IVWPixel Zählpixel
NachrichtenMagazinMagazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Fußball Formel 1 Sporttabellen Foto des Tages
Freitag, 14. Juni 13

SkipperVa­len­cia - Nach dem „Un­ter­gang” der deut­schen Ame­rica's-Cup Segler vor Valen­cia soll Jochen Schü­mann den erfolg­losen Skipper Jesper Bank beer­ben. Die Verant­wort­lichen der ersten deut­schen Kam­pagne in der 156-jäh­rigen...

HerzenssacheBre­men - Fuß­ball-Natio­nal­spie­ler Torsten Frings hat im Meis­ter­schafts­kampf ein deut­liches Zeichen gesetzt. Der von Juve­ntus Turin umwor­bene Mit­tel­feld­spie­ler von Werder Bremen ver­län­gerte seinen Vertrag bei den...

Ber­lin - Unmit­tel­bar vor ihrer Kri­tike­rin Barbara Rittner stieß Martina Müller einen schril­len Freu­den­schrei aus - die 25- Jährige kämpfte sich als einzige Deut­sche bei den German Open ins Ach­tel­finale.


05-Mana­ger recht­fer­tigt ver­hal­tene Trans­fer­poli­tik

Sparen fürs Stadion hatte Vor­rang

Mainz - Chris­tian Heidel, Manager des Noch-Fuß­ball-Bun­des­ligis­ten FSV Mainz 05, recht­fer­tigt die ver­hal­tene Trans­fer­poli­tik im ver­gan­genen Sommer damit, dass der Klub Geld für das Sta­dion­pro­jekt bei­seite legen musste. Denn nur mit einem neuen Stadion lässt sich auf Dauer im Konzert der Großen mit­spie­len.

mainz.jpg

Ma­nager Chris­tian Heidel (links, mit Vor­stands­kol­lege Manfred Thöne) betont, dass eine kon­tinu­ier­liche Ent­wick­lung des Vereins FSV Mainz 05 Vorrang vor einer explo­siven hat. Ein Abstieg ist immer ein­kal­kulier­t.

Die sport­liche Analyse der aktu­ellen Saison in der Fuß­ball-Bun­des­liga steht für den FSV Mainz 05 noch aus. Die wird kommen, wenn der Abstieg auch rech­nerisch besie­gelt ist. Vor­würfe, der Klub habe im Sommer 2006 zu zurück­hal­tend auf dem Trans­fer­markt agiert, mög­licher­weise auch mit Rück­sicht auf die unum­gäng­liche finan­zielle Betei­ligung der 05er am Bau des neuen Sta­dions, sind Chris­tian Heidel aller­dings schon zu Ohren gekom­men. Der 05-Mana­ger hält diese Kritik für ver­ständ­lich, aber dahin­ter habe eine Stra­tegie gesteckt. Eine mit­tel­fris­tig ange­legte Stra­tegie.

Kurz­fris­tig sei es sicher möglich gewe­sen, die Mann­schaft im ver­gan­genen Sommer mit höherem finan­ziel­len Einsatz zu ver­stär­ken nach dem Abgang der Leis­tungs­trä­ger Antonio da Silva, Michael Thurk und Mohamed Zidan, dazu kamen weitere (ge­woll­te) Ver­luste wie die der erfah­renen Stürmer Ben­jamin Auer und Niclas Wei­land, die immer für Sys­tem­sicher­heit, kämp­feri­schen Einsatz und Tore stan­den.

"Stra­tegie mit­tel­fris­tig ange­leg­t"

"Un­sere Stra­tegie war aber bewusst nicht kurz-, sondern mit­tel­fris­tig ange­leg­t", sagt Heidel. Wenn ein Neu-Bun­des­ligist wie Mainz 05 die Ambi­tio­nen habe, über einen Zeit­raum von meh­reren Jahren in der Eli­teliga mitz­umi­schen, dann gehe das defi­nitiv nicht mit den gegen­wär­tigen wirt­schaft­lichen Mög­lich­kei­ten. Im Bruch­weg­sta­dion lasse sich die Ertrags­situa­tion in der Erst­klas­sig­keit nicht mehr stei­gern über die Grenze von rund 30 Mil­lio­nen Euro hinaus pro Spiel­zeit. "Und damit wären wir auf Jahre hinaus immer am Ende der Fah­nen­stange geblie­ben", so Heidel. "Damit kann man keinen lang­fris­tigen Ver­bleib in der Bun­des­liga garan­tie­ren, das ist unmög­lich."

Der Sta­dion­neu­bau habe von daher tatsäch­lich Prio­rität gehabt. "Wir wollten und wir mussten Geld zurück­legen für das Sta­dion", sagt Heidel. "Natür­lich wollten wir auch in dieser Saison den Klas­sener­halt schaf­fen, aber wir wollten und wir durften uns dafür wirt­schaft­lich nicht die Hosen aus­zie­hen. Ansons­ten hätte es das neue Stadion defi­nitiv nicht gege­ben."

"Wich­tige Zwi­schen­ziele erreicht"

Der Klub könne Trainer Jürgen Klopp, der nun letzt­lich ein wenig der Leid­tra­gende sei, nur dankbar sein, dass er diese Stra­tegie mit­getra­gen habe. "Wir haben mit unseren begrenz­ten Mög­lich­kei­ten 100 Bun­des­liga­spiele absol­vier­t", sagt Klopp. "Damit haben wir wich­tige Zwi­schen­ziele erreicht. Darauf können wir stolz sein, auch wenn es im Moment des Abstiegs zwei­fel­los schwer­fällt, das so zu emp­fin­den."

Dazu komme, sagt Heidel, dass der Einkauf sport­lich hoch­wer­tige­rer Spieler auch immer einen enormen Anstieg der Gehäl­ter bein­halte. "Auch das hätten wir bei einem Etat von 30 Mil­lio­nen irgend­wann dann sowieso nicht mehr geschafft." Unab­hän­gig davon, dass es auch für das Klima inner­halb eines Kaders besser sei, wenn man die Gehalts­schere zwi­schen genüg­samen "alten" Profis und neuen Bes­ser­ver­die­nern kon­tinu­ier­lich abbaue. "Wir wollten uns nie kurz­fris­tig, explo­siv ent­wickeln, sondern mit einer ver­nünf­tigen, den Mög­lich­kei­ten des Klubs ange­pass­ten Kon­tiniuität."

Dass diese mit­tel­fris­tig ange­legte Stra­tegie, die im neuen Stadion am Euro­pakrei­sel dann in eine lang­fris­tige münden soll, eines Tages auch einen Abstieg ein­sch­ließen könnte, "diesen Tag", sagt Heidel, "hatten wir immer im Auge". In den ver­gan­genen Jahren habe es schließ­lich von den Bun­des­liga-Debütan­ten nur Energie Cottbus geschafft, drei Jahre die Erst­klas­sig­keit zu bewah­ren. "Viele andere dieser Erst­ligis­ten spielen heute in der dritten oder vierten Liga", so Heidel. "Wir haben für diesen Tag vor­gesorgt. Wir haben in diesen drei Jahren nicht unser gesam­tes Geld ver­schleu­dert für ris­kante Trans­fers, die oft auch nicht den Klas­sener­halt garan­tie­ren."

Bes­sere Karten in der Win­ter­pau­se

Dazu komme, dass der Trans­fer­markt im Sommer einem Klub wie Mainz 05 keine güns­tigen Mög­lich­kei­ten biete. "Ein Leon Andre­asen oder ein Zidan waren im Sommer eben über­haupt nicht zu bekom­men", sagt der 05-Mana­ger. Der Mana­ger­kol­lege Uli Hoeneß habe kürz­lich auf die Kritik hin, der FC Bayern hätte sich in der Win­ter­pause unbe­dingt ver­stär­ken müssen, erklärt, für einen europäi­schen Spit­zenklub gebe es in dieser Trans­fer­peri­ode keinen Markt, da seien nur unzu­frie­dene Bank­spie­ler zu bekom­men.

"Genau das aber ist der Markt für Mainz 05", sagt Heidel. "Im Nor­mal­fall können wir nur im Winter Bun­des­liga­ver­eine und Bun­des­liga­spie­ler anspre­chen. Dann, wenn diese Spieler in der Vor­runde gemerkt haben, dass sie bei ihrem alten Klub keine Ein­satz­chance mehr haben, und wenn die betref­fen­den Trainer mit diesen Spie­lern für die Rück­runde nicht mehr pla­nen."

Und es dürfte für die 05er auch in diesem Sommer nicht einfach werden, Spit­zen­spie­ler aus der Zweiten Liga anzu­heu­ern. Viele werden bis August darauf hoffen, von Erst­ligaauf­stei­gern ange­spro­chen zu wer­den.

Rein­hard Rehberg - Foto: Julia Rau


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/09/sport/r/mainz-1.html
Mittwoch, 09. Mai 2007, 14:26 © RZ-Online GmbH (aj)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Wunschtrikot

Strecken, Statistik, Fahrer
Druckversion