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Freitag, 25. Mai 12
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HeidelbergCement will mit Hanson-Kauf in die Top-Drei Heidelberg - Deutschlands größter Baustoffhersteller HeidelbergCement will mit einer milliardenschweren Übernahme zur Nummer drei auf dem Weltmarkt aufsteigen. Die Heidelberger bieten für den britischen Wettbewerber Hanson rund acht Milliarden britische Pfund (11,7 Mrd Euro).
Der Hanson-Verwaltungsrat habe der Übernahme zugestimmt und werde seinen Aktionären die Annahme der Offerte empfehlen, hieß es. Am Umsatz gemessen würden die Heidelberger weltweit von Platz vier auf Platz drei nach der mexikanischen Cemex und der französischen Lafarge vorrücken. HeidelbergCement und Hanson kämen mit mehr als 70 000 Mitarbeiter auf einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro. Pro Aktie liege das Gebot bei 1100 Pence, teilte das MDAX- Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mit. Die Übernahme soll im dritten Quartal 2007 abgeschlossen werden. Das Angebot stehe unter der Bedingung der Freigabe durch die EU-Kommission sowie durch die amerikanischen und kanadischen Kartellbehörden. Die HeidelbergCement-Aktie legte im frühen Handel um 0,93 Prozent auf 118,83 Euro zu. Hanson-Papiere verteuerten sich in London um 3,41 Prozent auf 1093 Pence. „Dies ist ein historischer Schritt für die HeidelbergCement AG und ihre Aktionäre, und deckt sich mit der Strategie, die Expansion in komplementären Regionen, über Produkt- und Endkundenmärkte hinweg, voranzutreiben”, sagte HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifle. Die Unternehmen passten hervorragend zusammen. Die Finanzierung soll zunächst über Kredite erfolgen, die mit der Deutschen Bank und der Royal Bank of Scotland abgeschlossen wurden. Zur Ablösung der Kredite sollen unter anderem Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft gehören, veräußert werden. Zum Verkauf steht unter anderem die Minderheitsbeteiligung am französischen Zementhersteller Vicat. Der Verkauf könnte laut Analysten bis zu 1,6 Milliarden Euro einbringen. Auch gebe es laut Experten Überlegungen, das Baustoffgeschäft Maxit zu veräußern. Der Bereich werde mit gut einer Milliarde Euro bewertet, fügte ein Analyst hinzu. Außerdem plant HeidelbergCement eine Barkapitalerhöhung in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Mit der geplanten Kapitalerhöhung könnte sich der Streubesitz erhöhen und HeidelbergCement dadurch zu einen DAX-Kandidaten werden, sagte ein Börsianer. Dies hänge aber vom schwäbischen Hauptaktionär Adolf Merckle ab, der HeidelbergCement mit seinem 77-Prozent-Anteil kontrolliert. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/07/05/15/wirtschaft/t/rzo335229.html |
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