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Montag, 21. Mai 07

ArubaOran­jestad - Fein­san­diger Strand mit Kokos­nus­spal­men am tür­kis­far­benen Meer, Hän­gemat­ten­fee­ling, Reggae und Rum­punsch - das ist kari­bischer Stan­dard, den Urlau­ber erwar­ten.

-Kirch­dorf - So stellt man sich eine Idylle vor: Ein Holz­kahn liegt vor Schilf­rohr, das sich sanft im Wind wiegt. Hinter sanften Hügeln ragt ein Kirch­turm hervor, und aus dem gelben Raps­feld huscht ein Fuchs...

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Re­defin/Schwe­rin - Mit Klapp­stühlen, Decken, Tüten und Kühl­boxen im Gepäck eilen Hun­derte von Men­schen nach Redefin bei Lud­wigs­lust.

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Hong­kong - Wer sich auf den Vic­toria Peak begibt, Hong­kongs Haus­berg, dem liegt die Mil­lio­nen­stadt zu Füßen: Für diesen Blick lohnt es sich bereits, mit der Berg­bahn oder gar zu Fuß den 552 Meter hohen Gipfel zu...

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Karibikinsel Aruba lockt mit Wracks und Wespenbalsam

Oranjestad - Feinsandiger Strand mit Kokosnusspalmen am türkisfarbenen Meer, Hängemattenfeeling, Reggae und Rumpunsch - das ist karibischer Standard, den Urlauber erwarten. Auf Aruba vergnügen sie sich auch zwischen Wracks, Wüstenlilien und Kakteen.

Aruba

Aruba: Das Wrack aus nächster Nähe erkunden. (Bild: FVA Aruba/dpa/tmn)

Drei Möwen putzen ihr Gefieder auf der Spitze des Mastkorbs, der ein wenig aus dem Wasser ragt. Es ist mittags, die Sonne brennt. Der Trubel im seichten Wasser unweit der Küste läuft auf vollen Touren. Der Kapitän der „Palm Pleasure” bläst ins Muschelhorn. Schwimmer, Schnorchler und Taucher springen ins Wasser und mischen sich mit denen von den Schiffen „Dushi”, „Fiesta”, „Jolly” und anderen. Sie alle steuern das Wrack der „Antilla” an. „Der deutsche Kapitän selbst hat damals sein Schiff zum Sinken gebracht”, erzählt Patrick Dewindt, Captain der „Palm Pleasure”, seinen Gästen. 1940 war das, während des Zweiten Weltkriegs.

Wer die „Antilla” erkundet , taucht daher in die Unterwasserwelt und in ein Stück Weltgeschichte ein. Neugierig plantschen die Schwimmer nahe der Mastspitze, Schnorchler sehen die Schiffswand und Teile der Brücke, die vor drei Jahren noch aus dem etwa 18 Meter tiefen Wasser ragte, dann aber zusammen sackte. Taucher gleiten den Rumpf der 133 Meter langen „Antilla” entlang. Sie erkunden die Laderäume und bewundern Schwämme, Korallen, Papageien- und Engelfische.

Die „Antilla” war ein Handelsschiff. Deutschland hatte die Niederlande besetzt und war auch in der Karibik im Krieg mit den Alliierten. Der Kapitän ergab sich im Mai 1940 mit seiner Crew und hatte zuvor für einige kleinere Explosion an Bord gesorgt. Es gab keine Toten, die Deutschen kamen in Kriegsgefangenschaft. Weil Flora und Fauna die „Antilla” und andere Wracks als Lebensraum so gut annehmen, haben die Arubaner in Absprache mit Umweltexperten auch ausrangierte Schiffe und Flugzeuge neueren Datums im Meer versenkt.

Die multikulturellen Arubaner gehören zu den cleversten und am besten verdienenden Insulanern der Karibik. Auch ihr kleines Stück Wüste mit Dünen, Kakteen und Gestrüpp wird mit Abenteuersafaris im Jeep bestens vermarktet. Feinsandige Strände, Felsen mit schäumender Gischt, cremefarbene Häuser im Amsterdam-Stil, Einkaufszentren und Casinos in der Hauptstadt Oranjestad ziehen immer mehr Urlauber an. Etlichen Europäern ist es zu US-amerikanisch hier, 30 Kilometer vor der Küste Venezuelas. Fischer, die Netze flicken und Dominosteine auf wackelige Tische knallen, sind auf Aruba dagegen Vergangenheit.

Selbst mit Pflanzen, die auf vielen Inseln unbeachtet am Wege wachsen, macht Aruba Geschäfte - etwa mit der hitzebeständigen Aloe Vera, auch Wüstenlilie genannt. Kundige nutzen die grüne Glibbermasse der dicken, am Rande stacheligen Blätter pur als linderndes Balsam gegen Wespenstiche. Auf Aruba wird das Gewächs seit 1890 vom Familienbetrieb „Aruba Aloe” angebaut. „Wir ernten fast täglich”, sagt die 19-jährige Mitarbeiterin Charlene. „Die frischen Blätter kommen umgehend in die Verarbeitung.” Touristen können zuschauen, das Museum besuchen und natürlich auch Aloe-Produkte kaufen.

Auf Aruba sind Verdienst und Preise wie in Deutschland, die Sprachkenntnisse besser. Ein Arubaner spricht meist sowohl das melodiöse Papiamento und Niederländisch als auch Englisch und Spanisch. Putzfrauen und Kellner kommen meist aus Venezuela und Kolumbien. Als die Spanier 1499 Aruba erreichten, stuften sie es als nutzloses Eiland ein. Darüber schmunzeln die Insulaner heute.

Tourismusseite von Aruba: www.aruba.de Von Bernd Kubisch, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/07/05/21/magazin/reise/reisetipp/t/rzo336068.html
Montag, 21. Mai 2007, 16:19 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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