Dank neuer Handlungsanweisungen (Algorithmen) für die Verarbeitung und Ausrichtung von HDR-Bildern (High Dynamic Range) mit einer Farbtiefe von 32 Bit sollen Bildbastler bei „Photoshop CS3” jetzt noch bessere Ergebnisse erzielen können. Das verspricht die Deutschlandvertretung von Adobe in Unterschleißheim bei München.

Die 32-Bit-HDR-Funktionen hatte Adobe bei der Vorgängerversion CS2 eingeführt. Damit lassen sich aus unterschiedlich belichteten Einzelfotos perfekt belichtete Bilder zusammenbauen, die extrem feine Farbabstufungen zeigen und sowohl in den hellen als auch dunklen Bereichen optimal belichtet sind. Die auf diese Weise übereinander gelegten Einzelbilder sollten allerdings deckungsgleich sein - sprich mit einem Stativ aufgenommen werden.

Für digitale Schnippelkünstler bestimmt sind auch die so genannten Compositing-Funktionen von CS3: Aus mehreren Photoshop-Ebenen oder Bildern mit ähnlichem Inhalt lassen sich dabei Kompositionen zusammenbauen. Wer beispielsweise mit dem Stativ ein Gruppenbild mehrfach aufgenommen hat, kann sich von jedem einzelnen das freundlichste Gesicht heraussuchen und zu einem Bild zusammenfügen, das es so in der Wirklichkeit nie gegeben hat.

Eine Verbesserung sind die neuen „Smart Filter”: Filtereffekte können damit verlustfrei angewendet und jederzeit neu eingestellt werden. Dabei lassen sie sich mit einem Klick wieder ausschalten, ohne dass die Qualität des Originalbildes beeinträchtigt wird.

Anhänger der Schwarz-Weiß-Fotografie wiederum können auf ein neu entwickeltes Werkzeug bauen, mit dem Farbfotos in Schwarz-Weiß-Bilder umgewandelt werden können. Mit Hilfe von Schiebereglern lässt sich die Umsetzung der einzelnen Farben in Grautöne sehr genau einstellen. Neu hinzugekommen ist auch eine Funktion mit Namen „Device Central”. Damit können Grafiken dem begrenzten Platz der Displays von mobilen Geräten wie Smartphones oder PDAs angepasst werden.

Dank überarbeiteter automatisierter Auswahlwerkzeuge lassen sich Bildbereiche nun auch schneller freistellen. Anhand der Farben und Konturen des jeweiligen Bildbereiches „erkennt” das Programm den genauen Auswahlbereich, den der Nutzer vorher nur grob markiert hat. Verbessert wurde dem Hersteller zufolge auch die Verarbeitung von Foto-Rohdaten: Das Plug-in „Camera Raw” unterstützt auch JPEG- und TIFF-Formate. Zur Bearbeitung der Rohdateien aus der Kamera bietet es Werkzeuge wie Füll-Licht und Staubbeseitigung.

Erstmals wird Photoshop in zwei Editionen auf den Markt kommen: Zusätzlich zu Photoshop CS3 für Fotoprofis und Designer gibt es eine „Photoshop CS3 Extended”-Edition, die 3D-Anwendungen sowie Videofunktionen und die Bildanalyse beherrschen soll. Zielgruppe sind Trickfilmzeichner und Animatoren, aber auch Architekten, Ingenieure, Wissenschaftler und Ärzte. Alle, die bei ihrer Arbeit am Rechner irgendwie mit Bildern oder Filmen - mit ihrer künstlerischen Bearbeitung oder ihrer wissenschaftlichen Analyse - zu tun haben, sollen nach dem Willen von Adobe mit der „verlängerten” Photoshop-Version ein nützliches Werkzeug erhalten.

„Photoshop CS3” und „Photoshop CS3 Extended” sollen Ende Mai oder Anfang Juni verfügbar sein. Angeboten wird das Programm für die Betriebssysteme Mac OSX Version 10.4.8 sowie Microsoft Windows XP (Service Pack 2) und Vista. Die „Photoshop CS3”-Vollversion kostet rund 1070 Euro, die Vollversion der „Extended”-Variante 1600 Euro.

Nutzer älterer Photoshop-Versionen erhalten Upgrades ab rund 300 Euro. Mit einer neuen Version der abgespeckten Photoshop-Variante für Hobby-Fotografen, „Elements”, wird wohl im Herbst zu rechnen sein. Weitere Informationen zu den Upgrade-Möglichkeiten für Besitzer älterer Photoshop-Versionen sowie zu den Preisen sind unter www.adobe.de/photoshop im Internet abrufbar.

Angeboten wird „Photoshop CS3” auch als Teil der neuen „Creative Suite 3”-Softwarepakete, die Adobe Ende März vorgestellt hat. Diese Programmpakete für Designprofis sollen im gleichen Zeitraum in die Läden kommen. Sie kosten nach Angaben des Unternehmens zwischen 1000 und 3000 Euro - jeweils plus Mehrwertsteuer.

Bildbearbeitungsprogramme von Adobe: www.adobe.de/photoshop Von Arnd Petry, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/09/service/computer/t/rzo330010.html
Montag, 23. April 2007, 9:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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