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Mittwoch, 19. Dez. 18

Ber­lin - Dicke sollen es sich künftig schwe­rer machen beim Essen. Die Bun­des­regie­rung will Über­gewich­tige zu gesün­derer Ernährung und mehr Fitness bewe­gen, damit über­flüs­sige Pfunde ver­schwin­den.

Gesundheit!Hei­den­heim/Augs­burg (dpa/t­mn) - Heuschnup­fen ver­läuft nach Exper­ten­anga­ben in diesem Jahr in vielen Fällen deut­lich schwe­rer als sonst. Zahl­rei­che Pati­enten litten nicht nur unter lau­fen­der Nase und Augen­jucken...

Frank­fur­t/Main - Zahn­seide sollte mög­lichst vor­sich­tig in die Zwi­schen­räume der Zähne gedrückt werden. Wer zu grob vor­geht, läuft Gefahr, sich Schnitt­ver­let­zun­gen am Zahn­fleisch zuzu­fügen.

Weil der Stadt - Bekom­men Kinder zu wenig Zuwen­dung, haben sie ein stark erhöh­tes Risiko für Bin­dungs­störun­gen. Bei bin­dungs­gestör­ten Kin­dern, die außer­dem miss­han­delt wer­den...

Mün­chen - Tragen Tee­nager ein Pier­cing, sollten sie auf eine hin­rei­chende Kör­per­pflege achten. Sinn­voll seien auch regel­mäßige ärzt­liche Kon­troll­unter­suchun­gen, rät der Berufs­ver­band der Kinder- und Jugen­därzte (BVKJ)...

Ul­m/Er­lan­gen - Mit einer Infek­tion fängt es häufig an: Schup­pen­flech­ten treten meist an den Gelen­ken oder am Kopf auf. Der Kampf gegen die Haut­krank­heit ist müh­selig - die „eine” The­rapie gibt es nicht.

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Mythos Mond: Kein Einfluss auf die Gesundheit

Regensburg/Karlsruhe (dpa/gms) - Liebespaare schätzen sein romantisches Licht, Dichter haben ihm unzählige Werke gewidmet: Der Mond fasziniert die Menschen.

Mythos Mond

Die Macht des Mondes wird oft überschätzt. (Bild: Schierenbeck/dpa/gms)

Auch in Bezug auf die Gesundheit werden ihm mysteriöse Kräfte zugesprochen. Wissenschaftler sind aber skeptisch.

Vor allem Schlafprobleme werden oft dem Mond zugeschrieben - meist zu Unrecht, wie der Schlafforscher Jürgen Zulley aus Regensburg meint: „Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass die Mondphasen keinen Einfluss auf die Schlafqualität haben.” Allenfalls könnte das der Fall sein, wenn der Vollmond direkt in das Schlafzimmerfenster scheint.

Schwerer wiegt laut Prof. Zulley daher das psychologische Phänomen der selbsterfüllenden Prophezeiung: „Ich gehe davon aus, dass ich bei Vollmond schlechter schlafe - also bin ich angespannt und schlafe tatsächlich schlechter”, sagt der Experte.

Ein anderes häufig berichtetes „Mondphänomen” ist die angebliche Zunahme von Geburten in Vollmondnächten. „Es gibt immer wieder Hebammen, die sagen: Ja, das ist so”, bestätigt Edith Wolber vom Bund Deutscher Hebammen in Karlsruhe. Die Statistiken ließen einen entsprechenden Schluss aber nicht zu.

Das Phänomen lässt sich laut Edgar Wunder ebenfalls psychologisch erklären. Der Soziologe an der Universität Heidelberg hat zahlreiche Studien zusammengetragen, die etwa den Zusammenhang der Mondphasen mit Geburten oder Verkehrsunfällen untersuchen - fast alle fallen negativ aus. Das Zusammentreffen von zwei außergewöhnlichen Ereignissen wie „Vollmond” und „viele Geburten” oder „viele Unfälle” bleibe einfach länger im Gedächtnis, sagt der Forscher.

Dennoch gibt es seit Jahren einen boomenden Markt für Mondkalender und vergleichbare Ratgeber. „Die Kräfte der Mondrhythmen sind seit Jahrtausenden ein bewährtes Mittel”, behaupten beispielsweise Johanna Paungger und Thomas Poppe. Das Autorenpaar aus Klosterneuburg bei Wien hat in den vergangenen Jahren ein halbes Dutzend Bücher zum Einfluss des Mondes auf den Alltag geschrieben. Ob in Haushalt, Gartenarbeit, Ernährung oder Gesundheit: Es gelte, den richtigen Zeitpunkt zu treffen, der sich nach dem Mond richte.

Beispiel Diäten: „Bei zunehmendem Mond sollte man kürzer treten und 'Dinner-Cancelling' betreiben”, rät Poppe. Die aufgenommene Nahrung verwandele sich in dieser Zeit leichter in Übergewicht als bei abnehmendem Mond. Wichtig sei der Mondstand auch für Operationen: „Legen Sie den Termin, wenn es irgend geht, auf den abnehmenden Mond”, rät Poppe - die Blutung sei nicht so stark und die Heilung verlaufe schneller.

Gerade zu diesem Thema hat der Soziologe Wunder jedoch vor einigen Jahren eine eigene Studie vorgenommen. Daran nahmen 228 Patienten in einem Krankenhaus in Oberösterreich teil, denen eine Knie- oder Hüftprothese eingesetzt wurde. Das Ergebnis: Ein Einfluss der Mondphasen konnte nicht nachgewiesen werden.

Wie der Mond seinen Einfluss ausüben soll, wissen auch die Befürworter der Mondkräfte nicht genau zu sagen. „Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung”, gesteht Poppe. Er verweist auf Erfahrungen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Laut Wunder handelt es sich bei der „Mondgläubigkeit” um eine Art Selbstberuhigung: „Sie steigert die subjektive Sicherheit.”

Die Autoren von Mondratgebern im Netz: www.paungger-poppe.com

Wissenschaftliche Studien zum Einfluss des Mondes: www.anomalistik.de/mond.pdf Von Thomas Kärst, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/09/service/gesundheit/t/rzo330544.html
Mittwoch, 25. April 2007, 10:20 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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